LO 4 - November/Dezember 2001

 

Cover

Reflection Pieces
Forschung unter der Lupe
Best of Theoretical Works
Theorie & Praxis
Serie
Lessons Learned
Best Practices
Business Trends
Readers´ Pages
Portrait/ Expertenprofil
www.tipps
Bücher-Tipps

COVER STORY

Cover
Systemische Strukturaufstellungen: Simulation von Systemen
Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd

Möchten Sie die Beziehungen und Abläufe in einem Unternehmen auf neue Weise wahrnehmen, z.B. Veränderungen einleiten, geplante Umstrukturierungen austesten oder Entwicklungsprozesse sichtbar machen? Die von Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd entwickelten Organisations-Strukturaufstellungen (OSA), eine Form der Systemischen Strukturaufstellungen (SySt), bauen auf der Arbeit von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg, der Erickson`schen Arbeit sowie den Organisationsaufstellungen (Weber, Hellinger, Gross u.a.) auf.

FORSCHUNG UND ERGEBNISSE

Reflection Pieces
E-Human Capital: We mean business!
Katja Hoffmeister

Jedes Unternehmen, das etwas auf sich hält, leistet sich Personalentwicklung. Und die Personalentwickler entwickeln - ja, wen eigentlich? Und in welche Richtung? Die e"Hysterie" ist zwar vorbei, aber bei den meisten Unternehmen rollt der Zug ins Online-Paradies weiter: In diesen Tagen werden immer noch nahezu alle Prozesse im Unternehmen auf das kostenbewusste "e" getrimmt. Das schließt inzwischen sogar einen Bereich ein, der bislang von den Technologie-Jüngern und Rationalisierungs-Verfechtern stets als unbegreifbares Mysterium betrachtet und deshalb links liegen gelassen wurde: Die noch "softe" Welt der HR- Abteilungen. Die "e"-Werdung der Unternehmen ist jedenfalls noch lange nicht zu Ende - unter dem Stichwort ePerformance wachsen alle Prozesse rund um Lernen, Wissen und Performance zusammen.

Forschung unter der Lupe
Ein kybernetischer Marathon der Markenführung
Manuela Thurm

Wer kennt sie nicht, die "Nikes", "BMWs", "Niveas" oder "Intels"? Natürlich können Sie sagen, wir wissen, was Marken sind. Wir sind täglich mit ihnen konfrontiert: beim Einkaufen, beim Fernsehen und sogar am Arbeitsplatz. Dennoch scheint das Phänomen Marke nur schwer fassbar zu sein. Manuela Thurm beschreibt die grundsätzlichen Wegstrecken der (Re-)Konzeptualisierung einer Marke als System.

Theorie & Praxis
Selbststeuernde Arbeitsgruppen in Theorie & Praxis
Günter Essl

"Action Learning" ist ein Ansatz, der sich hervorragend dazu eignet, in selbststeuernden Arbeitsgruppen Wissensmanagement zu leben und vereinbarte Ziele zu erarbeiten - etwa Betriebsvereinbarungen. Günter Essl schildert dazu den theoretischen Hintergrund und dessen Anwendung in der Praxis.

Best of theoretical works
Die Lernende Organisation - Die einzige Konstante ist die Veränderung
Elisabeth Würth

"Kein System ohne Umwelt und keine Umwelt ohne System" - mit Niklas Luhmanns Grundüberlegung der inzwischen interdisziplinär integrierten Neueren Systemtheorie ist bereits skizziert, was Peter Senge vor mehr als zehn Jahren als "The Fifth Discipline - The Art and Practice of the Learning Organization" herausgearbeitet hat. Diesem Grundlagenwerk des modernen Wissensmanagements, dem theoretischen Kontext und einer möglichen Umsetzung von Senges Prinzipien in der betrieblichen Praxis widmet sich diese Diplomarbeit.

SERIE

Biology of Business Teil 3
Die Fehlerkultur als Grundlage des Lernens
Humberto Maturana Romesín und Pille Bunnell

Sollen Fehler gemacht oder doch lieber vermieden werden? Wie können Entwicklung und Lernen gefördert werden? Was sind die Grundlagen für das Entstehen sozialer Räume? Und was bedeutet das für die Gestaltung von Interaktionen und Beziehungen im Unternehmenskontext? Der dritte Teil der Serie von Humberto Maturana Romesín und Pille Bunnell bietet überraschende Antworten auf diese Fragen - und wirft neue Fragen auf, die der Leser selbst reflektieren kann.

WISSENSDATENBANK

Lessons Learned
Das Theater als Modell des Lernens
Ferdinand Nagele

Keine Organisation kann sich ohne Fantasie und Imagination verändern. Wo aber Veränderung passieren soll, müssen neue Wege eingeschlagen werden. Dazu bedarf es erst eines Freiraums und einer Atmosphäre, in der Neue Welten erfunden und ausprobiert werden können. Das Theater als Modell des Lebens bietet diese Freiräume. Ferdinand Nagele, selbst ausgebildeter Schauspieler, Manager und Berater, schildert, wie die Fähigkeiten eines Schauspielers und die Möglichkeiten des Theaters für die Mitglieder in Organisationen für das Beschreiten neuer Wege genützt werden können.

