LO 40 - November/Dezember

 

Lesen Sie

- das „40+“ -Phänomen,
- Seniore Knowlegde Management,
- erfolgreichen Generationendialog,
u.v.m.

Im Brennpunkt

Das „40+“-Phänomen: Ein unumgänglicher „Tatbestand“? Ein Produkt unserer Handlungen? Oder eine Chance?
Sonja Radatz

Alle sprechen darüber, aber keiner würde jemals das Fortbestehen des Phänomens an sich in Frage stellen: Die Rede ist vom „40+“-Phänomen – der Wahrnehmung, dass immer mehr „Junge“ die immer jüngeren Älteren ersetzen. Sonja Radatz wagt den Schritt und betrachtet erstmals, wie wir dieses Phänomen möglicherweise erzeugen, anstatt ausschließlich das Phänomen an sich zu bewerten. Doch selbst bei der Bewertung des Phänomens entdeckt sie ganz neue Seiten.

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Coverstory

Die jungen Alten in Unternehmen
Katharina Fischer-Ledenice

Die Lebenserwartung in unserem Wirtschaftsraum steigt laufend, auch das Pensionsantrittsalter wird nach oben verschoben. Paradoxerweise gelten gleichzeitig in vielen Unternehmen bereits Frauen ab 40 und Männer ab 45 als „alt“. Und zwar mit allen Konsequenzen, obwohl der qualifizierte Nachwuchs demographisch nicht gesichert ist. Katharina Fischer-Ledenice beleuchtet in diesem Artikel die betrieblichen Hintergründe der spezifischen Umgangsweise mit den „jungen Alten“ und skizziert aus ihrer Sicht die neuen Herausforderungen für Unternehmen.
 

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Nach-Gedacht

„Senior“ Knowledge Management: Wissen kostet.
Anja Lasofsky-Blahut

Durchgängige Karriereverläufe gehören der Vergangenheit an. Kaum jemand kann vorausplanen, in welcher Weise sich sein Erwerbsleben entwickeln wird. Gut ausgebildete Junge werden vermehrt als Ersatz für erfahrene ältere Arbeitnehmer eingesetzt. Rationalisierungsmaßnahmen stehen auf der Tagesordnung. Die Unternehmen müssen sparen und dies tun sie häufig, indem sie billig am Arbeitsmarkt einkaufen und Erfahrung und Expertise outplacen. Aber laufen die Unternehmen nicht Gefahr, hier einer Fehlkalkulation zu unterliegen? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich Anja Lasofsky-Blahut in ihrem Artikel.
 

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Theorie und Praxis

Generationendialog im Unternehmen
Bernd Schmid, Rebecca Wingels, Susanne Meyer

Sind Ältere also genauso leistungsbereit und -fähig wie die Jungen, Dynamischen, Karriereorientierten? Ja, nur anders. Und beides sollte aus Sicht der Autoren gefördert werden. Das macht den Generationendialog und seine konkreten Ausprägungen so attraktiv für die Unternehmen. Aber nicht nur das: Er spart auch eine Menge Geld. Und nutzt Ressourcen.
 

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Draußen in der Praxis I

Mentoring: Hofnarrentum auf gleicher Augenhöhe
Sabine Predinger

Mentoring bietet heute schon fast jedes Unternehmen mehr oder weniger überzeugt und überzeugend an. Die Frage, die sich Sabine Predinger bei der Betrachtung der Mentoring-Umsetzung in ihrem IT-Unternehmen stellte, lautet: Besteht vielleicht ein Zusammenhang zwischen ernsthaft betriebenen Mentoring-Beziehungen und der Problematik „40+“?
 

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Draußen in der Praxis II

Eine Annäherung an das 40+-Thema aus (m)einer Praxis
Britta Alder

Solange es uns nicht betrifft, kann es uns ja einerlei sein. Aber die Frage, die sich Britta Alder in diesem Artikel aus ihrer Praxis als Karriereentwicklerin beim AMS (Arbeitsmarktservice) stellt, ist durchaus nachdenkenswert: Wo sind sie geblieben, die noch gar nicht Alten, sondern höchstens älteren Jungen? Unverblümt spricht sie die Problematik an, die sie täglich erlebt, und beschreibt so manchen Ansatzpunkt in der Praxis.
 

