LO 43 - Mai/Juni

 

Ihr persönlicher Nutzen dieser Ausgabe

- Wie Sie Ihren Strategieprozess erfolgreich umsetzten
- Erleben Sie Strategiearbeit ohne Blockaden
- Einblicke in bereits durchgeführte Prozesse
u.v.m.

 

Im Brennpunkt

Drei Erfolgsfaktoren zur Strategiearbeit auf mittlerer Ebene
Sylvia de Vries

Positiv ist, wenn eine Strategie entwickelt wird. Tragisch hingegen, wenn diese dann auf der mittleren Ebene „verendet“. Und der Tragödien gibt es in diesem Bereich viele – denn trotz vielfältiger Kommunikations-Maßnahmen werden die meisten Strategien letztendlich nicht in „neue“ Handlungen umgesetzt. Sylvia de Vries beschreibt in diesem Artikel Erfolgsfaktoren für das Gelingen von Strategiearbeit in der Praxis.

 

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Coverstory

Der Strategieprozess vom anderen Stern
Sonja Radatz

Strategieprozesse scheitern oft; allzu oft. Oder sie werden gleich von Beginn an externe Berater delegiert. Und scheitern dann nicht selten an der Praxis. Sie werden von monate- und jahrelangen Analysen begleitet, in Tausenden Workshops „umgesetzt“ und mit einem Kopfschütteln der Belegschaft bedacht, die damit nichts zu tun haben möchte. Sonja Radatz skizziert in diesem Artikel den von ihr entwickelten Strategieprozess. Einen Strategieprozess, der von Klarheit, Transparenz und Commitment gekennzeichnet ist.

 

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Nach-Gedacht

You´ve got mail
Oliver Bartels

Die Kommunikation mittels E-Mails hat die Kommunikation innerhalb der Organisation und auch die Kommunikation der Organisation nach außen revolutioniert. Aber das wird kaum oder nie bewusst strategisch berücksichtigt bzw. sogar geplant. In diesem Artikel lädt Oliver Bartels zur Reflexion ein: Er beschreibt, warum es aus seiner Sicht einer strategischen Planung der E-Mail-Kommunikation in Unternehmen braucht und was diese vom „bloßen Ausreizen des technisch Möglichen“ unterscheidet.


 

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Theorie und Praxis

Wirtschaftsbionik: Die Natur zum Vorbild nehmen
Gudrun Happich

Wirtschaftsbionik – so lautet ein neuer Trend in Managementliteratur und -beratung. Kerngedanke ist das Lernen von biologischen Systemen für das soziale System Unternehmen. Doch was bei technischen Neuerungen ohne weiteres funktioniert, stellt in Organisationen eine große Herausforderung dar. Kann die Natur tatsächlich als Vorbild fungieren, wenn es um sinnvolle Veränderungen in Führung, Prozessen oder ganzer Unternehmen geht? Ja, sagt Biologin und Coach Gudrun Happich – aber anders als bislang gedacht.


 

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Draußen in der Praxis I

Social Entrepreneurship
Andreas Philipp

Die aktuellen Entlassungen und Umstrukturierungen bei Airbus und der Telekom haben die Diskussion über die gesellschaftliche Verantwortung von Großunternehmen erneut aufflammen lassen. Wie viel soziales Unternehmertum braucht das Land, wie viel soziale Verantwortung können sich Unternehmen in einer globalisierten Welt leisten? Der Ruf nach Social Entrepreneurs – Unternehmer, die bewusst nicht nur Gewinn maximierend, sondern gesellschaftsverantwortlich tätig sind – wird immer lauter. Es scheint an der Zeit zu sein, dass wir auf mehreren Ebenen umdenken: Unternehmensleitungen, das Management und nicht zuletzt jeder selbst sind aufgefordert, gesellschaftliche Verantwortung als Teil des eigenen Handelns zu verinnerlichen. Social Entrepreneurship als Verinnerlichung gesellschaftlicher Verantwortung als Teil des eigenen Handelns: In diesem Interview beschreibt Andreas Philipp, worum es geht.


