LO 53 - Januar / Februar :: Erscheint am 15. Januar 2010

 

Ihr persönlicher Nutzen dieser Ausgabe

- Wie Sie aus gewohnten Denkbahnen ausbrechen

- Wann Sie überraschend neue Lösungen brauchen

- Welche Stolpersteine Sie dafür aus dem Weg räumen müssen

u.v.m.

Im Brennpunkt

Sonja Radatz
Tun Sie etwas anderes! Gut. Schön. Wie? Wenn es so leicht wäre!

Da steht er nun vor einem, der gute Vorsatz: „Ich werde das ab sofort ganz anders angehen.“ Und egal ob es sich dabei um die Veränderung des eigenen Lebens, um die ultimativ neue Herangehensweise an typische Herausforderungen, um das Neudenken von Führung und Management oder um die dringend notwendige aktive Gestaltung einer anstehenden Situation handelt: Immer erscheint uns in diesem Moment das „Andere“ als riesengroßer, schier unüberwindbarer Berg, der S-O-F-O-R-T bewältigt werden sollte. Mit aller Konsequenz. Und erfolgreich. Denn wenn nicht sofort erfolgreich, dann würde uns das so mutlos machen, dass wir nicht nur den Rückweg antreten, sondern sogar einfach zurück“fallen“ würden in das ungeliebte Einerlei des Alltäglichen. Sisyphos lässt grüßen…
In ihrem Artikel setzt Sonja Radatz dort an, wo wir alle wissen: Ja, das kennen wir. Sie schildert darin aber nicht nur die von ihr am häufigsten erlebten Fallen, in die wir tappen, wenn wir „etwas anderes tun“ wollen, sondern auch hilfreiche Vermeidungsstrategien bzw. Auswege aus ihrem Methoden-Repertoire, das sie in ihren Management-Coachings und Leadership-Weiterbildungen anwendet.

(Bestellung des Einzelartikels...)

Coverstory

Roland Graf
Folklore in der Führungsetage? Zwänge und Notwendigkeiten auf dem Weg zur Erneuerung

Erneuerung in der Organisation ist niemals ein „Nice to have“, sondern die Voraussetzung, um in einem sich ständig wandelnden Umfeld zu überleben. In einem Umfeld, das von jedem von uns gestaltet wird, die wir uns gerne als „die Verkörperung von Weiterentwicklung“ bezeichnen (oder möchte jemand gerne von sich behaupten, stehen geblieben zu sein?). Roland Graf wirft in diesem Kontext einen scharfen Blick auf die Zwänge und Notwendigkeiten für Erneuerung im Unternehmen – aus drei verschiedenen Perspektiven: der Perspektive der Führung, der Perspektive der Kunden und der Perspektive der Mitarbeiter. Die pragmatischen Antworten, die er dabei findet, können unmittelbar in jeder Organisation umgesetzt werden.

(Bestellung des Einzelartikels...)

Nach-Gedacht

Matthias K. Hettl
Von lauter Trotteln umgeben

Die Mitarbeiter haben wieder mal alles falsch gemacht. Termin nicht eingehalten und die Anweisungen des Chefs nicht wirklich befolgt. „Bin ich denn von lauter Trotteln umgeben?“ fragt sich da so mancher Vorgesetzte. Nur: Wer ist wirklich der Trottel? Wenn Mitarbeiter nicht leisten was sie sollen, ist oftmals die Führungskraft gefragt, den eigenen Führungsstil zu überdenken.

(Bestellung des Einzelartikels...)

Theorie und Praxis

Fritz Simon
Erfolgsmuster von Mehr-Generationen-Familienunternehmen: Wenn etwas funktioniert, tue mehr desselben!

