LO 38 - Juli/August

 

Lesen Sie

- wie Sie mit dem neu entwickeltem Lebenshaus-Modell® systemisch beraten können,
- wie Sie erfolgreich unter sich selbst leiden können,
- über Ansatz- und Gestaltungsmöglichkeiten Ihr Leben zu reflektieren
u.v.m.

Im Brennpunkt

Wie ich erkenne, was ich wirklich will
Sonja Radatz

Es ist immer wieder ein zentrales Thema: In allen Berufsgruppen, in allen Hierarchiezugehörigkeiten: Was will ich wirklich? Diese Frage schieben wir immer wieder gerne weg oder überlassen deren Antwort anderen, die in Potentialanalysen oder Eignungsprüfungen herausfinden sollten, was wir „wirklich“ wollen und wozu wir „wirklich“ geeignet sind. Allerdings: Lässt sich diese Frage überhaupt delegieren? Sollten wir uns nicht jeden Tag fragen, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind – und beizeiten die passenden Weichen stellen? Sonja Radatz liefert in ihrem Artikel eine Anleitung zur Selbstreflexion.

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Coverstory

Systemisch beraten mit dem Lebenshaus-Modell ®
Petra Ritter

Wie ist das bei Ihnen? Tun Sie von manchen Dingen (zu) viel und von anderen (zu) wenig? Was nimmt „sich“ in Ihrem Leben Raum und wofür geben Sie den Platz gerne her? Petra Ritter lädt Sie mit Fragen dieser Art auf einen Besuch in Ihrem persönlichen Lebenshaus ein. Dort können Sie sich klar werden, worum es Ihnen wirklich geht. In diesem Artikel wird das neue Beratungsmodell als Begleitung bei der Selbstreflexion beschrieben und soll Sie unterstützen, in Ihrem Leben Architekt und Baumeister gleichzeitig zu sein.

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Nach-Gedacht

Die Kunst, unter sich selbst zu leiden – denn Sie müssen nicht was Sie tun!
Oliver Bartels

Lassen Sie sich im nachfolgenden Artikel auf eine Reise durch Ihr eigenes Leiden mitnehmen. Der Autor stellt Ihnen in zehn Meilensteinen vor, wie es Ihnen gelingt, (noch mehr) unter sich selbst zu leiden. Der Artikel ist ein Auszug aus dem im September 2007 erscheinenden Buch: „Leidensweg Beruf – denn Sie müssen nicht, was Sie tun“ von Sonja Radatz und Oliver Bartels. Schließen Sie bitte Ihren Gurt, stellen Sie die Sitzlehnen senkrecht und los geht es.

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Theorie und Praxis

Berufung, Kommunikation und Coaching
Alexander Kaiser

Wenn Sie das Wort „Berufung“ hören, welche Gedanken kommen Ihnen dann spontan in den Sinn, welche Assoziationen haben Sie mit diesem Begriff? Tauchen vor Ihrem geistigen Auge etwa hochbegabte MusikerInnen oder KünstlerInnen auf? Oder denken Sie bei Berufung vielleicht an Priester, Ordensleute oder spirituelle LehrerInnen? Berufung, ist das nur etwas, das auf „Auserwählte“, auf ganz besondere Menschen zutrifft? Oder ist Berufung doch etwas Anderes? Alexander Kaiser schildert in seinem Artikel seinen neuen Coaching-Ansatz zur Erarbeitung der eigenen Berufung.

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Draußen in der Praxis I

Am Dach der Welt
Stefan Gatt

Was wollen wir wirklich? Und denken wir bei dem, was wir wollen, immer auch an alle Rahmenbedingungen, mit denen wir umgehen müssen – wie auch an die (potentiellen) Folgewirkungen, die sich durch die Verfolgung unserer Ziele ergeben? Stefan Gatt, Trainer und Coach, aber auch Extrembergsteiger, überträgt an dieser Stelle seine Erfahrungen aus dem Bergsteigen auf mögliche Führungssituationen. Sämtliche Parallelen zu alltäglichen Situationen sind „natürlich rein zufällig“ und mögliche Lösungen sind einzig und alleine Lösungen aus der Welt des Autors.

