Die
LO 28 widmet sich dem Thema „Verändern wir die Veränderungsprozesse“,
das derzeit sehr viele Unternehmen bewegt – ganz einfach
deshalb, weil die herkömmlichen Change-Rezepte oft nicht
mehr aufgehen:
Der Editorial Gelebte Veränderung? denkt an, wie kontinuierliche
Veränderung an der Basis die von oben angeordneten Veränderungsprozesse
ersetzen kann. Steve Lundin stellt in seinem Cover-Artikel die
sieben Zutaten seiner weltberühmten FISH! - Philosophie
vor. Sonja Radatz stellt in ihren Reflection Pieces mit dem
Titel 10 Thesen zur evolutionären Revolution in Veränderungsprozessen
die meisten gängigen Vorgangsweisen in Veränderungsprozessen
auf den Kopf. Heinz K. Stahl fokussiert in seinem Artikel Mittleres
Management – Nadelöhr für Veränderungsprozesse?
auf die Rolle des mittleren Managements in Veränderungsprozessen.
Brainstorming für den Kopf verspricht Florian Fischers
Special Comment Selbstorganisation als Gesetz aller Prozesse
universellen Lebens.
Aber die LO 28 hat auch Umsetzungsanleitungen in Sachen Veränderungsmanagement
zu bieten: Teamdiagnose auf systemisch von Dani Rey führt
den Reigen an; sehr gut ergänzt von Marlies Lenglachners
Lösungsfokussiert Systemisches Coaching – LSC®
bei Teams in Veränderungsprozessen, in dem die Autorin
schildert, wie sich Teams unter hohem Veränderungsdruck
erfolgreich weiterentwickeln können. Michael Loebbert,
Erfolgsautor von „Storymanagement“ berichtet in
seinem Artikel Stories of Change – Wie Geschichten Veränderung
in Unternehmen führen über die konkrete Anwendung
von Stories in Change-Prozessen; Unternehmen, sterbt schneller!
- ein Artikel zum Nachdenken von Frank E.P. Dievernich; Katja
Wengel und Joachim Hipp vermitteln in Innovationsbrücken
für Change Manager, wie zwischen Bewährtem und Neuem
eine erfolgreiche Brücke geschlagen werden kann; und Oliver
Bartels beschreibt in BalancedChange, wie Führungskräfte
erfolgreich einen Change-Prozess gestalten und umsetzen können.
|
 |
COVER STORY
FISH!
als Motor für Arbeitsqualität und Veränderung
Stephen C. Lundin, Ph.D.
| |
Steve Lundin, Ph.D., ist Autor, Filmemacher und Vortragender auf allen 5 Kontinenten.
Er schuf und produzierte die preisgekrönte Firestarter
Serie über den Gedichteschreiber David Whyte sowie gemeinsam
mit anderen die Filme FISH!, FISH! STICKS und FISH! Tales.
Darüber hinaus Autor der Bestseller FISH!, FISH! Tales,
FISH! Sticks und FISH! for Life, die mehr als 5 Millionen
mal verkauft wurden.
(Bestellung
des Einzelartikels...)
|
REFLECTION
PIECES
10 Thesen zur evolutionären Revolution in Veränderungsprozessen
SONJA RADATZ
| 80%
der Veränderungsprozesse in Unternehmen laufen schief
oder werden nie zu Ende geführt. Das ist kein Zufall
– oder anders formuliert: Es liegt an uns, erfolgreiche
Veränderungsprozesse zu gestalten und umzusetzen. Sonja
Radatz hat in ihrer langjährigen Beratungspraxis 10 Thesen
für die Veränderung der Veränderungsprozesse
entwickelt, die ihrem Change-Modell zugrunde liegen. Diese
stellt sie in diesem Artikel vor.
(Bestellung
des Einzelartikels...)
|
|
FORSCHUNG
UNTER DER LUPE
Mittleres Management ? Ein Nadelöhr für Veränderungsprozesse?
Heinz K. Stahl
| Die
traditionelle Aufgabe des mittleren Managements, durch Routinewissen
und seine feste organisatorische Verankerung für kontinuierliche
Anpassungen und Stabilität des Unternehmens zu sorgen,
kommt besonders dort in Bedrängnis, wo die Bedingungen
der sogenannten "high velocity" herrschen: wo sich
also Nachfrage, Wettbewerb und Technologie rasch und unvorhersehbar
verändern. Und gerade hier ist das mittlere Management
aufgrund seiner "Sandwich-Position" zunehmend auch
mit "hausgemachten" Diskontinuitäten konfrontiert.