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Serie Teil 1

Das FISH! ™ Phänomen Die Wiederentdeckung der Einfachheit in der HR-Mission
Steve Lundin

Das FISH-Phänomen in der Personalentwicklung: In dieser neuen Serie wendet Steve Lundin das von ihm mit begründete Bestseller-Konzept FISH!™ auf den HR-Bereich an. Das Ergebnis ist reich an Überraschungen. Im ersten Teil der Serie geht es um den Weg „back to the roots“ – um die Entdeckung der Einfachheit im HR-Bereich. Steve Lundin beschreibt darin, dass es an der Zeit für die Personalentwicklung ist, seinen einzigartigen Platz am Tisch der Entscheidung an der Spitze des Unternehmens einzufordern. Die Zukunft der Organisation und die von den Mitarbeitern erlebte Arbeitsqualität werden aus seiner Sicht rosiger werden, wenn die PE ihren Tribut fordert.
 

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Von A - Z

Zentrale Aspekte für die Karrierebegünstigung 40+ - aus subjektiver Sicht
Gudrun Felbar-Grilnberger

Mit 40 schon zum alten Eisen? Waren es vor kurzem noch die 50+-KandidatInnen, die das Dilemma „zu alt für den Arbeitsmarkt und zu jung für die Pension“ schmerzvoll erfahren mussten, werden aufgrund der demographischen Entwicklung in den kommenden fünf bis zehn Jahren auch die 40-jährigen im verstärkten Ausmaß davon betroffen sein. Dieses leider oft viel zu verfrüht brachliegende Humankapital stellt jedoch eine äußerst wertvolle Ressource für die Zukunftssicherung unserer Betriebe dar, die es zu nutzen gilt! Gudrun Felbar-Grilnberger schildert aus ihrem Personalberateralltag, was eine/n 40+-Bewerber/in aus ihrer persönlichen Sicht für ein Unternehmen interessant macht.
 

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Tools

Der Entscheidungs-Fragebogen
Daniela Esperger

Im Laufe der Jahre hat die Autorin eine Fragen-Checkliste aus der Praxis heraus erarbeitet, die ihr hilft älteren Arbeitssuchenden neue Möglichkeiten und Chancen aufzuzeigen.
 

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Kolumne

Bauchfrei oder Boxer?
Roland Graf

Roland Graf schreibt diesmal in seiner Kolumne über „das Florianiprinzip für G’scheite und Aktive“ und den von oben und unten getriebene Sandwich-People in 3 D: Demographie, Druck und Depression.

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SERVICE

Bücher-Tipps der LO 40 - November/ Dezember
rezensiert von Sonja Radatz

Zeit
Der Stoff aus dem das Leben ist – eine Gebrauchsanleitung

Stefan Klein
Zeit
Der Stoff aus dem das Leben ist – eine Gebrauchsanleitung
320 Seiten
S. Fischer Verlag
ISBN-13:978-3-10-039610-5
€ 18,90
 

Stefan Klein setzt sich in diesem Buch mit etwas auseinander, das für die meisten von uns immer noch absolut erscheint: mit der Zeit. Wie oft sagen wir, „Ich habe keine Zeit!“ und meinen, „Ich will mich mit dem anderen nicht auseinander setzen!“… wie kurz erscheint uns Zeit, wenn wir etwas Kurzweiliges tun – und wie lange, wenn wir auf jemanden warten müssen… Zeit, unter die Lupe genommen: Das heißt, eine Anleitung, um das Jetzt zu verpassen; eine Reise in den Ursprung der inneren Zeit zu erleben; auszuhalten, was geschieht, wenn nichts geschieht. Stefan Klein verführt uns aber auch zu den Fragen, warum das Leben immer schneller vergeht, je älter wir werden und wie viel Tempo wir aushalten. Und er gibt vielfältige Antworten aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen, immer am Beispiel von Geschichten, leicht zu lesen… bleibt nur noch die Frage, ob wir die sechs Schritte für ein entspanntes Leben am Ende des Buches nutzen. Und das Buch auch uns selbst zunutze machen.