Best Practices
Die Initiierung von Veränderungsprozessen

Veränderungsprozesse in Unternehmen werden vor allem durch externe Herausforderungen notwendig. Auch wenn sie sich völlig unterschiedlich entwickeln - ein zentraler, notwendiger Punkt für deren Gelingen ist das Commitment aller Beteiligten. In ihren Berichten beschreiben PraktikerInnen, welche Erfahrungen sie diesbezüglich gemacht haben und welche best practices sie für die Initiierung von Veränderungsprozessen weitergeben können.

Business Trends
Diverstiy Management

Diversity Management - das erfolgreiche Management von Unterschieden - ist ein Thema, das erst vor wenigen Jahren über den großen Teich nach Europa kam. Zunächst wurde es hauptsächlich unter dem "Gender-Blickwinkel" betrachtet. Nunmehr beginnen Unternehmen, den Begriff einerseits breiter zu fassen und ihn andererseits nicht mehr als "Lösung eines Problems", sondern als "Nutzung neuer Chancen" zu betrachten. Wie haben ExpertInnen eingeladen, ihre Sichtweisen zum Begriff "Diversity Management" darzustellen.

UNTERNEHMENSPRAXIS

Case Study
Sensibilisierung der Mitarbeiter auf neue Herausforderungen des Marktes

Diesmal beschreiben wir den Fall eines bisher staatlichen Unternehmens, das vor den Herausforderungen der Ausgliederung aus dem staatlichen Bereich und dem Aufbau einer unternehmensorientierten Haltung im Wettbewerb steht. Dabei geht es im ersten Schritt darum, die Mitarbeiter für die neuen Herausforderungen zu sensibilisieren. In der nächsten Ausgabe publizieren wir den in der Beratung des Unternehmens gewählten Weg, sowie weitere, von den Lesern eingereichte systemisch- konstruktivistische Beratungsprozesse.

From Leaders to Leaders
If it`s to be it`s up to me
Alex Seidel

Leadership braucht Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und auch die Bereitschaft, loslassen und zurücktreten zu können. Für Alex Seidel, CEO der Unilever Schweiz Gruppe, ist eine Führungskraft letztlich dann erfolgreich, wenn sie es schafft, ihre Vision umzusetzen. Wichtig dabei sind aus seiner Sicht Offenheit und Klarheit bei der Kommunikation der Ziele und die Fähigkeit, die Mitarbeiter für den eingeschlagenen Weg zu begeistern, meint er im Interview.

Readers Pages
Work Life Balance: Den Kreis des (Un-)Gleichgewichts verlassen
Christa Madhu-Einsiedler & Bernhard Einsiedler

Die Fringe Benefits verändern sich: Unter dem Schlagwort "Work Life Balance" versuchen mehr und mehr Unternehmen, die aufgrund längerer Arbeitszeit geschrumpfte Freizeit ihrer Mitarbeiter wieder auszugleichen. Dennoch gibt es kaum jemand, der nicht über zu viel Arbeit klagt. Welche "hidden agendas" stecken hinter diesen Klagen? Und was sind erste Schritte in Richtung der Lebensqualität, von der die Betroffenen träumen?

PORTRAIT

Portrait
Im Portrait: Bernd Schmid

Für ihn liegt das Sinnvolle nicht im Spektakulären - nachhaltige Wirkungen resultieren seiner Meinung nach eher auf dem umsichtigen Lösen und Verknüpfen von Fäden als durch kühne Schläge auf gordische Knoten. Bernd Schmid, Leiter des Instituts für Systemische Beratung in Wiesloch und Lehrtrainer in den Bereichen Psychotherapie, Coaching und Supervision, systemische Beratung sowie Personal- und Organisationsentwicklung, verfügt über einen vielfältigen und reichen Erfahrungsschatz im Umgang mit Menschen. Sein persönlicher Weg führte ihn "vom unbequemen Outsider" zur Leitfigur für Menschen, die ihrerseits in keiner traditionellen Rolle zufrieden sind".

SERVICE

www.tipps
e-learning: Hoffnungsträger der Zukunft?

e-Learning ist ein Thema, das noch vor einem Jahr wahre Euphorien auslöste und nun langsam beginnt, "erwachsen zu werden": Einerseits werden sich User wie Anbieter der Grenzen dieses Instruments und damit seiner optimalen und weniger optimalen Einsatzbereiche bewusst; andererseits werden nun die Voraussetzungen geschaffen, das Instrument vermehrt in alle Bereiche des Unternehmens zu integrieren und damit zum Teil der Unternehmenskultur zu machen - und zwar so, dass es für alle Beteiligten sinnvolle Ergebnisse bringt und die Umsetzung der gemeinsamen Unternehmensstrategien optimal fördert und unterstützt.

Bücher-Tipps

  • Hans A. Wüthrich/Wolfgang B. Winter/Anderas Philipp (Hrsg.):
    Grenzen ökonomischen Denkens - Auf den Spuren einer dominanten Logik, Gabler Verlag
  • Angelika Hamann/Johann J. Huber:
    Coaching - Die Führungskraft als Trainer Rosenberger Fachverlag
  • Wilfred Drath:
    The Deep Blue Sea - Rethinking the Source of Leadership, Jossey-Bass, A Wiley Company
  • Angelika Hamann/Johann J. Huber:
    Coaching - Die Führungskraft als Trainer Rosenberger Fachverlag
  • Matthias zur Bonsen/Carole Maleh:
    Appreciative Inquiry: Der Weg zu Spitzenleistungen, Beltz Verlag

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