Bei geplanten Veränderungsprozessen, besonders wenn sie
als "Bombenwurfstrategie" orchestriert werden, kennt
es kaum die vollen Hintergründe, muss jedoch trotzdem
so tun, als ob es sich mit der Rationalität der Änderungen
voll identifizierte.
Heinz K. Stahl zeigt in seinem Beitrag, welche vernachlässigten
oder gar nicht bekannten Fähigkeiten und Fertigkeiten
("Kompetenzen") thematisiert und entwickelt werden
müssen, um das mittlere Management vom möglichen
Nadelöhr zum Katalysator von geplanten Veränderungsprozessen
zu transformieren.
(Bestellung
des Einzelartikels...)
|
Special
Comment.
Selbstorganisation als Gesetz aller Prozesse universellen
Lebens
von Florian Fischer
| Der Selbstorganisation gelassen Raum geben.
Was bedeutet das für den Manager, für uns persönlich?
Diesen Fragen geht Florian Fischer in seinem Artikel sehr
pointiert und komprimiert nach – und trifft auf Punkte,
die uns zum Nachdenken anregen und uns dazu bewegen, die Dinge
in Frage zu stellen: Unsere eigenen Handlungen und Nichthandlungen,
die Art und Weise wie wir unsere Arbeit angehen oder lieber
lassen und unsere Möglichkeiten, Selbstorganisation zuzulassen.
(Bestellung
des Einzelartikels...) |
THEORIE UND PRAXIS
Stories of Change - Wie Geschichten Veränderung in
Unternehmen führen
Michael Loebbert
| 
|
Geschichten,
die wir über unsere Erlebnisse erzählen, geben diesen
Bedeutung und Sinn – und stellen damit die Sinngeneratoren
menschlichen Handelns dar. Das gilt für individuelles
Erleben genau so wie für Erleben im Kontext von Organisationen.
Darüber hinaus gestalten sie aber auch Werte und Identität,
und können daher in Unternehmen – insbesondere
im Zusammenhang mit Veränderungsprozessen – sehr
effektiv eingesetzt werden. Denn Geschichten vermitteln Lehrstücke
und Beispiele für das was funktioniert und was erfolglos
bleibt.
Ihre Macht und Wirksamkeit beruht darauf, dass Geschichten
Menschen direkt in ihrem Erleben ansprechen. Und natürlich
haben wir Menschen ein feines Gespür dafür, was
eine gute Geschichte für uns ist bzw. mit welchen Geschichten
wir unserem Leben und auch unserer Zusammenarbeit in Organisationen
Sinn geben wollen.
Wie Geschichten in Unternehmen bewusst genutzt werden können,
um erfolgreich zu führen, beschreibt Michael Loebbert
in seinem Artikel.
(Bestellung
des Einzelartikels...) |
LESSONS LEARNED
Innovationsbrücken für Change-Manager
Katja Wengel und Joachim Hipp
Wer
Veränderungen plant, richtet seinen Blick im Idealfall
darauf, was in Zukunft getan werden soll. Dabei laufen ManagerInnen
leicht Gefahr, das Bisherige abzuwerten und sich nur auf das
Neue zu konzentrieren. Ein Vorgehen, durch das sich Führungskräfte
wie Mitarbeiter häufig abgewertet fühlen und in
der Folge Widerstand entwickeln. Die von Katja Wengel und
Joachim Hipp entworfene „Innovationsbrücke“
sorgt dafür, dass ein guter Übergang zwischen dem
guten Bewährten und dem interessanten Neuen entsteht
und Veränderung auf diese Weise in eine förderliche
Balance gebracht wird.
(Bestellung
des Einzelartikels...) |
|
BEST PRACTICES
Die Bedeutung von Rahmenbedingungen in Organisationsaufstellungen
Kristine Alex
| Organisationsaufstellungen
benötigen spezielle Rahmenbedingungen, damit erfolgreich
gearbeitet werden kann.
Ebenso ist es wichtig, eine ganze Vielfalt von Wahrnehmungsebenen
mit einzubeziehen, um Lösungen zu erarbeiten.
Welche Rahmenbedingungen berücksichtigt werden sollten,
beschreibt Kristine Alex in ihrem Artikel, in dem sie ihre
persönlichen Erfahrungen im Bereich Organisationsaufstellungen
weitergibt.
(Bestellung
des Einzelartikels...) |
TOOLS
Balanced Change
Oliver Bartels
| 
|
Die Frage, warum Change-Prozesse in Unternehmen
immer wieder scheitern ist mittlerweile ein Klassiker der
Management- und Organisationsentwicklungsliteratur.
