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LO 29 steht im Zeichen „Neuorientierung der Personalentwicklung“:
ein Thema, das mit Sicherheit das ganze Jahr über für
Bewegung im Unternehmen sorgt.
Im Editorial HR-Management? Personalentwicklung?
Oder was? setzt sich Sonja Radatz mit der Frage auseinander,
„Tun wir in der PE die Dinge noch passend?“ und
„Tun wir noch die passenden Dinge?“. Oliver Bartels
entwirft in seinem Cover-Artikel Personalauswahl im Interrelation
Center eine überzeugende Alternative zum Assessment Center.
Die Reflection Pieces von Josef Oberneder fragen unter dem
Titel Zur Motivation motivieren, wie in Zeiten kontinuierlicher
Veränderung Motivation geschaffen, aufrechterhalten und
gefördert werden kann; während Stephan Hametners
Skepsis als Methode sich mit den Wurzeln konstruktivistischen,
systemischen und autopoietischen Denkens auseinandersetzt,
das wir auch heute noch erfolgreich als Lebensphilosophie,
in der Wirtschaft, im HR Management, und in der Führung
bzw. Unternehmensführung anwenden (können).
In der Rubrik Theorie und Praxis zeigt Heinz K. Stahl mit
dem Artikel Netzwerkmanagement – eine neue Herausforderung
für Unternehmen und HR, welch hohe Anforderungen die
Steuerung von Netzwerken, also ein „Netzwerkmanagement“,
an die beteiligten Personen stellt – und welche erweiterten
Handlungsspielräume in solchen Netzwerken der Personalentwicklung
zukommen.
Franz-Markus Peschl widmet sich in seinem Artikel Raum für
Innovation und Knowledge Creation der Schaffung von „enabling
spaces“ („Möglichkeitsräumen“)
im Unternehmen. Und Sonja Radatz bietet in ihrem Artikel der
Rubrik Tools Von der „Personalentwicklung“ zum
Strategischen Human Frame Management ein komplett neues Modell
an, das die traditionelle Personalentwicklung ersetzen könnte.
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COVER STORY
Personalauswahl
im Interrelation-Center
Oliver Bartels
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Wie kommt es,
dass so viele Neubesetzungen unbefriedigend verlaufen –
trotzdem doch gerade in der Bewerberauswahl alles dazu getan
wird, um „noch objektiver“, „noch genauer“
und „noch detaillierter“ auszuwählen?
Anders gefragt: Brauchen wir hier überhaupt ein Mehr
desselben – oder ist es Zeit für eine überzeugende
Alternative zum Assessment Center? Oliver Bartels liefert
diese in Form seines Interrelation-Centers, das bereits vielfach
am Markt erfolgreich angewendet wurde. In seinem Artikel schildert
er sehr praxisbezogen dessen Grundlagen und wie es funktioniert.
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des Einzelartikels...)
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REFLECTION
PIECES
10 Thesen zur evolutionären Revolution in Veränderungsprozessen
Sonja Radatz
| 80%
der Veränderungsprozesse in Unternehmen laufen schief
oder werden nie zu Ende geführt. Das ist kein Zufall
– oder anders formuliert: Es liegt an uns, erfolgreiche
Veränderungsprozesse zu gestalten und umzusetzen. Sonja
Radatz hat in ihrer langjährigen Beratungspraxis 10 Thesen
für die Veränderung der Veränderungsprozesse
entwickelt, die ihrem Change-Modell zugrunde liegen. Diese
stellt sie in diesem Artikel vor.
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REFLECTION
PIECES
Zur Motivation motivieren
Josef Oberneder
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Manche Managementmoden
der Gegenwart scheinen nicht immer so zu funktionieren wie
geplant – und so scheint es auch mit den Ideen rund
um das Thema Motivation zu sein. In Zeiten multipler Turbulenz,
und dem im Management zweifelsfrei noch immer vorherrschendem
„Steuerungsmythos“ imponieren ja jene Akteure
in Organisationen ganz besonders, die sich selbst und andere
motivieren wollen bzw. können (?). Wie kann in Zeiten
kontinuierlicher Veränderung Motivation geschaffen, aufrechterhalten
und gefördert werden? Dieser Frage geht Josef Oberneder
in seinem Artikel nach.