 

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Draußen in der Praxis II

Strategische Inszenierung mit Hertz Automobilvermietung
Hans Geißlinger und Stefan Raab

Strategieentwicklung als strategische Inszenierung, an der die Beteiligten mit Leichtigkeit, Neugier und Spaß teilnehmen und ganz andere Möglichkeiten entstehen lassen? Das erscheint auf den ersten Blick ungewöhnlich; sehr ungewöhnlich sogar. Hans Geißlinger und Stefan Raab wagten sich mit der Inszenierung der „argentinisch-mexikanischen Hasenjagd“ erfolgreich an dieses Neuland heran.

 

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Von A - Z

12 Angelpunkte der erfolgreichen Strategieentwicklung und –umsetzung
Sonja Radatz

Strategieentwicklung und -umsetzung ist ein zentrales Management-Thema: In der Unternehmensleitung, aber auch im mittleren Management. Sonja Radatz hat – ausgehend von ihrem theoretischen Grundverständnis – aus ihrer Praxis der Begleitung von Unternehmen im Strategieprozess heraus 12 Angelpunkte definiert, die über den Erfolg der Strategieentwicklung und -umsetzung entscheiden!


 

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Tools

Managementaufgabe Strategieentwicklung
Heinz K. Stahl

In vier Schritten beschreibt der Autor eine Vorgehensweise, welche sich bei der Strategieentwicklung in „aufgeklärten“ Unternehmen als nützlich erwiesen hat.

 

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Kolumne

Krieger kriegen’s nicht besser hin
Roland Graf

In seinem spritzigen und humorvollen Artikel spannt der Autor einen Bogen von Samurais und Sinnsprüchen zur Lernenden Organisation.


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SERVICE

Bücher-Tipps der LO 43 - Mai/ Juni
rezensiert von Sonja Radatz

Re-imagine!
Spitzenleistungen in chaotischen Zeiten
Strategieentwicklung

Tom Peters
Re-imagine!
349 Seiten
GABAL Management Verlag
ISBN: 978-3-89749-726-9
€ 41,10

Mit zwei provokanten Zitaten startet dieses Buch: „Nur die Ungewissheit ist sicher.“ (Anthony Muh, Citigroup, Head of Investment in Asia) und „Wenn Sie sich schon nicht mit Veränderungen anfreunden können, so wird Ihnen der Absturz in die Bedeutungslosigkeit noch weniger schmecken.“ (General Eric Shinseki, Chief of Staff, US Army).
Tom Peters kennt jeder. Und zugegeben: Ein Blick in dieses Buch überwältigt uns aufgrund der Schlagzeilen, Anmerkungen, Bilder, Headlines… und gleichzeitig reicht auch ein Blick hinein, um uns aus der Welt der Mittelmäßigkeit, die wir täglich wiederholen, herauszukatapultieren und einen Schritt in das neue Unbekannte zu wagen. Das neue Unbekannte, das wir ohnehin jeden Tag vor uns haben, auch wenn wir die Augen noch so beharrlich davor schließen. Das Buch macht unternehmungs-lustig und läd uns zumindest auf das gedankliche Experiment ein, den Laden, den wir täglich betreten, nochmals ganz neu zu erfinden.
 Es versteht sich von selbst, dass das in Ihrem Unternehmen in der Praxis nicht umzusetzen ist. Aber dann bestünde immer noch die Möglichkeit, den Laden zu wechseln.

 

 

Die heiligen Kühe und die Wölfe des Wandels
Warum wir ohne kulturelle Kompetenz nicht mit Veränderungen klar kommen
Change Management & Organisationsberatung
 

Elke Schlehuber und Rainer Molzahn
Die heiligen Kühe und die Wölfe des Wandels

418 Seiten
GABAL Management Verlag
ISBN: 978-3-89749-666-8
€ 30,80

Gleich mal vorweg: Durchgängigkeit erleben wir hier nicht. Wer eine sehr konstruktivistische Aussage entdeckt, wird unmittelbar danach damit onfrontiert, dass diese Aussage aus der linken Gehirnhälfte kommt. Und im Literaturverzeichnis tummeln sich Gregory Bateson neben Carl Gustav Jung, Paul Vaihinger neben Friedrich Glasl, und… die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
Dennoch sei dieses Buch hier beschrieben als eines, das unser Denken in Frage stellen, uns vielleicht vorhandene blinde Flecken verdeutlichen will.
Worum geht es konkret? Um die aus Sicht der Autoren von den „Wölfen der Globalisierung“ geforderte Innovationskraft, die immer und immer wieder von den „heiligen Kühen“ in der Organisation gebremst wird. Ein Thema, das durchaus Brisanz hat. Querlesen hilft hier, für sich wesentliche Momente herauszuarbeiten.