Bei Familienunternehmen wird das Kapital von einer Familie gehalten. Das ist der Unterschied zu Publikumsgesellschaften – ein Unterschied, der weit reichende Folgen hat.
Seit Marx redet jedermann vom Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit. Das scheint die zentrale Konfliktlinie in unserem Wirtschaftssystem zu sein: Auf der einen Seite gibt es das Kapital und das Interesse der Kapitalisten, auf der anderen Seite gibt es die Leute, die die Arbeit machen. Es wird etwas erwirtschaftet und die Streitfrage ist: Wie wird es verteilt? Es entstehen rasch zwei Parteien mit einem klaren Interessenskonflikt. Langfristig erfolgreiche Familienunternehmen schaffen es, diesen Widerspruch aufzuheben, indem sie dem Überleben des Unternehmens als gemeinsamem Mittel zu den unterschiedlichen Zwecken absoluten Vorrang geben.
Wie das passiert und was das im Detail bedeutet, beschreibt Fritz B. Simon in seinem Artikel.

(Bestellung des Einzelartikels...)

Draußen in der Praxis

Georg Kraus
Angst vor Innovation?

Viele Manager sind „Zahlenmenschen“ und haben als solche Angst vor Innovationen. Denn deren Erfolg lässt sich nur bedingt vorhersagen und schon gar nicht berechnen, meint Georg Kraus, Inhaber der Changemanagement-Beratung Dr. Kraus & Partner, Bruchsal. Er fordert von Managern mehr Mut, neue Wege zu beschreiten.

(Bestellung des Einzelartikels...)

Draußen in der Praxis

Johann Scholten
Strategiewechsel: In 5 Schritten die Weichen im Betrieb neu stellen

Krisenzeiten wirken wie schnelle Brüter. In ihnen reifen strategische Entscheidungen schneller als in normalen Zeiten. Denn wenn zum Bei-spiel die Aufträge wegbrechen, dann ist meist für alle Beteiligten klar: Es muss etwas geschehen, sonst ... Trotzdem sollten auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wegweisende Entscheidungen mit Bedacht getroffen werden. Sonst schlittern Unternehmen noch weiter in die Krise.

(Bestellung des Einzelartikels...)

 

Von A - Z

Sonja Radatz
Das 1 x 12 des Anders-Bleibens

Nicht lediglich etwas anderes tun, sondern auch „anders bleiben“: Das ist die Voraussetzung, um nicht nur Veränderung, sondern auch nachhaltige Veränderung zu erzielen. Sonja Radatz hat für dieses „anders bleiben“ 12 Faktoren extrahiert, die ihrer Erfahrung nach dazu beitragen, nicht Funktionierendes im eigenen Umfeld laufend zu orten und durch anderes Verhalten zu ersetzen.

(Bestellung des Einzelartikels...)

 

Tools

Katalin Hankovsky
Schön war’s / Schön wär’s!

Gerne zitieren wir Goethe, wenn’s um Veränderungen geht: „Wünsche sind Vorboten von Fähigkeiten“. Der Satz legt ein erhöhtes Interesse an detaillierte Wunschvorstellungen von Teammitgliedern nahe: wie sie nach erfolgter Veränderung handeln möchten, wie sie auf Herausforderungen reagieren, die geplante Aufgabe meistern möchten.
Die Methode „Schön war’s / Schön wär’s“, die im Weiterbildungsforum Basel entstand, lädt einerseits zum Auswählen von Erfolgsmomenten, andererseits zum mentalen Experimentieren ein. Sie ist nützlich, wenn der Wunsch besteht, Teammitgliedern die Zieltätigkeit zu erleichtern – ob es um Führen, Verkaufen, miteinander Kooperieren oder auch Strategie umsetzen geht. Mit dieser Form nutzen Sie die Kraft von individuell angepassten Vorhersagen.

(Bestellung des Einzelartikels...)

 

Kolumne

Paul Z. Jackson
Sei spontan!

Am allermeisten lernen wir sicherlich in der Interaktion mit anderen. Und die besten Führungskräfte, die ich kenne, lernen praktisch „im Stehen und Gehen“: Indem sie mit ihren Mitarbeitern in steter Interaktion stehen, passen sie sich kontinuierlich an neue Gegebenheiten an.

(Bestellung des Einzelartikels...)

