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COVER STORY
Cover
Virtuelle Teamarbeit - Erfolgsfaktor
der Zukunft
Jaclyn Kostner
In der virtuellen Teamarbeit geht es um die Menschen,
nicht um die Technologie. Die Auswahl der Technologie, aber auch
die Art und Weise, wie die vorhandene Technologie genutzt wird,
schafft einen großen Unterschied in der Qualität der
Teambeziehungen und in der Leistung des Teams insgesamt. Damit Teamarbeit
über große Distanzen erfolgreich wird, braucht es nach
Meinung von Jaclyn Kostner heute und morgen Technologien wie Web
Conferences, Chat Rooms und Instant Messengers - aber es muss gleichzeitig
auch für eine professionelle Nutzung dieser Technologien gesorgt
werden. Eine ausgezeichnete virtuelle Zusammenarbeit vermeidet zwar
zukünftig nicht alle Dienstreisen, wird diese aber auf ein
Minimum reduzieren und damit mehr Zeit für die eigentliche
Arbeit sichern können.
FORSCHUNG UND ERGEBNISSE
Reflection Pieces
Systemtheorie und Wissensmanagement
- (k)ein Widerspruch!?
Helmut Kasper und Jürgen Mühlbacher
Spätestens seit der Ausrufung der Wissensgesellschaft
durch Peter Drucker (1993) gilt Wissen als das Produktionsmittel
der Zukunft. Das Managen von Wissen im formal organisierten Sozialsystem
"Unternehmung" stellt daher die zentrale Herausforderung
für Führungskräfte dar. Helmut Kasper und Jürgen
Mühlbacher reflektieren die Möglichkeiten von Wissensmanagement
aus systemischer Sicht und die Frage, welche Rolle dabei individuelles
Lernen spielt.
Forschung unter
der Lupe
Die Führungskraft als Mitarbeitercoach?
Martina Aichner
Die Führungsstilproblematik gehört
zu den am meisten diskutierten Fragen der letzten Jahrzehnte, und
es gibt wohl kaum einen Manager, der sich mit diesem Thema nicht
beschäftigt hätte: Effiziente Führung zählt
zu den wichtigsten strategischen Erfolgsfaktoren einer Organisation.
Immer häufiger wird nun von Führungskräften als Coaches
gesprochen - sind diese beiden Rollen aber miteinander vereinbar?
Martina Aichner nimmt eine Begriffsbestimmung unter den Aspekten
des modernen Führungsverständnisses und dem Coaching in
der systemischen Arbeit vor.
Theorie &
Praxis
Revolutionäre Veränderung
von Geschäftsprozessen durch evolutionäre Methodik
Markus Gappmaier, Bonnie Brinton Anderson, Theodore H.K. Clark
Business Process Reengineering (BPR) ist definiert
als die rasche und radikale Neugestaltung von Geschäftsprozessen,
um dramatische Leistungsverbesserungen zu erzielen. Anfang der 90iger
stieg das Interesse an BPR-bezogener Beratung stark an und erreichte
Mitte der Neunziger Jahre ihren Höhepunkt. Allerdings gab es
auch zu dieser Zeit schon viele kritische Publikationen, die darauf
hinwiesen, dass BPR öfter versagt hatte, als dass es erfolgreich
umgesetzt wurde. Bei all der Euphorie die Kraft moderner Informationstechnik
(IT) zu nutzen, hatte man "den Faktor Mensch" unterschätzt.
Im folgenden Artikel werden evolutionäre Konzepte und Methodiken
für die Durchführung erfolgreicher Veränderungsprozesse
geschildert.
Best of theoretical
works
Projekterfolg durch Rückbindung
an die Unternehmensvision
Eva Barbara Graber
Immer mehr und komplexere Veränderungsaufgaben
werden in Projektform abgewickelt. Abernur selten wird für
die Durchführung von Projekten ihre Verbindung mit der Unternehmensvision
thematisiert. Wie eine Bruchlinie zieht sich die Abgrenzung zwischen
Projektzielen, eifrig geplant, operationalisiert, gnadenlos verfolgt
und mehr oder weniger erreicht - und der eigentlichen Vision des
Unternehmens. Die zentrale Frage für Eva Barbara Graber lautet
also: Trägt eine Kopplung der strategischen Projektziele an
die Unternehmensvision zu einem (größeren) Projekterfolg
bei?
