|
COVER
Coaching aus der Praxis-Perspektive
Thomas Kehl, Birgit Massalsky, Josef Oberneder, Tobias Rieder
Wie wird Coaching in ganz unterschiedlichen Profit- und Non-Profit-Unternehmen gelebt? Von wem wird es heute am meisten im Unternehmen nachgefragt – und in welchen Situationen? Wie wurde es im Unternehmen etabliert – und welche Hindernisse galt es dabei zu überwinden? Und welche Erfahrungen haben die Verantwortlichen gemacht, die sie an andere Führungskräfte, Top-ManagerInnen und HR-Verantwortliche weitergeben können? Diese Fragen werden hier von Experten aus der Praxis für die Praxis beantwortet – von vier Coaching-Verantwortlichen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
(Bestellung
des Einzelartikels...)
|
|
FORSCHUNG UNTER DER LUPE
Zwischen „Qualität“ und „Quatsch“ beim Coaching
Stefan Anders
 |
Im Coaching hat die Diskussion über Qualität begonnen. Anbieter und Nutzer sehen in der Qualität eine entscheidende Bedeutung für die Zukunft dieses Instrumentes. Bisher gibt es aber nur wenige Qualitätsmodelle, die sich speziell auf die Beschaffenheit von Coaching beziehen und eine vergleichende Standortbestimmung ermöglichen. Das hier vorgeschlagene Konzept zum Qualitätsverständnis orientiert sich an 4 Dimensionen, die in ihrer zirkulären Interaktion Qualität definieren und es lässt sich als ein Modell zur gesicherten Qualitätsverunsicherung verstehen.
(Bestellung
des Einzelartikels...) |
THEORIE & PRAXIS
Praxis und Wirkung des hypnosystemischen Coachings
Kerstin Richter interviewte Gunther Schmidt
| Welchen Unterschied macht Gunther Schmidt zwischen dem hypnosystemischen Coaching und anderen Coaching-Ansätzen? Und wie lässt sich hypnosystemisches Coaching im Unternehmen – sowohl in der Führungsbeziehung als auch in der Organisationsentwicklung – anwenden?
Das beschreibt Gunther Schmidt in diesem Interview mit Kerstin Richter. Er berichtet dabei sehr lebensnah von seinen eigenen Erfahrungen im Coaching und gibt Anregungen, wie Coaching eine zentrale Rolle im Arbeits- wie im Alltagsleben einnehmen kann.
(Bestellung
des Einzelartikels...) |
 
|
SERIE TEIL 4
Die evolutionäre Leadership Survival Toolbox
Sonja Radatz
|  |
Führung ist nur eine Teilaufgabe von Führungskräften – aber dafür mit Sicherheit eine zentrale. Sonja Radatz zeigt im Teil 4 ihrer Serie, wie diese Aufgabe aus evolutionärer Sicht erfolgreich bewältigt werden kann. Von der Auswahl eines neuen Mitarbeiters bis hin zu evolutionären Outplacement-Werkzeugen vermittelt sie Praxis-Tools, die sofort umgesetzt werden können
(Bestellung
des Einzelartikels...) |
TOOLS
Evolutionäres Konfliktcoaching© – die Praxismethode in der Konfliktlösung
Sonja Radatz
Evolutionäres Konfliktcoaching ist vor allem in der Praxis der Führungskräfte und PersonalentwicklerInnen eine wohltuende Alternative zur Mediation: Sie ist einfach zu handhaben, braucht wesentlich weniger Zeit, und vor allem: Sie kann auch dann angewendet werden, wenn nur einer der Konfliktpartner zugegen bzw. bereit ist, am Konflikt zu arbeiten. Und: Sie kann sogar im Selbstcoaching sehr erfolgreich angewendet werden.
(Bestellung
des Einzelartikels...) |
 |
KNOW-HOW
Träume im Coaching
Bernd Schmid
| 
|
Eignen sich Träume für Coaching? Für die Ausbildung von Beratern? Für professionelle Kommunikation? Oder gar als Gesprächsebene in Organisationen? Bernd Schmidt sagt: ja! und zeigt im folgenden Artikel worauf es ihm bei der Traumarbeit im Coaching ankommt. Zugleich ermutigt der Autor Coaches, sich selbst an die Traumarbeit im Coaching zu wagen.
