LO 39 - September/Oktober

 

Lesen Sie

- was die systemische Beratung besonders macht,
- wie Sie optimale Zukunftsaussichten in einer Global Economy schaffen,
- wie systemische Beratung in der Praxis angewendet wird
u.v.m.

Im Brennpunkt

Der Unterschied zwischen einer „Beratung“ und einer systemischen Beratung
Renate Trapp

Warum um alles in der Welt sollte jemand systemisch beraten? Oder: Warum sollte er eine systemische Beratung einer „traditionellen“ Beratung vorziehen? Wo liegen die Unterschiede, wo die Chancen der systemischen Beratung? Diesen Fragen geht Renate Trapp in ihrem Artikel nach.

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Coverstory

Optimale Zukunftsaussichten in einer Global Economy schaffen
Peter M. Senge, C. Otto Scharmer, Joseph Jaworski, Betty Sue Flowers

Wie oft stehen wir vor den Standards und Regeln, Produkten und Prozessen, Kommunikations- und Informationsstrukturen und all dem, was wir im Unternehmen täglich leben und kapitulieren angesichts der hartnäckigen Wiederholung der Vergangenheit? Wie oft wollen wir etwas ganz Neues schaffen, weil wir sicher sind, dass es an der Zeit ist, und ertappen uns dabei, weiter im Fahrwasser des Alten zu waten? Peter Senge und seine Forschungskollegen vom MIT Massachusetts gehen diesem Schlüsselfaktor für Veränderung bzw. Bewahrung auf den Grund und beschreiben in diesem Artikel ihre Erfahrungen über die Schlüsselfaktoren für tiefgreifende Veränderung.

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Nach-Gedacht

10 Erfolgsfaktoren für das Top Management im systemischen Beratungsprozess
Sonja Radatz

Viel zu selten tauchen die Mitglieder des Top Managements „real“ in Beratungsprozessen auf. Sie werden meist als Marionettenspieler im Hintergrund erlebt, die ihre Puppen in den verschiedenen Beratungsworkshops tanzen lassen – um dann hinterher die Performance auseinander zu nehmen und vernichtende Kritiken auszustellen. Welche Rolle kann das Top Management in einem systemischen Beratungsprozess idealerweise spielen? Und inwieweit hat dies Auswirkungen auf die Ergebnisse? Sonja Radatz arbeitet aus ihrer langjährigen Beratungserfahrung insgesamt 10 Erfolgsfaktoren heraus, mit denen das Top Management die Beratungsergebnisse maßgeblich positiv beeinflussen kann.

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Theorie und Praxis

Wenn Unternehmen neue Wege beschreiten
Hans-Werner Bohrmann

Jahrelang optimieren Unternehmen ihre Abläufe – sei’s in der Fertigung, im Vertrieb oder beim Qualifizieren der Mitarbeiter. Doch dann stellen sie irgendwann fest: Quantensprünge können wir so nicht mehr erzielen. Hierfür wären ganz neue Verfahren nötig. Um solche „Musterwechsel“ zu vollziehen, müssen Unternehmen auch die Annahmen, die hinter ihren gewohnten Verfahren stecken, hinterfragen. Nur dann können sie wirklich neue Lösungswege entwerfen.

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Draußen in der Praxis I

Der systemische Ansatz am Beispiel von Coaching
Sybille Loidl

Was macht Coaching aus? Wo ist es sinnvoll einzusetzen? Und was sollte dabei zentral beachtet werden? Sibylle Loidl nimmt den systemischen Coaching-Ansatz in ihrem Artikel unter die Lupe und betrachtet die Besonderheiten der systemischen Beratung von Individuen aus einer sehr nahen Perspektive.

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Draußen in der Praxis II

Round Table Talk2 gether: The Engine for Changes
Bettina Neuman

“Man kann nicht nicht kommunizieren“, stand auf dem Einladungsschreiben für die Round Table Veranstaltung, die an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen der Division Pigmente und Additive der Firma Clariant, einem führenden Unternehmen der Spezialchemie, ging. Das Zitat von Paul Watzlawick sollte die Teilnehmer schon im Vorfeld dazu anregen, über ihre eigene Kommunikation und die Kultur im Unternehmen nachzudenken: Wie kommuniziere ich selber, wie kommuniziert die Unternehmensleitung und wie kommt die Botschaft beim Empfänger an?