 

 

SERVICE

Bücher-Tipps der LO 53 - Jan. / Feb. 2010
rezensiert von Sonja Radatz

Lass die Mitarbeiter surfen gehen!
Die Erfolgsgeschichte eines eigenwilligen Unternehmens

Yves Chouinard
Lass die Mitarbeiter surfen gehen!
333 Seiten
Redline Verlag
ISBN: 978-3-86881-051-6
€ 24,90

Kann man einfach nur klettern und surfen wollen und trotzdem heute ein Multi-Millionen-Dollar-Unternehmen leiten? Kann man wider alle Management-Regeln rein mit so etwas wie „gesundem Menschenverstand“ ein Unternehmen zum Erfolg führen? Kann man Innovation mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz verbinden? Ja, ja und nochmals ja. Man kann. Oder besser: Yvon Chouinard konnte und kann.
In diesem Buch schildert er seine ungewöhnliche Lebensgeschichte und die Erfolgsgeschichte seines Unternehmens Patagonia, das Kleidungsstücke recycelt – aber mit dieser Beschreibung wäre dem Konzept des Unternehmens lange nicht Genüge getan. Ein faszinierendes Buch über einen faszinierenden Menschen, der mit faszinierenden Gedanken jeden Tag „etwas anderes“ tut.

 

 

Seit wann haben Sie das?
Grundlinien eines Emotionalen Konstruktivismus

Rolf Arnold
Seit wann haben Sie das?
231 Seiten
Carl-Auer Verlag
ISBN: 978-3-89670-711-6
€ 24,95

Sachzwänge? Beschränkungen durch die Umwelt? Leider keine Möglichkeit gesehen? Von wegen. Die Wirklichkeit entsteht in uns – und Rolf Arnold beschreibt in anregender Weise, wie wir uns diese Wirklichkeit, in der wir leben, emotional selbst konstruieren.
Dabei – so Arnold – denken und handeln wir so, wie uns unsere Gefühle gewachsen sind; und „fühlen“ uns Personen, Beziehungen und Situationen stets „zurecht“.
Das Buch ist nicht nur ein unterhaltsamer und fundierter Begleiter auf der Reise zu sich selbst, sondern gibt auch Anleitung, um das eigene Fühlen und Handeln so zu verändern, dass wir damit die Situationen verändern können, mit denen wir es täglich zu tun haben.

 

Der Igel-Faktor
Erfolgreiche Neukundengewinnung im Internet

Thomas Kilian
Der Igel-Faktor
252 Seiten
Business Village Verlag
ISBN: 978-3-938358-86-3
€ 19,80

Unprätentiös. Anders. Unterhaltsam. Praxisorientiert.
Darf ein Buch über Neukundengewinnung all diese Prädikate verdienen? Es darf. Hier erfahren Sie nicht nur inhaltlich „Anderes“, sondern auch in der Aufbereitung. Der Autor schildert darin seine eigenen Erfahrungen in der professionellen Online-Positionierung, oder, wie er es ausdrückt, „wie Sie im virtuellen Steckrübenfeld gefunden werden“.
Wer das Buch liest, kommt gleich ins Tun, fast wie von selbst – und das ist doch ein schöner Ausgangspunkt für viele Erfolgsmomente.

 

Anleitung zum Uninnovativsein
 

Carsten Deckert
Anleitung zum Uninnovativsein
122 Seiten
Books on Demand http://www.bod.de
ISBN: 978-3-839-100936
€ 9,90

Unternehmen müssen innovativ sein. Unternehmen müssen innovativ sein. Unternehmen müssen innovativ sein. Haben wir diesen Satz nicht schon zu oft gehört?
Carsten Deckert bricht bewusst mit dieser Management-Regel und präsentiert in amüsanter und ironischer Art in Anlehnung an Watzlawicks „Anleitung zum Unglücklichsein“ fünf Grundgesetze zum „Uninnovativsein“. Der Leser wird darüber hinaus an vielen Stellen aufgefordert, das eigene (Unternehmens-) Verhalten zum Thema Innovation und Kreativität auf den Prüfstand zu stellen.

zurück