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FORSCHUNG
UNTER DER LUPE
Skepsis als Methode Antike Zweifler im Vergleich mit dem
systemisch-konstruktivistischen Paradigma
Stephan Hametner
| Welche Wurzeln haben das konstruktivistische,
das systemische, das autopoietische Denken? Stephan Hametner
hat nachgeforscht – und ist bei den Skeptikern fündig
geworden: In deren „Tropen“, also Redewendungen,
philosophische Argumente oder ganze Argumentationsschemata,
finden sich erstaunliche Parallelen zu dem Denken, das wir
auch heute erfolgreich als Lebensphilosophie, in der Wirtschaft,
im HR Management, und in der Führung bzw. Unternehmensführung
anwenden (können).
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THEORIE UND PRAXIS
Netzwerkmanagement ? Eine neue Herausforderung für
viele
Heinz K. Stahl
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Ein Merkmal
der sogenannten "Network Economy" besteht darin,
dass sich die Unternehmenslandschaften immer mehr in Netzwerke
aus fokussierten Wertschöpfungszellen verwandeln. Jede
dieser Zellen verfolgt eigene Ziele, und doch verzichtet man
bewusst auf einen Teil der unternehmerischen Autonomie. Die
Bereitschaft dazu wurzelt in dem höheren Gesamtnutzen,
der sich aus einem Zusammenwirken ergibt.
Heinz K. Stahl zeigt in seinem Beitrag, welch hohe Anforderungen
die Steuerung von Netzwerken, also ein "Netzwerkmanagement",
an die beteiligten Personen stellt. Dabei rückt er die
Rolle des Human Resource Managements in den Vordergrund, dem
er weitaus größere Handlungsspielräume einräumt
als dies beim "klassischen" Personalmanagement der
Fall ist.
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des Einzelartikels...) |
TOOLS
Von der „Personalentwicklung“ Zum Strategischen
Human Frame Management
Sonja Radatz
Die
Ära der Personalentwicklung neigt sich seinem Ende zu.
Sie hat lange Jahre gute Dienste getan, kann aber auf die
Herausforderungen und Rahmenbedingungen der Zukunftsszenarien
keine adäquate Antwort mehr geben, ohne die Pointe zu
verpassen oder bestehende Ressourcen brach liegen zu lassen
– meint Sonja Radatz.
Sie schildert in ihrem Artikel ihre persönlichen Beobachtungen
in ihrer jahrelangen Zusammenarbeit mit Personalentwicklungsabteilungen
und bietet ein komplett neues Modell der Weiterentwicklung
an: Das Strategische Human Frame Management.
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LESSONS LEARNED
Raum für Innovation und Knowledge Creation
Franz-Markus Peschl
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Sogenannte „enabling
spaces“ („Möglichkeitsräume“)
sind der Nährboden für radikal neues („innovatives“)
Wissen, welches über das Optimieren bestehender Lösungen
weit hinausgeht. Diese Räume besitzen eine mentale, soziale,
aber auch physische Dimension. Sie entstehen abseits von Wettbewerb
und ökonomischen Zwängen und stellen so Räume
der „gratuité“ dar: Theater- und Experimentierräume
und Räume der Muße und Kooperation. Wie diese vor
allem von Seiten der HR-Abteilungen geschaffen und gefördert
werden können, beschreibt Franz-Markus Peschl in seinem
Artikel.
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des Einzelartikels...) |
SERVICE
Bücher-Tipps
der LO 29 - Jänner/Februar
rezensiert von Sonja Radatz
Strategie umsetzen
Erfolgreiche Implementierung von Veränderungsprozessen
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Bernd Remmers
Strategie umsetzen
Erfolgreiche Implementierung von Veränderungsprozessen
107 Seiten
Murmann Verlag
ISBN 3-938017-37-6
EUR 30,-- (sFr. 52,40) |
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Ein kurzes, kompaktes Buch. Ein sehr plakativ geschriebenes
Buch. Ein Buch, das zweifelsohne aus dem traditionellen
Denken heraus geschrieben wurde. Und wer es sich kauft,
um Veränderungsprozesse in Organisationen erfolgreicher
umzusetzen oder zu „implementieren“, der
hat sich das Buch vermutlich umsonst gekauft.
Aber das Buch versucht sich durchaus ambitioniert
im Anstoß an Veränderungsprozesse, welche
die eigene Person betreffen: Mit dem Konzept des „Kreislauf
des Gewinnens“ (wobei die Frage entsteht, warum
um alles in der Welt und gegen bzw. für wen wir
in Veränderungsprozessen „gewinnen“
sollten) versucht der Autor sehr knapp und verständlich
3 Phasen einzuführen, die jeder Führungskraft
dienlich sein können.
Einmal das Konzept des Sehens, dann das Konzept des
Handelns und schließlich der „Rhythmus
des Erfolgs“.