Dass der Kampf um einen erfolgreichen Veränderungsprozess
dennoch nicht vergeblich ist, beweist Oliver Bartels mit
seinem Artikel: Veränderung ist aus seiner Sicht selbst
dann möglich, wenn die Veränderungsarbeit bei
der zweitbesten Lösung ansetzen muss, oder in anderen
Worten: Veränderung kann auch dann vom mittleren Management
erfolgreich gestaltet und umgesetzt werden, wenn die Unetrnehmensleitung
das Ziel des Change-Prozesses bereits vorgeschrieben hat.
(Bestellung
des Einzelartikels...)
|
KNOW
HOW
Lösungsfokussiert Systemisches Coaching – LSC®bei
Teams in Veränderungsprozessen
Marlies Lenglachner
| Wie wird aus
einem erschöpften, demotivierten, enttäuschten und
perspektivenlosen Team ein Team, das rasch wieder in den „Flow“
kommt, Spaß an der Arbeit hat und interessiert ist,
weiterzukommen? Dieser Frage widmet sich der Artikel von Marlies
Lenglachner, in dem es ihr gelingt, nicht nur die Rahmenbedingungen
für funktionierende Teamarbeit in Veränderungsprozessen
darzustellen, sondern diese auch in ihrem Ablauf und in der
Umsetzung sehr plastisch darzustellen.
(Bestellung
des Einzelartikels...) |
|
READERS PAGES
Unternehmen, sterbt schneller!
Frank E.P. Dievernich
| 
|
Unzählige Optimierungs-, Sanierungs-
und Effizienzprogramme suggerieren uns täglich, dass
wir das Leben unserer Unternehmen bis ins Unendliche steigern
können – oder anders formuliert: Wir entdecken
immer wieder neue Möglichkeiten, die uns die Sicherheit
vermitteln, dass „es schon irgendwie weitergeht“.
Die Frage ist nur: Macht dies Sinn? Oder bringt es letztendlich
vielleicht sogar wesentlich mehr, sich mit der gegenteiligen
Thematik zu beschäftigen – damit, wie Unternehmen
schneller sterben können, um Platz für Neues zu
schaffen und den Umgang mit Unsicherheit zu üben?
Letzterem Gedanken widmet sich Frank Dievernich in seinem
Artikel – und verändert damit das grundsätzliche
Paradigma in Management und Unternehmensführung. Ein
Artikel, der uns zum Nachdenken zwingt.
(Bestellung
des Einzelartikels...)
|
SERVICE
Bücher-Tipps
der LO 28 - November/Dezember
rezensiert von Sonja Radatz
| |
Michael Loebbert
Storymanagement
257 Seiten
Klett-Cotta Verlag
ISBN 3-608-94057-X
EUR 27,50 |
|
Storymanagement ist eine Methodik, die ihre Wurzeln
im narrativen Ansatz hat. Dieser geht davon aus, dass
das Erleben und Handeln von Menschen die Form von
Geschichten hat – oder anders formuliert: Nur
das, was als Geschichte erlebt und getan wird, hat
Bedeutung für unser Leben. Und die Geschichten
die erzählt werden, haben Auswirkungen darauf,
was getan bzw. nicht getan wird. Das hat natürlich
Auswirkungen auf das Unternehmen im Allgemeinen und
auf Führung und Management im Besonderen.
Michael Loebbert gibt in seinem Buch einen ganz ausgezeichneten
Überblick darüber, wie wir in den Geschichtenkreis
unseres Unternehmens intervenieren können und
welche Ansätze und Instrumente uns mit Storys
zur Verfügung stehen, um aus unseren Unternehmen
bzw. Teams eine gute Geschichte zu machen.
Er stellt zunächst dar, wie Geschichten als rhetorisches
Mittel, als Speicher und Medien für Handlungsmuster,
soziale Regeln und Normen, als Emergenzphänomene
und als Interventionen wirken können und erklärt
dann sehr praxisnah, wie das Management mit Geschichten,
das Geschichten erzählen als Intervention und
die Anwendung von Storytelling als „narrative
Beratung“ im Consulting-Bereich funktioniert.
Und ganz besonders schön fand ich das Kapitel
über die Vermittlung von Sinn in Unternehmen
mit Geschichten…
|
|
|
Der Fred-Faktor
Ein Motivationsbuch
|
| |
Mark Sanborn
Der Fred-Faktor
Ein Motivationsbuch
126 Seiten
mvg Verlag
ISBN 3-636-06121-6
EUR 15,90
|
|
Was können
wir von unserem Postboten lernen? Nun, dazu müssten
wir ihn erst einmal von der Nähe betrachten und
seine Arbeit verfolgen – oder besser, die Art
und Weise wie er seine Arbeit tut. Das machte Mark Sanborn:
Er lernte anlässlich seines Umzug den Postboten
näher kennen und begann sich alsbald, mit dessen
besonderer Einstellung zu seiner Arbeit näher zu
beschäftigen: Denn Fred ist durch und durch bemerkenswert
– er engagiert sich weit mehr als üblich
und ausgesprochen engagiert um seine Kunden und erweckt
dabei stets den Eindruck, als bereite ihm sein doch
sehr alltäglicher Job eine besondere Freude.