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Draußen in der Praxis II

9 Ansatzpunkte für ein erfülltes Leben
Bernd Linder Hoffmann und Manfred Zink

Wo können wir ansetzen, wenn wir ein erfülltes Leben leben möchten, wenn wir mit uns und unserem Handeln zufrieden sein wollen, wenn wir mit uns selbst eins sein möchten? Bernd Linder-Hofmann und Manfred Zink beschreiben in ihrem Artikel Ansatzpunkte, die ihnen in ihrer persönlichen Lebenspraxis als tauglich erschienen sind, um das eigene Tun in Frage zu stellen und neu zu definieren.

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Von A - Z

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein
Barbara Mettler von Meiborn

„Work is love in action“, so lautet ein Sprichwort. Wo Arbeit nicht nur
(über)lebensnotwendig, sondern auch Sinn-stiftend sein soll, braucht es eine Ausrichtung, die sich mit den wesentlichen Anliegen von Menschen verbindet. Hierzu einige Stichworte.

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Tools

Kleines Abschlussgeschenk
Daniel Meier

Bei einem Workshop mit einem Team stellt sich oft die Frage, wie wir denn einen sorgfältigen Abschluss finden können, bevor wir die Umsetzung definitiv den Teilnehmenden (Teammitgliedern) übergeben. Dieses Tool stellte eine kleine Übung dar, die den Teammitgliedern ermöglicht, bestärkt und sehr zuversichtlich den Workshop abzuschliessen.

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Kolumne

Gedankenreise
Sonja Radatz

Die Gedankenreise stellte eine wunderbare Möglichkeit für die Selbstreflexion dar. Die in diesem Artikel dargestellte Gedankenreise kann sowohl in Gruppen, etwa in einem Selbstmanagement-Seminar oder in einem (Führungskräfte-)Workshop, als auch ganz einfach an einem selbst angewendet werden.

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SERVICE

Bücher-Tipps der LO 38 - Juli/ August
rezensiert von Sonja Radatz

Es gibt immer eine Alternative
Entdecken und gestalten Sie Ihre berufliche Zukunft

Hélène von Reibnitz
Es gibt immer eine Alternative
Entdecken und gestalten Sie Ihre
berufliche Zukunft

189 Seiten
Kösel Verlag
ISBN13: 978-3-466-30731-9
€ 16,95


Steve de Shazers wichtigste Aussage: „Wenn etwas nicht funktioniert, tue etwas anderes!“ ist hier in einem ganzen Buch – an vielen Beispielen – umgesetzt. Die Aussage ist im Prinzip einfach; allerdings wird sie in unseren Breitengraden wohl nur in Ausnahmefällen umgesetzt. Wenn ein Projekt nicht funktioniert – setzen wir alle Hebel in Bewegung, um es (in unveränderter Form) doch auf die Reihe zu bringen. Macht ein Mitarbeiter nicht, was wir Führungskräfte wollen – geben wir ihm noch genauere Anweisungen und kontrollieren ihn noch genauer. Bekommen wir in einer Diskussion nicht recht – suchen wir noch mehr Argumente, um unsere Position zu verteidigen. Bill O´ Hanlon wählt wie Steve de Shazer den anderen Weg: Er meint, es sei unsinnig, immer wieder dasselbe zu tun und trotzdem andere Ergebnisse zu erwarten. Und im Prinzip wissen wir das – aber wir handeln nicht danach. Auch hier bleiben wir hartnäckig beim alten, nicht funktionierenden Weg. Dieses Buch regt den Leser an, seine persönliche Lebenssituation zu reflektieren und nach individuellen Lösungen zu suchen. Es ist aber auch ein hilfreicher Begleiter für Führungskräfte, Lebenspartner, Berater und Coaches, die ihrem Gegenüber helfen wollen, funktionierende neue Wege zu entwickeln.

 

Probier´s mal aus!
Zehn Strategien, die Ihr Leben verändern

Bill O´Hanlon
Probier´s mal anders!
Zehn Strategien, die Ihr Leben verändern
197 Seiten
Carl Auer Lebenslust Verlag
ISBN 978-3-89670-578-5
€ 16,50