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Serie Teil 3

Die Personalentwicklung in der Beratungsrolle
Sonja Radatz

Viele Personalentwickler schielen schon begehrlich in die Richtung, manche tun es hin und wieder, viel zu selten gibt es ein stringentes Angebot, das exakt mit den Bedürfnissen von „oben“, der „Mitte“ und „unten“ zusammen stimmt: Die Rede ist von der Beratung. Welche Rolle könnte sie im Leben eines Personalentwicklers einnehmen? Und was würde das konkret bedeuten? Im letzten Teil der Serie zeichnet Sonja Radatz ein Bild der Personalentwicklung in der Beratungsrolle aus ihrer Perspektive. Und zeigt, dass noch einiges zu tun ist.

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Von A - Z

Der Paradigmenwechsel in der Beratung
Sonja Radatz

Welche Grenzen unseres Denkens müssen wir überschreiten, wenn wir uns auf systemische Beratung einlassen? Das sind gleichzeitig auch die Erfolgsfaktoren in der „neuen“ Beratung. Und diese schildert Sonja Radatz in 12 Stichworten aus ihrer langjährigen Erfahrung mit komplexen Beratungsprozessen.

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Tools

Achtsamkeit in systemischer Beratung und im Coaching
Bernd Linder-Hofmann und Manfred Zink

"Das Wichtigste was du tust, ist das was du gerade tust, der wichtigste Mensch ist der, der dir im Moment gegenübersteht". So leitet der Autor seinen Artikel ein und skizziert zwei konkrete Tools zur Übung von Achtsamkeit.

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Kolumne

Einsichts- und Übertragungsfrequenzen
Bernd Schmid

Der Autor hinterfragt sich – sein Denken, sein Vermitteln, sein Schreiben – in dieser Kolumne selber. Es geht dem Grund nach, warum er es – auch wenn er weiß, dass manch andere sich mit dem Thema bereits beschäftigt haben – trotzdem macht.

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SERVICE

Bücher-Tipps der LO 39 - September/ Oktober
rezensiert von Sonja Radatz

Lust auf Strategie
Workbook zur systemischen Strategieentwicklung

Reinhart Nagel
Lust auf Strategie
Workbook zur systemischen
Strategieentwicklung

149 Seiten
Klett-Cotta Verlag
ISBN13: 978-3-608-94462-4
€ 18,00

Strategieentwicklung wird meist an externe Berater delegiert. Und dann erwartet, dass etwas Einzigartiges entwickelt wird, das maßgeschneidert passt. Natürlich ist das nicht möglich, wie auch? Wie sollte eine externe Beratung genau das präsentieren, was das Management Board vielleicht noch nicht einmal in gemeinsamer Runde ausgesprochen hat? Und spätestens bei der Umsetzung wird den Mitgliedern des Management Boards klar: Der Heuler ist es (wieder einmal) nicht. Genau dieser Aspekt spricht meiner Meinung nach für dieses Buch. Es leitet die Mitglieder des Management Boards an, selbst aktiv zu werden. Zwar leider aus einer Haltung heraus, die ich überhaupt nicht vertrete (auch wenn sie im Buch als „systemisch“ beschrieben wird) – aber zumindest werden darin Tools beschrieben, die eine erste direkte Auseinandersetzung mit diesem zentralen Thema ermöglichen. Leider wird im Buch nicht darauf eingegangen, wie denn nun nach all dem Nachdenken Entscheidungen getroffen werden können. Aber zumindest als „Anleitung für das Nachdenken“ ist es ein sehr hilfreiches Handbuch, das dann für die eigene Denkhaltung adaptiert werden muss.

 

Mind Set!
Wie wir die Zukunft entschlüsseln

John Naisbitt
Mind Set!
Wie wir die Zukunft entschlüsseln
337 Seiten
Hanser Verlag
ISBN 978-3-446-41000-8
€ 19,90

