LO 42 - März/April

 

Ihr persönlicher Nutzen dieser Ausgabe

- Neue und innovative Methoden im Training kennen lernen
- Die Bedeutung von Lehren und Lernen
- Auf was Sie bei Inhouse-Trainings Wert legen müssen
u.v.m.

 

Im Brennpunkt

Erlebte Erfolgsfaktoren in Inhouse-Training
Sonja Radatz

Können wir uns heute und morgen noch leisten, dass Trainings „schlecht laufen“? (Ach ja: Konnten wir uns das gestern leisten?) Und um noch viel tiefer und nachhaltiger in die Kerbe zu schlagen: Was müssen wir tun, um das Maximale aus Trainings herauszuholen?
Sonja Radatz geht in ihrem Artikel davon aus, dass der Erfolg von Trainings zu einem großen Teil gestaltbar ist und schildert Faktoren, die das Erfolgspotential von Trainings nachhaltig steigern. Mit einigem Aufwand natürlich. Aber schließlich gilt ja gerade für diesen Markt: Etwas Billigeres können wir uns nicht leisten.


 

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Coverstory

Lernen ohne zu lehren
Katalin Hankovszky  und Peter Szabó

Was passiert, wenn der Trainer konsequent und durchgängig die Expertenrolle seinen Teilnehmenden lässt und „nur noch“ dafür sorgt, dass für die Teilnehmenden optimale Lernprozesse stattfinden? Oder anders gefragt: Wie können wir ein Lernen ohne zu lehren implementieren?

Katalin Hankovsky und Peter Szabo gehen in ihrem Artikel dieser Frage in Form eines Dialogs nach. Sie überlassen es dabei uns Lesern, die passenden Schlüsse daraus zu ziehen und daraus das in unserer Praxis zu etablieren, was uns relevant erscheint.


 

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Nach-Gedacht

Warum jeder sich selbst der beste Trainer ist
David Schmaltz

Was können wir aus Trainings und Büchern lernen? Nichts, meint David Schmaltz lapidar. Denn jeder von uns ist sein eigener bester Lehrmeister, wenn es darum geht, persönlichen Wandel zu erleben und profund zu lernen. Warum er das so sieht und wie wir den persönlichen Wandel selbst meistern können, beschreibt er in diesem Artikel.


 

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Theorie und Praxis

Der Dialog: Kollektives Denken als Trainingsinstrument
Eelco de Geus

Manchmal stoßen Seminarleiter in heiklen Trainingssituationen an ihre Grenzen: Vor allem dann, wenn es in internen Trainings um die Komponente der Weiterentwicklung als Seminargruppe geht, wenn – am Rande oder mit als Kernprogramm eines Trainings– gemeinsam über wichtige Themen nachgedacht und Antworten gefunden werden oder oft nur latent bestehende Konflikte angesprochen werden sollen. In solchen und vielen anderen Situationen eignet sich der Dialog als erfolgreiches Instrument, in dem die Teilnehmer im gesicherten Rahmen auch Themen ansprechen, die heikel sind und normalerweise eher vermieden werden. Eelco de Geus stellt in seinem Artikel dieses Werkzeug vor und beschreibt dessen Anwendung auf Trainingssituationen aus seiner Praxis heraus.


 

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Draußen in der Praxis I

Training im Trend?
Christine Wirl

Was konnte Training in der Vergangenheit? Was kann es heute? Was könnte es in Zukunft können? Christine Wirl, Herausgeberin der Zeitschrift Training, wagt an dieser Stelle einen persönlichen Blick zurück und vorwärts. Eine interessante Bestandsaufnahme.


 

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Draußen in der Praxis II

Training des Trainings!
Josef Oberneder

Was heißt „erfolgreiches“ Training in der Praxis? Welchen Herausforderungen muss sich – vor allem internes – Training heute und morgen stellen, um mit der wachsenden Dynamik und Schnelligkeit Schritt zu halten? Und welche Schlussfolgerungen können wir daraus für die Praxis treffen?

Josef Oberneder setzt sich in seinem Artikel mit dem Spiel der Unordnung und der Nichtsteuerung auseinander – mit der Grundlage für die „Trainings“ von morgen und beschreibt auf diesem Weg zehn Aspekte, die ihm bemerkenswert erscheinen.