 

Strategieentwicklung für die Praxis
Kunde – Leistung – Ergebnis
Strategieentwicklung

Roman Stöger
Strategieentwicklung für die Praxis
292 Seiten
Schäffer-Poeschel Verlag
ISBN: 978-3-7910-2689-3
€ 41,10

Schade. Ein Buch, das das Bestehende einzementiert und fortschreibt. In zweierlei Hinsicht: Einerseits, weil es genau das beschreibt, was ohnehin in Tausenden Unternehmen schon getan wird. Und zweitens, weil es auch inhaltlich „das Bestehende einzementiert“: Wenn aus der Gegenwart heraus die Zukunft definiert wird, dann wurde hier eine wesentliche Chance verpasst, etwas grundlegend Neues zu tun. Dann erfolgen Anpassungen im System, und es entsteht keine Veränderung des Systems. Zugegeben, „mehr Produktivität“ oder eine „höhere Kostenorientierung“ können auch Erfolg bringen. Aber die Frage, die ich mir während des Lesens des gesamten Buches stellte, war: Wofür? Wofür soll die Stoßrichtung Erfolg bringen? Und genau für diesen sehr freimütigen Blick in die Zukunft, für die strategische Gestaltung, haben Malik & Co. in diesem Buch leider wieder einmal nichts übrig. Brav wird hier aus der Gegenwart die Zukunft entwickelt und dann wieder in die Gegenwart zurückgespielt. Und dabei viel Zeit mit der Analyse des Ist-Zustands verbracht – die dann dafür sicher ordentlich ausfällt. Wie war das nochmals mit der Digital-Waage, welche die Abweichungen lediglich genauer misst als die analoge? Und wie war das nochmals mit dem ketzerischen Ausspruch, dass eine erfolgreiche Zukunft angeblich nichts mit der Wahrnehmung von Vergangenheit und Gegenwartzu tun haben soll?

 

Pfadabhängigkeit im Management
Wie Führungsinstrumente zur Entscheidungs- und Innovationsunfähigkeit des Managements beitragen
Führung und Leadership

Frank E.P. Dievernich
Pfadabhängigkeit im Management
160 Seiten
Kohlhammer Verlag
ISBN: 978-3-17-019608-7
€ 28,80

Warum tun Unternehmen ständig Dinge, die kontraproduktiv sind? Warum verfolgen sie bestimmte Themen, die immer weiter dafür sorgen, dass noch mehr Kontraproduktivität entsteht? Die von Frank Dievernich in diesem Buch mit zahlreichen Beispielen beschriebene Theorie der Pfadabhängigkeit bietet die theoretische Grundlage, um Prozesse und Resultate der Organisation und des Organisierens zu erklären, die mit den herkömmlichen Erklärungsansätzen nur unzureichend beschrieben werden können. Er versucht in diesem Buch aufzuzeigen, wie trotz vorhandener, vermeintlich besserer Alternativen die Organisation weiter einen ineffizienten Weg beschreitet. Dabei nimmt er sich Dreh- und Angelpunkte vor, die jedem Manager bekannt sind: Wissens- und Kompetenzmanagement, Best Practice-Lernen, Benchmarks, Personalentwicklungs- und Führungsinstrumente wie das Zielvereinbarungsgespräch und die Mitarbeiterbefragung, das „Mission Statement“, das Thema Monitoring (Arbeiten mit Kennzahlen) oder den Management-Planungsprozess. Ein paradoxes Buch – ja. Aber/ und es regt zum Nachdenken an.

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