Wer heute immer noch glaubt, Aufstellungen hätten etwas mit Voodoo-Zauber zu tun und wären auch ansonsten ziemlich esoterisch angehaucht, dem sei dieses Buch von Insa Sparrer empfohlen. Sie stellt darin umfassend die Wurzeln, Theorie und Grammatik der Systemischen Strukturaufstellungen (SySt®) dar, die sie gemeinsam mit Matthias Varga von Kibéd entwickelt hat. Dabei stellt sie dem Leser frei, ob er sich für „Querlesen“ entscheiden möchte – und so einen Überblick über die Funktions- und Anwendungsweise der Systemischen Strukturaufstellungen erhalten möchte – oder ob er in die Tiefe tauchen will. Aber auch Praxisbeispiele enthält das Buch: Mit Hilfe einer Tetralemma-Aufstellung wird eine Entscheidung erarbeitet; eine Lösungsaufstellung wird in einem Fall angewendet, in dem Loyalitäten berufliche Entscheidungen blockieren; ein Beispiel finden Sie zur „Sprache der Symptome“; mit Hilfe des lösungsgeometrischen Interviews gelingt es, „vergessene Kunden“ wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken; und die Anwendung von Glaubenspolaritätenaufstellungen zu bestehenden Glaubenssätzen und in einem Beispiel über Pflicht und Freiraum runden das Buch ab. Für Praktiker und solche, die es werden wollen!

 

Die Kunst, eine Möhre zu schälen
Anleitung zu einem achtsamen Leben

Frank Schüre
Die Kunst, eine Möhre zu schälen
Anleitung zu einem achtsamen Leben
144 Seiten
Gütersloher Verlagshaus
ISBN: 978-3-579-06946-3
€ 14,95

Wir alle kennen die Lebensregel der Benediktiner: Ora et labora. Sie steht für ein erfülltes Tun im Einklang von innerer und äußerer Haltung. Wie aber sieht ein „Ora et labora“ unserer Zeit aus? Müssen wir dafür an das Leistungsprinzip anknüpfen, das sich vielmehr auf ein „Schufte soviel Du kannst“ fokussiert? Oder geht es – wie in diesem Buch – vielleicht eher darum, sorgfältig und verantwortlich mit sich selbst und den Mitmenschen umzugehen? Das Buch lädt ein zum ruhigen, kontemplativen Beschäftigen mit sich selbst. Themen wie Aufleben, Leiden, Beten und Putzen (ja: Putzen!) werden hier angesprochen und bezogen auf die ganz alltägliche Situation, in der wir uns befinden. Dies ist kein Lehrbuch; es ist aus einer zen-buddhistischen Perspektive erzählerisch geschrieben, sodass die Beschäftigung mit den hier geschilderten Inhalten fast schon nebenbei passiert, wie in einer Meditation. Ein empfehlenswertes Buch für jene, die sich nach Ruhe und Stille sehnen und diese im Einklang mit sich in einem Buch finden wollen.

 

Mit meinem Ich auf Du und Du
Angewandte Psychologie für ein selbstbestimmtes Leben

Ulrike Zöllner
Mit meinem Ich auf Du und Du
Angewandte Psychologie für
ein selbst bestimmtes Leben

207 Seiten
Gütersloher Verlagshaus
ISBN 978-3-579-06955
€ 17,95

Dieses Buch beschäftigt sich in ganz verschiedenen Ausprägungen mit etwas, das keinem von uns fremd sein dürfte: dem Selbstbild. Ausgehend vom eigenen Selbstkonzept, der persönlichen Verhaltensbewertung, sich selbst erfüllenden Prophezeiungen über sich selbst und Selbstzweifeln werden verschiedene Themen angeschnitten: Minderwertigkeit, Ohnmacht und Hilflosigkeit, Ängste, das „Gewissen“, Schuld und Verfehlungen, Rivalität und Neid, Wut und Hass, aber auch Egoismus. Das Buch beschäftigt sich mit dem Thema nun keinesfalls aus einer systemisch-konstruktivistischen, sondern aus einer durchwegs analytischen Haltung heraus: Die Arbeiten von Freud, Jung und Adler sind auf jeder Seite präsent. Und das bräuchte hier wahrscheinlich nicht einmal erwähnt werden: Denn allein die Begriffe, die im Zusammenhang mit dem Selbstbild genannt werden, richten unser Leben vielmehr auf die Vermeidung all der genannten Punkte aus, anstatt auf die Gestaltung eines positiven, erwünschten Zustands, eines erwünschten Lebens zu fokussieren. Genau dies wird vermutlich auch ein Entscheidungskriterium für den Leser sein: Will ich für mich lieber „dunkle“ Seiten des Lebens generieren, die ich dann vermeiden sollte – oder will ich ein Leben kreieren, in dem diese Begriffe gar keiner Erwähnung wert sind?

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