 

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Von A - Z

Das 1 x 12 der Leadership Development-Formate
Sonja Radatz

Ein Leadership Development Programm ist ein Leadership Development Programm ist ein Leadership Development Programm. Oder etwa nicht? Nun – vielleicht war das früher so. Sonja Radatz stellt in diesem Artikel 12 von ihr entwickelte und an der Praxis erprobte Leadership Development-Formate vor, die uns eine Idee davon geben, was in diesem Bereich alles möglich ist. Und unsere Phantasie anregen, weiter zu denken, zu kombinieren und zu experimentieren. Lassen Sie sich grundlegend inspirieren!


 

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Tools

Ritualarbeit
Michael Rinke

Rituale beschreibt der Autor als aneinander gereihte Verhaltensmuster, die wir im Laufe unseres Lebens konstruiert haben, um z.B. wiederkehrende Situationen schneller zu meistern. Nicht immer wird jedoch dieser gewünschte Effekt gleichermaßen erreicht oder es gibt wie z.B. beim Rauchen „unerwünschte Nebenwirkungen“. Dieses Tool hat zum Ziel, typische Rituale im beruflichen wie privaten Alltag zu erkennen und diese Konstrukte in Eigenregie zu nutzen und zu verändern.
 

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Kolumne

Was tun, wenn die Zeit für Weiterbildung fehlt?
Dick Axelrod

Kürzlich bat mich eine Kundin, einen Workshop über die „Schaffung von Engagement und Selbstverantwortung im Führungskontext“ für ihr Unternehmen zusammen zu stellen. Als ich ihr den groben Ablaufvorschlag präsentierte, meinte sie, „Das ist toll, aber für uns zu anspruchsvoll. Die Beteiligten würden sich bei uns darüber beschweren, dass sie gar nicht die Zeit dafür haben, das im Workshop Erarbeitete in der Praxis umzusetzen. Sie wissen doch, unter welchen knappen Zeitbedingungen wir hier arbeiten.“
Und wie es trotzdem funktionierte erfahren Sie in dieser 2-seitigen Kolumne.


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SERVICE

Bücher-Tipps der LO 42 - März/ April
rezensiert von Sonja Radatz

SpielArt
Konzepte systemischer Supervision und Organisationsberatung
Personalentwicklung

Mohammed El Hachimi
und Liane Stephan
SpielArt

Konzepte systemischer Supervision und Organisationsberatung
jeweils ca. 30 Karten
Vandenhoeck & Ruprecht
ISBN: 978-3-525461-01-3
€ 17,40

Gleich mal vorweg: Diese Karten sind für jeden Trainer sehr praxisorientiert zu handhaben, übersichtlich aufgebaut und leicht „nachzustricken“. An Einfachheit und Struktur also nicht zu überbieten. In mehreren Mappen finden sich darin Anleitungen für typische Trainingssituationen, etwa „Beginnings und Endings“ oder „Kinästhetik und Konstruktion“.
Wie die angebotenen Übungen zur eigenen Haltung, Philosophie und Methodik passen, bleibt der Wahl des Trainers überlassen. Viele Übungen sind meiner Ansicht nach aus dem gruppendynamischen Denken abgeleitet, andere wiederum kommen aus der konstruktivistischen Ecke.
Wie bei vielen Büchern oder Anleitungen ist natürlich hier auch wieder gesagt: Kommt darauf an, wie man es anwendet. Das heißt, aus den Übungen kann alles entstehen, weil sie die Verwendung der Phantasie des Einzelnen überlassen. Und natürlich müssen sie auch an den Kontext angepasst werden: Ich kann mir nicht gut vorstellen, etwa die Übungen aus der Mappe „Kinästhetik und Konstruktion“ unmittelbar in den Leadership-Kontext zu übertragen. Wenn Sie die Übungen aber als Inspiration verwenden…

 

 

Lernen lernen – Wie stricken ohne Wolle?
13 Experten streiten über Konzepte und Modelle zur Lernmethodik
Personalentwicklung
 