Ein neues Buch von John Naisbitt. Neu schon deshalb, weil er sein Buch einleitet mit den Worten, dass die Zukunft in die Gegenwart eingebettet ist. Wir schreiben also einfach die von uns wahrgenommene Gegenwart fort, wenn wir über die Zukunft nachdenken. Oder wörtlich: „Meine Werte und mein Denken sind der Nährboden, auf den die Informationen fallen, wie bei anderen Menschen auch, Regen gleich, der auf unterschiedlichen Boden fällt. Wie wir Informationen aufnehmen, ist demnach entscheidend dafür, welche Schlüsse wir aus ihnen ziehen.“ Neu ist das Buch aber auch deshalb, weil es nicht nur John Naisbitts Perspektive auf die Zukunft enthält, sondern auch das Mindset in den Vordergrund stellt, die Haltung, mit der wir auf die von uns wahrgenommenen Situationen blicken. Und er legt die Entwicklung von „Megatrends“, die ganz persönlich für uns jeweils interessant sind, damit in unsere Hände. Ein Buch, das unsere Kreativität anregt, um Grundlagen für unsere Weiterentwicklung zu sammeln. Um verschiedene Perspektiven auf die Gegenwart zu einem gemeinsamen Blick auf die subjektiv erwartete Zukunft zusammen zu fassen. Aber auch, um wieder einmal darüber nachzudenken, wie wir unsere Zukunft gestalten – welche Auswirkungen unser Handeln auf die von uns erlebte Zukunft hat. Wie aktiv wir also Zukunft „machen“.

 

Was Top-Unternehmen anders machen

Franz Bailom, Kurt Matzler und Dieter Tschermenjak
Was Top-Unternehmen anders machen
304 Seiten
Linde Verlag
ISBN13: 978-3-7093-0121-0
€ 24,90

Ein neues Strategie- und Beratungsbuch. Es basiert auf einer europäischen Strategie-Studie, in der Top Manager bezüglich ihrer Erfolgsfaktoren interviewt wurden. Aufbauend auf dem im Buch vorgestellten Modell, das bereits sehr klar formulierte Erfolgsfaktoren enthält, werden die Vertreter von „Top-Unternehmen“ hinsichtlich der Ausprägungen dieser Erfolgsfaktoren überprüft. Ein Buch, das aus meiner Sicht sehr klar herausarbeitet, dass die Schere zwischen dem erhöhten Druck von Seiten des Kapitalmarkts (kontinuierliche Steigerung des aktuellen Werts des Unternehmens) und der Shareholder Value-Falle (erzwungenes kontinuierliches Wachstum) immer enger wird und kaum mehr Luft lässt, um den Unternehmenserfolg nachhaltig zu sichern, Innovation zu fördern und den Customer Value zu steigern. Allerdings ist die Frage, ob die angeführten, im Buch also vorentschiedenen Faktoren unbedingt jene sind, die für jedes Unternehmen den ersehnten Erfolg bringen. Müsste nicht jedes Unternehmen die Strapazen auf sich nehmen und definieren, was für es wichtig ist, um langfristig zu überleben und dennoch den Ansprüchen genüge zu tun, für deren Erfüllung es sich ja irgendwann einmal selbstverantwortlich entschieden hat?

 

Systemische Beratung in fünf Gängen
Ein Leitfaden

Helga Brüggemann, Kristina Ehret-Ivankovic, Christopher Klütmann
Systemische Beratung in 5 Gängen
Ein Leitfaden
148 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Verlag
ISBN13: 978-3-525-49096-9
€ 19,90


Der Titel klingt systemisch. Und er klingt nach Beratung, die auch auf komplexere Systeme anwendbar ist. Wer etwas in diese beiden Richtungen sucht, ist mit diesem Buch nicht gut bedient. Hier werden fünf „Gänge“ vorgestellt, die auf einer Kybernetik erster Ordnung aufbauen; darauf, dass wir von außen Hypothesen darüber aufstellen können, worum es in dem betreffenden Team „tatsächlich“ geht. Und die wir dann prüfen. Aus dieser Perspektive wundert es, dass dieses Buch erst kürzlich herausgekommen ist, beschreibt es doch eine Vorgangsweise, die mittlerweile großflächig abgeschlossen sein dürfte. Aber nicht nur das: Das Buch beschreibt in der Hauptsache die Arbeit mit sehr kleinen Systemen, maximal kleinen Teams. Und natürlich liegt dort der Schwerpunkt darauf, eine Beziehung aufzubauen (1. Gang), das Anliegen zu konkretisieren (2. Gang) und eine Bearbeitungs- und Lösungsebene zu finden (3. Gang). Ob es den 4. Gang (Impulse geben) braucht, wage ich zu bezweifeln, wenn wir davon ausgehen, dass Systeme stets geschlossen sind. Und im 5. Gang beschreiben die Autoren den Gesprächsabschluss und bekräftigen damit nochmals, dass es um Gespräche in Kleinst- und Kleingruppen geht. Aus meiner Sicht nicht empfehlenswert für Unternehmen, die vorhaben, systemische Beratung zu beginnen.

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