(Bestellung
des Einzelartikels...)
|
SERVICE
Bücher-Tipps
der LO 32 - Juli/August
von Oliver Bartels
Einführung in Systemtheorie und Konstruktivismus
|
| |
Fritz B. Simon
Einführung in Systemtheorie und Konstruktivismus
120 Seiten
1. Auflage 2006
Carl-Auer-Systeme
ISBN: 3-89670-547-4
EUR 12,95 |
|
Diese Neuerscheinung von Fritz Simon stellt nach Aussage des Verfassers selbst ein „Kondensat aus Hard-Core-Theorie“ dar. Die Beschreibung passt: Den Leser erwartet auf 120 Seiten eine kompakte Darstellung zu Systemtheorie und Konstruktivismus. Und der Autor empfiehlt „den Text zweimal zu lesen“ - das passt auch. Ja, und sicher steigert das die Verdaubarkeit der Theorie: Denn Fritz Simon nimmt uns in sechs Kapiteln auf eine Reise durch die eindruckvolle Welt der Systemtheorie und des Konstruktivismus: Beginnend mit Überlegungen, wie wir vom Objekt zum System und vom Regelkreis zur Selbstorganisation kommen, arbeitet er sich weiter von der „objektiven Erkenntnis“ zum „Er-Rechnen einer Realität“. Er geht darauf ein, wie wir uns Informationskreation anstatt der „Übermittlung“ von Information denken können und von der deterministischen Veränderung zum evolutionären Wandel kommen. Und schließlich beschreibt er noch, welchen Stellenwert Kommunikation als Element sozialer Systeme einnimmt.
Theorie knapp und prägnant und zugleich ohne Abstriche darzustellen, das hat etwas. Doch ich möchte den Fokus von dem, was das Buch präsentiert auf das, wie es präsentiert wird lenken: F. B. Simon gelingt es, die 120 Seiten Hard-Core-Theorie lesbar und vergnüglich zu gestalten. Es ist eine Freude, mit dem Buch zu leben; aber auch, wenn es dann zu Ende gelesen ist, es sich noch einmal vorzunehmen und jeden einzelnen Gedanken des Autors nachzuspinnen und zu durchdenken!
Das Buch ist durch und durch rund und vermittelt die Zusammenhänge nachvollziehbar und für mich bestechend überzeugend. Das Schmankerl zum Abschluss: Die zehn Gebote des systemischen Denkens. Jedes „Gebot“ erscheint mir einleuchtend und hilfreich für systemisches Denken in einer linear dominierten Welt. Und der Begriff „Gebot“ selbst erscheint mir als ein phantastisches Wort in einem Buch, das sich mit Konstruktivismus beschäftigt. Fazit: Sehr lesenwert, sehr schön zu lesen, sehr schöner Inhalt!
|
|
| COACHING
Outils et pratiques
|
| |
Michel Moral / Pierre Angel
COACHING
Outils et pratiques
1. Auflage 2006,
125 Seiten,
Armand Colin
ISBN:2-200-34125-3
EUR 9,00
|
|
Michel Moral und Pierre Angel stellen in diesem auf Französisch erschienenen Buch die Grundlagen von Coaching vor. Ein kleines Paperback mit 125 Seiten – und dennoch beachtlich! Systematisch stellen die beiden Autoren ihre Sicht von Coaching dar, beleuchten Rolle und Arbeitsfeld des Coaches, die konzeptuellen Wurzeln von Coaching und verschiedene „Aste“ die aus diesen Wurzeln entstanden sind. Sie stellen Coachingtechniken vor und schildern anhand von Beispielen Herausforderungen von Coaching in der Praxis.
Kann ich als professioneller Coach arbeiten wenn ich das Buch gelesen habe? – Meine gefühlte Antwort lautet: Nein.
Kann ich wenigstens ein wenig „coachen“? – eher nicht. Was das Buch meines Erachtens wertvoll macht, ist die kompakte Darstellung, die leichte Verständlichkeit und – das erscheint mir besonders bemerkenswert – es verzichtet auf eine Einleitung, warum Coaching als nutzbringend erscheinen mag und warum es einen Platz im Kontext von Organisationen verdient. Das Buch beschreibt in einer bestechenden Selbstverständlichkeit den Nutzen von Coaching. Ich nehme in deutschsprachigen Coaching- Büchern häufig den Aufbau eines Argumentationsgerüsts PRO Coaching wahr, auf den dieses Buch gänzlich verzichtet. Diese Selbstverständlichkeit macht mir Mut und gefällt. Dem Leser dürfte es erklären, was ihn erwartet, wenn er sich für Coaching entscheidet. Angehenden Coaches erklärt es Zusammenhänge und macht Lust auf mehr...
|
|
| |
Allan Loy McGinnis
Aus Freude am Erfolg
1. Auflage 2006
220 Seiten
Gütersloher Verlagshaus
ISBN: 3-579-06937-3
EUR 16,95 |
|
Das 2006 in deutschsprachiger Übersetzung erschienene Buch ist… Ja, was ist es eigentlich? Es ist in den USA mit über 600.000 verkauften Exemplaren – ein Erfolg.