 

 

Das Herz gesellschaftlicher Veränderung
Wie Sie Ihre Welt entscheidend umgestalten können

Marshall B. Rosenberg
Das Herz gesellschaftlicher Veränderung
Wie Sie Ihre Welt entscheidend umgestalten können
65 Seiten
Junfermann Verlag
ISBN: 3-87387-567-5
€ 7,90
 

Was ist unsere Natur als menschliche Wesen? Was ist ein gutes Leben? Wie gelingt es uns, das Leben für alle wunderbar zu gestalten? Diesen Fragen geht Marshall Rosenberg, Erfinder der „gewaltfreien Kommunikation“ und Begründer des Center for Nonviolent Communication in seinem Buch nach. Gesellschaftlicher Wandel beginnt aus seiner Sicht damit, dass wir uns selbst von all dem befreien, was nicht in Harmonie ist mit der Welt, die wir erschaffen wollen. Um anschaulich darzustellen, wie dies funktioniert, verwendet der Autor in seinem Buch Dialoge, die jede Aussage unter die Lupe nehmen – und uns dadurch verdeutlichen, wie genau wir auf jeden auch noch so kleinen Kommunikationsbeitrag von uns achten können, um bei unserem Gegenüber etwas anderes zu erzeugen, das letztlich wieder auf uns selbst rückwirkt. Ausgehend von den grundlegenden Einstellungen, die wir mit anderen teilen und unserer Bereitschaft, uns selbst zu verändern, können wir die Welt bewegen – nachhaltig, wie wir im Buch fundiert und gleichzeitig praxisbezogen erfahren dürfen.

 

Management f-LAWS
How organizations really work

Russell L. Ackoff und Herbert J. Addison
Management f-LAWS
How organizations really work
162 Seiten
Triarchy Press
ISBN: 978-0-9550081-2-2
€ 30,90
 

Angst vor englischen Büchern? Keine Lust, engzeilig geschriebene ewigneue Bücher über das alte Thema Management zu lesen? Dann probieren Sie es mit diesem: Das Wortspiel „laws – flaws“ verrät bereits dem gewitzten Einsteiger, dass wir es hier nicht (nur) mit den eisernen „Gesetzen“ im Management zu tun haben werden, sondern auch – und vor allem – mit den „flaws“: den Makeln und Fehlern im Management. Paradox ist dieses Buch auch aufgebaut: In insgesamt 82 kurzweiligen, auf je zwei Seiten beschriebenen „Ratschlägen“ erfährt der Leser, dass wir „einem alten Hund keine neuen Kunststücke beibringen können“, dass „die Lesbarkeit der Handschrift in umgekehrter Proportion zur Hierarchiehöhe des Schreibers steht“ oder dass es „nichts gibt, was Führungskräfte wollen, das ihre wohlerzogenen Mitarbeiter nicht rückgängig machen können“. Ein gelungenes Buch. Ein Buch, bei dem es hin und wieder passiert, dass einem das Lachen im Hals stecken bleibt und man sich von Zeit zu Zeit ertappt fühlt. Aber ein sehr britisches Buch: Denn auf sehr zurückhaltende Weise gibt es Anregungen, die Dinge anders anzupacken. Wohl bekomm´s!

 

 

Konfuzius im Management
Werte und Weisheit im 21. Jahrhundert

Werner Schwanfelder
Konfuzius im Management
Werte und Weisheit im 21. Jahrhundert
244 Seiten
campus Verlag
ISBN13: 978-3-593-37960-9
€ 19,90

Der Philosoph Konfuzius erlebt in China seit einigen Jahren ein beeindruckendes Comeback. Und in diesem Buch wird seine Lehre in Teilen auf das Management übertragen. Insgesamt 88 Lehrsätze werden angeführt und erläutert, welche Anwendung diese unter anderem auf verschiedene Alltagsthemen in Führung, Management, Bildung, Integrität und Glaubwürdigkeit, Verantwortung und das Treffen von Entscheidungen hat. Natürlich hat der Inhalt nichts mit systemisch-konstruktivistischem Denken zu tun; im Gegenteil: Konfuzius möchte die Gesellschaft wieder zum rechten dao, zum rechten Weg führen. Und dafür sollen die alten Formen patriarchalischer Abhängigkeiten und der alten Positionen in der hierarchischen Ordnung wieder hergestellt werden. Was das bedeutet? Dass sich die Gegenwart an der Vergangenheit orientieren sollte und Änderungen immer „harmonisch“ verlaufen sollten. Natürlich entsteht dabei die Frage: Schaffen wir damit echte Veränderung? Sprünge auf eine nächste Ebene? Mit Sicherheit nicht. Aber vielleicht ist das ja gar nicht notwendig… für Konfuzius zumindest scheinbar nicht.

 

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