Na dann los!
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| Knowing
Through Changing
The Evolution of Brief Strategic Therapy
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Giorgio Nardone
und Claudette Portellli
Knowing Through Changing
The Evolution of Brief Strategic Therapy
201 Seiten
Crown House Publishing Limited
ISBN 1-84590015-4
L. 25,--
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Dies ist keinesfalls ein Wirtschaftsbuch, auch wenn
der Titel auf den ersten Blick darauf schließen
lässt. Aber es beschreibt in einem sehr einfachen
Englisch die Methode der strategischen Kurzzeittherapie,
wie sie Giorgio Nardone auf Basis der Arbeit von und
gemeinsam mit Paul Watzlawick entwickelt hat.
Im Prinzip geht es um eine etwas andere Gestaltung der
Therapie- eine Therapieform, die nicht dem Patienten
gefallen muss, sondern die für und mit dem Patienten
entwickelt wurde. Aber auch wenn es um Therapie geht:
Wir können viel von der Gestaltung der Gesprächsabläufe
lernen; für die Gestaltung von Führungsbeziehungen,
von unseren Beziehungen zu anderen Menschen; für
die Beratung, aber auch für den Umgang mit uns
selbst.
Das Buch enthält neben einer sehr schönen
Beschreibung der Methodik viele, viele aufgezeichnete
Therapiegespräche, die Anregungen darstellen können,
wie wir auch unsere Alltagsgespräche anders, vielleicht
effektiver, gestalten können.
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Konstruktivistische
Ökonomik |
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Gebhard Rusch (Hg.)
Konstruktivistische Ökonomik
360 Seiten
Metropolis Verlag
ISBN 3-89518-509-4
EUR 36,80
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Zugegeben:
Dieser Buchtitel ist sehr trocken. Aber dahinter verbergen
sich einige spritzige Artikel, die Menschen aus ganz
unterschiedlichen Bereichen im Unternehmen jedenfalls
aufhorchen lassen werden. Ganz verschiedene Themen werden
hier angesprochen, die in der Praxis einen echten Unterschied
schaffen können: Controlling aus der Beobachtung
zweiter Ordnung heraus, Konstruktivismus im Management,
Re-Culturing® oder etwa systemisches Marketing-Management
werden ebenso angesprochen wie systemisches Markenmanagement.
Und auch wer auf der Suche nach Erfolgsmustern vitaler,
erfolgreicher Unternehmen ist, wird hier fündig.
Ein Buch, das Konzentration erfordert, theoretisch sehr
fundiert ist, aber auch sehr gut ermöglicht, Ansätze
für die Praxis zu entwerfen bzw. zu gestalten.
Kurz: Ein Buch, das uns in eine neue Welt des praxisbezogenen
Management-Denkens und -Handelns führt.
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Good
Work
Für eine neue Ethik im Beruf
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Howard Gardner (Hrsg.)
Good Work!
Für eine neue Ethik im Beruf
440 Seiten
Klett-Cotta-Verlag
ISBN 3-608-94070-7
EUR 22,50/ sFr 40,50 |
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Wie können Spitzenleistungen
im Beruf mit persönlichen und humanen Überzeugungen
verbunden werden? Und wie
können wir erreichen, dass die Menschen, die in
unseren Unternehmen arbeiten, die Verantwortung für
ihr Handeln übernehmen? Dies beschreiben Mihaly
Czikszentmihalyi, Howard Gardner und William Damon in
ihrem gemeinsamen Buch. Die stärkste Triebfeder
im Job, so meinen sie, sei nicht das Geld, sondern die
Selbst-Verpflichtung, gute Arbeit leisten zu wollen
– und so kann jeder auch unter schwierigen Bedingungen
erhöhter Anforderungen Spitzenleistungen erbringen.
Dabei beschreiben sie, was „gute Arbeit“
in zwei Beispielbranchen bedeuten könnte: der Gentechnikbranche
und der Journalismusbranche. Aber es geht auch darum,
was getan werden kann, um die entsprechenden Bedingungen
für „gute Arbeit“ im Unternehmen zu
schaffen.
„Gute Arbeit“ wird so zu etwas, das wir
formen können: Einerseits als Personalverantwortliche,
indem wir die entsprechenden Rahmenbedingungen zur Verfügung
stellen; und andererseits als Betroffene/ Beteiligte,
indem wir jeden Tag klare Ziele und Vorhaben in Richtung
einer „guten Arbeit“ stecken und diese dann
konsequent umsetzen.
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