Ich habe es ungelogen drei Mal gelesen! Immer auf der Suche: Was soll das? Nach dem Lesen der ersten Seiten was ich mir sicher, ich würde das Buch an dieser Stelle nicht besprechen. Der Autor verspricht „zwölf einfache Prinzipien, die in allen Bereichen des Lebens helfen, Menschen zu motivieren“ Einfach darf es ja gerne sein, aber ein Buch, wie ich mich und andere Menschen zum Erfolg antreibe, im Sinne von Ursache A und erzeugt Wirkung B, passt nicht in meine Gedankenwelt. Und für die, die daran glauben wollen, dass das funktioniert, sollten wahrscheinlich besser das Original von Dale Carnegie lesen.
Mein Lieblingszitat: „Erwarten Sie das Beste von den Menschen, die Sie führen“ Das ist nun nicht gerade neu, würde jetzt Diana Whitney sicher sagen – und dennoch kann ich dem zustimmen.
Ich weiß nicht so recht, wem das Buch was nutzen könnte und da es als „Lebensratgeber“ erschienen ist, sollte es ja sicher zu etwas nutzen… Ich kann aber allen denen das Buch wärmstens empfehlen, die ein Buch lesen möchten, in dem auf 220 Seiten neben vielen anderen J.W. v. Goethe (S. 21, 33, 194), K.Blanchard (S. 67f.); Alexander der Große (S.11.) Jesus Christus (S. (…), 210f.), A. Hitler (S. 16f.) , Mutter Teresa (S. 71, 203), J. Gagarin (S. 193), S. Freud (S. 46, 56), W. Churchill und Napoleon Bonaparte (S.191) erwähnt werden.
|
|
Coachingwissen für Personalverantwortliche
|
| |
Martina Offermanns, Andreas Steinhübel
Coachingwissen für Personalverantwortliche
226 Seiten
1. Auflage 2006
Campus Verlag
ISBN: 3-593-37959-7
EUR 49,90 |
|
Dieses Buch richtet sich, wie der Titel schon verrät, an Personalverantwortliche, die Coaching in einer Organisation einsetzen möchten. Die Autoren haben hierfür einen breiten Ansatz gewählt, zunächst weisen sie auf den „Coachingdschungel“ hin und bieten dem Leser dann folgende Coachingdefinition an:
„Coaching ist eine freiwillige, zeitlich begrenzte, methodengeleitete und individuelle Beratung, die den oder die Beratene darin unterstützt, berufliche Ziele zu erreichen. Ausgenommen ist die Behandlung psychischer Störungen“ (S. 19).
Beim Lesen der Definition und der nachfolgenden Begriffsklärung im Einzelnen frage ich mich, wem diese Definition im „Coachingdschungel“ nutzt. Was weiß ich als Personalverantwortlicher über Coaching, wenn ich mich zuvor nie damit beschäftigt habe und diese Definition lese?
In den nachfolgenden Kapiteln stellen die Autoren die Beteiligten im Coachingprozess vor, erörtern Nutzen, Zielgruppen und stellen Konzepte zur Bildung eines Coachingpools vor.
Sie beschäftigen sich mit der Implementierung und dem Marketing von Coaching in der Organisation und bieten Erfolgs- und Misserfolgstorys aus der Praxis an. Das Buch schließt dann mit einem Kapitel zur Evaluation von Coachingprozessen ab. Die auf dem Buchrücken versprochene Antwort auf die Frage „Welches Coaching empfiehlt sich in welcher Situation?“ habe ich im Buch nicht gefunden.
Zweifelsohne macht dieses Buch mit seinem Ansatz Personalverantwortlichen Coachingwissen zu vermitteln, einen Unterschied am deutschsprachigen Buchmarkt. Es hat einen Nutzen für Leser, die sich noch nicht mit Coaching beschäftigt haben und sich einen Überblick verschaffen möchten. Ich kann mir auch vorstellen, dass Personalverantwortliche die Coaching bereits einsetzen, die Kapitel internes Marketing und Evaluation als anregend empfinden. Mein Fazit: Das Buch regt durch seinen breiten Ansatz sich mit dem Thema Coaching in Organisationen zu befassen und bietet sicher auch eine solide Basis für weitere eigene Schritte des Lesers durch den „Coachingdschungel“.
|
|
zurück |