SERIE
Teil
2
Management Training mit Nasruddin
Matthias Varga von Kibéd
Auch im zweiten Teil der Serie hält uns
Mullah Nasruddin, der Konstruktivist aus dem Morgenland, einen Spiegel
vor und ermöglicht so auf humorvolle Weise ein Reflektieren
unseres täglichen Denkens und Handelns. In den folgenden Geschichten
geht es vor allem um die Sensibilität für verschiedene
Kontexte - und deren Wichtigkeit für Entscheidungsprozesse
im Management.
WISSENSDATENBANK
Lessons
Learned
Immer wieder Neuland: Auf dem Weg von
der Ausbildung zur Prozessbegleitung
Mechthild Rotter und Klaus Wittig
Parallel zur Ausbildung eine Prozessbegleitung
in einem Industriebetrieb mit rund 800 Mitarbeitern durchzuführen,
bei der gleichzeitig eine für Österreich neuartige Dienstleistung
eingeführt wird, stellt eine Herausforderung dar. Dabei sind
die Chancen, Neues zu lernen wie bunte Frühlingsblumen längs
des Weges verstreut (die Fettnäpfchen allerdings auch). Die
Lernerfahrungen sind es jedenfalls wert, dass wir sie mit anderen
teilen.
Best
Practices
Systemisch-konstruktivistisches Führen
von Mitarbeitergesprächen
Mitarbeitergespräche gehören im modernen
Führungsalltag heute schon ganz einfach "dazu". Dabei
geht es im Idealfall (aus systemisch-konstruktivistischer Sicht)
um einen Rück- und einen Ausblick - also darum, unterschiedliche
Wirklichkeitskonstruktionen über die vergangenen Aktivitäten
des Mitarbeiters und der Führungskraft und deren subjektive
Bewertung aus Sicht des jeweils anderen zu reflektieren und gemeinsam
zu überlegen, auf welcher Grundlage idealerweise das nächste
gemeinsame Jahr basieren könnte. Im schlimmsten Fall (natürlich
wieder nur aus systemisch-konstruktivistischer Sicht) besteht das
Mitarbeitergespräch aus einer Ziel-"Vereinbarung"
und einer Beurteilung des Mitarbeiters durch die Führungskraft.
Business
Trends
Work-Life Balance
Viele Menschen erleben ein Spannungsverhältnis
zwischen dem Berufs- und dem Privatleben. Was aber kann jeder Einzelne
beziehungsweise das Unternehmen für eine ausgeglichenere Lebens-Balance
tun? Und - warum sind Arbeit und Leben ein Gegensatz, den man im
Gleichgewicht halten muss? Wir haben ExpertInnen um ihren Trendbericht
gebeten.
Tools
Alles reteaming?
Wilhem Geisbauer
Die traditionelle Herangehensweise zur Bearbeitung
zwischenmenschlicher Probleme beruht auf der Vorstellung, man müsse
diese zuerst genau aufzeichnen und analysieren, bevor man sie lösen
könne. Dabei entstehen oft unvermeidlich Schuldzuweisungen
und Rechtfertigungen der Betroffenen, die zu einer Atmosphäre
führen, in der Zusammenarbeit erstickt, Kreativität beeinträchtigt
und die Motivation gestört wird. reteaming® hingegen schafft
einen Bezugsrahmen radikaler Zukunfts- und Lösungsorientierung,
der menschliche Systeme anregt, die gewünschten Veränderungen
ohne Problemanalyse zustande zu bringen. Wilhem Geisbauer beschreibt
praxisorientiert diese Methode.
UNTERNEHMENSPRAXIS
From
Leaders to Leaders
Mit engagierten Mitarbeitern die Zukunft
gestalten
im Gespräch mit Martin Essl
Martin Essl, Vorsitzender des Vorstandes der
bauMax-Gruppe, folgt dem Führungsgrundsatz Erfolge gemeinsam
zu feiern und Misserfolge als Lernschritte zu nutzen. Die Arbeit
vergleicht er mit einem Marathonlauf: Man muss einen ersten Schritt
setzen - und darf dann die Orientierung nicht verlieren.