Dieses Buch beantwortet die Frage, wie wir mehr Energie
in unser Privat- und Berufsleben bekommen und die Beziehungen
zu anderen Menschen intensivieren können –
mit Hilfe von 4 Prinzipien: Jeder kann etwas bewirken;
Erfolg baut auf Beziehungen auf; wir sollten ständig
etwas erschaffen, das für andere wertvoll ist,
ohne dass es uns einen Cent kostet; wir können
uns selbst immer wieder neu erfinden.
Aufbauend auf diesen vier Prinzipien beschreibt Mark
Sanborn sehr knapp, klar und verständlich, wie
wir nicht nur den „Fred-Faktor“ in unserem
täglichen Privat- und Berufsleben umsetzen können,
sondern auch, wie wir andere „Freds“ fördern
und unterstützen können. Ein unglaublich einfaches,
aber sehr hilfreiches Buch für Menschen, die an
sich arbeiten möchten!
|
|
Die
Kunst des Dialogs
Kreative Kommunikation entdecken |
| |
Johannes F. Hartkemeyer
und Martina Hartkemeyer
Die Kunst des Dialogs
Kreative Kommunikation entdecken
242 Seiten
Klett-Cotta Verlag
ISBN 3-608-94118-5
EUR 28,--
|
|
Der Dialog
ist ein Kommunikationsverfahren, ein ergebnisoffener
Prozess, in dem die Regeln, Methoden und Rituale sich
stets für den Erkenntnisprozess als dienlich erweisen
sollen. Es wurde im Wesentlichen vom Quantenphysiker
David Bohm und vom jüdischen Religionsphilosophen
Martin Buber entwickelt. Bei David Bohm bedeutet Dialog
das „Fließen von Sinn“ – das
Suchen und Entwickeln neuer, zuvor nicht bekannter Bedeutung
in einer Gruppe um und durch die Menschen. Damit soll
der Dialog ermöglichen, den Voraussetzungen, Ideen,
Annahmen, Überzeugungen und Gefühlen von Menschen
auf den Grund zu gehen, die unterschwellig die Interaktionen
in der Gruppe beherrschen. Dialog ist weder Diskussion
noch Debatte, aber auch kein Disput. Es geht nicht darum,
sich durchzusetzen, „Punkte zu machen“ und
mit der eigenen Meinung zu „gewinnen“, sondern
alle Beteiligten gewinnen zu lassen und ihnen gleichzeitig
neue Einsichten zu vermitteln.
In diesem Buch beschreiben Johannes und Martina Hartkemeyer,
wie Dialog in unterschiedlichen Situationen funktioniert
und angewendet werden kann: Ein sehr übersichtliches
Lehr- und Lernbuch mit zahlreichen Übungen, abwechslungsreich
gestaltet und sehr kompakt angelegt.
|
|
Miteinander
denken
Das Geheimnis des Dialogs
|
| |
Martina und Johannes F. Hartkemeyer,
L. Freeman Dhority
Miteinander denken
Das Geheimnis des Dialogs
284 Seiten
Klett-Cotta-Verlag
ISBN 3-608-91943-0
EUR 22,50 |
|
Dialog ist kein Zaubermittel,
aber ein erster, einfacher Schritt, wie in Teams, in
Führungsbeziehungen, in Meetings, aber auch zwischen
den Mitgliedern der Organisation optimaler kommuniziert
werden kann – für alle Beteiligten.
Den Dialog muss man üben; und in diesem Buch wird
verraten, wie. Die insgesamt 10 Kernfähigkeiten,
die hier vorgestellt werden, unterstützen die Lernenden
dabei. Darüber hinaus wird dargestellt, wie der
Dialogprozess abläuft, welche Rolle und Rahmenbedingungen
der Dialogbegleiter braucht und wie der Dialog nicht
nur in Organisationen, sondern auch im sozialen Alltag,
in der Politik und beim Thema Ökologie angewendet
werden kann.
Praxisorientiert, anwenderfreundlich und verständlich
beschrieben: Das sind die Qualitäten dieses Buches,
die den Leser begleiten. Freeman Dhority, der Co-Autor
dieses Buches, hat William Isaacs in seinem MIT-Projekt
zum Thema Dialog langjährig begleitet und Dialog
erstmals in Deutschland eingeführt.
|
|
zurück |