Wolfgang Endres (Hrsg.)
Lernen lernen –
Wie stricken ohne Wolle?
207 Seiten
Belz Verlag
ISBN: 978-3-407-25442-9
€ 20,50

Ist die Idee, „Lernen lernen“ zu wollen, nur eine „Masche“ – ein Stricken ohne Wolle? Oder geht es dabei um mehr; vielleicht sogar um ein zentrales Modell der Weiterentwicklung? Um das Thema auf die Unternehmenswelt zu beziehen: Reicht es heute aus, zu lernen, zu lernen und wieder zu lernen – also immer wieder aufs Neue das eigene Verhalten zu verändern – oder braucht es ein Innehalten, um das Lernen zu lernen; um nicht immer wieder das Rad aufs Neue erfinden zu müssen (allein: Wer denkt schon, wenn das Projekt endlich erfolgreich zu Ende gegangen ist, daran, den zugehörigen Prozess zu evaluieren, um zu entdecken, wo noch Prozessoptimierungsmerkmale enthalten wären?). In diesem Buch geht es genau darum. Leider ist es ausschließlich auf das Thema Schule fokussiert und betrachtet die Situation sehr stark aus einer „Außerhalb der Welt-Haltung“, sodass für konstruktivistische Trainer daraus nicht sehr viel abzuleiten ist.

 

Management von Nichtwissen im Unternehmen
Führung

Andreas Zeuch (Hrsg.)
Management von Nichtwissen im Unternehmen
254 Seiten
Carl Auer Verlag
ISBN: 978-3-89670-576-1
€ 30,80

Ein provokanter Titel für ein provokantes Buch. Und auch von teilweise provokanten Autoren geschrieben. Andreas Zeuch hat geschafft, zu diesem Kontext wichtige aufmüpfige Wegbegleiter in Management und Lernen in einem Buch zusammen zu bringen. Das Ergebnis: Hier treffen sich Wissenschaftler mit praxisorientiertem Hintergrund, wie Claus-Otto Scharmer oder Harrison Owen, mit Praktikern wie dem DM-Chef Götz Werner, Klaus Kobjoll (mehrfacher Unternehmer des Jahres in Österreich) oder Walter Lindemann (Deutsche Post) zum Dialog darüber, wie sie persönlich und Organisationen im Allgemeinen mit Nichtwissen umgehen, also damit, wie Lücken im Fachwissen und Ungewissheiten, mit denen wir heute täglich umgehen müssen, bewusst im Unternehmen aufgegriffen und genutzt werden können. Damit wird „Lernen“ nochmals von einer ganz anderen Seite betrachtet und in den Fokus rückt die Frage, wie mit dem nicht Gelernten gut umgegangen werden kann; was ein Unternehmen tun kann, wenn bestimmte Dinge eben (noch) offen sind. Der Mut zur Lücke – in diesem Buch wird er institutionalisiert und zum Instrument gemacht.

 

Ich lerne, also bin ich
Eine systemisch-konstruktivistische Didaktik

Personalentwicklung

Rolf Arnold
Ich lerne, also bin ich

Eine systemisch-kontruktivistische Didaktik
236 Seiten
Carl Auer Verlag
ISBN: 978-3-89670-574-7
€ 28,80

Mit diesem Buch verabschiedet sich Rolf Arnold von herkömmlichen „Vermittlungsmodellen“ und setzt konsequent die Idee um, dass jeder Mensch anders lernt. Dabei wird der Lehrende, der bisherige „Trainer“ zu einer wichtigen Schlüsselperson, die vor allem den notwendigen Raum für das Lernen schafft und die Selbstkompetenz des Schülers stärkt. Auf diese Weise entsteht selbständiges Lernen; eigentlich selbständiges Lernen des Lernens. Denn der Lernende trägt darin die Verantwortung für seinen Lernprozess. Ein Buch, das ausgehend von den Grundlagen beschreibt, wie eine konstruktivistische Didaktik aussehen kann, wie der Inhalt des Lernprozesses entstehen kann und wie „Schulentwicklung“ im weitesten Sinne aussehen könnte. Ein bemerkenswertes Buch, das im Regal eines jeden Trainers noch gut Platz hat, um sich auch einmal mit den grundlegenden Themen zu beschäftigen.

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