Know
How
Der Weg ist das Ziel
Günter Spieles
Vermehre die Möglichkeiten und eröffne
neue Sichtweisen; ermögliche neue Erfahrungen und Irritationen
- und konstruiere somit die Wirklichkeit neu. Denn jede neue Sichtweise
und jeder neue Blickwinkel kann Veränderungen hervorrufen.
Das was scheinbar richtig war und so sein musste, wie es bislang
immer gehandhabt wurde, kann - in neuem Lichte betrachtet - auch
ganz anders funktionieren. Diese systemischen Leitsätze waren
die Grundlage für die Einleitung eines Entwicklungsprozesses
zur Qualitätssicherung und zum Qualitätsmanagement in
einem Altenheim. Günter Spieles beschreibt einige Aspekte und
Merkmale der praktischen Durchführung.
Readers
Pages
Lehren ist unmöglich - lernen
geschieht autonom
Heidemarie Neumann-Wirsig
Lehrende wissen aus ihrer täglichen Erfahrung,
dass es nicht genügt, etwas zu sagen, um Informationen zu vermitteln.
Zwanzig Ohrenpaare nehmen zwanzig verschiedene Varianten des Gesagten
wahr, weil jeder Mensch das Gehörte ebenso wie das Gesehene
und Erlebte in der ihm eigenen Weise verarbeitet. Wie aber ist unter
diesen Voraussetzungen konstruktives Lehren und Lernen möglich?
Heidemarie Neumann-Wirsig schildert die systemisch- konstruktivistischen
Grundlagen für ein kreatives Lehr-Lern-System.
PORTRAIT
Im
Portrait: Art Kleiner
Interview
Am besten kann er seiner Meinung nach zuhören,
schreiben und reden - und vergleicht seine Tätigkeiten mit
dem Kreislauf des Ein- und Ausatmens: Er ist Autor, Herausgeber,
Ghostwriter, Trainer und Experte für Szenariotechnik. Gemeinsam
mit George Roth entwickelte er die so genannte "Learning History".
In seinem aktuellen Buchprojekt mit dem Titel "The Core Group"
nimmt Art Kleiner u.a. das Kernprofil von Unternehmen genauer unter
die Lupe.
SERVICE
www.tipps
Konflikte gibt es überall - so auch am Arbeitsplatz.
Während jedoch private Konflikte fast ausschließlich
die beteiligten Personen betreffen, sind die Auswirkungen bei Konflikten
am Arbeitsplatz meist nicht mehr so klar abzugrenzen. Sie ziehen
oft rasch weite Kreise und zeigen auch Auswirkungen auf die Arbeitsleistung
der Beteiligten und des gesamten Teams. Darüber hinaus können
Konflikte am Arbeitsplatz auch zu einem sehr heiklen Punkt werden
- etwa dann, wenn es um Streitigkeiten mit dem Vorgesetzten geht,
und das Unternehmen droht, als Arbeitgeber in Verruf zu geraten.
In solchen Konfliktsituationen hilft meist Mediation - ein Verfahren
zur Vermittlung in Konflikten, bei dem die Konfliktpartner außergerichtlich
an einer Lösung arbeiten, die für alle Beteiligten passt
und von diesen gewollt ist. Wir haben dazu online einige praxisorientierte
Informationen gefunden, die wir Ihnen vorstellen möchten.
-
Übersicht über Begriffe, Abläufe,
Tools und Bücher zum Thema Mediation
-
Bücher, Bücher, Bücher...
-
Vorgehensweisen in der Mediation
-
Mediation am Arbeitsplatz
-
Transformative Konfliktlösung
- Grundsätzliches kurz zusammengefasst
Bücher-Tipps
-
Joka, H.:
Führungskräfte Handbuch Springer Verlag
-
Graber, E.:
Projekterfolg durch Rückbindung an die Unternehmensvision
Schäffer Poeschl Verlag
-
Jackson, P. und McKergow´, M.:
The Solution Focus - The Simple way to positive change nb Nicholas
Brealey Publishers
- Bieger, T. und Bickhoff, N.:
Zukünftige Geschäftsmodelle Springer Verlag
Wir würden uns freuen, Sie als LeserIn der
Zeitschrift begrüßen zu dürfen!
Nutzen Sie die neue Zeitschrift aber auch als Plattform für
Ihre Meinung - und als Ideengeber für Ihre aktiven Beiträge
zum zukünftigen Erfolg von Management & Unternehmen!
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