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COVER STORY
Die
Zukunft des Wissensmanagements
Marco Bettoni
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Wenn wir an Wissensmanagement
denken, kommen uns zunächst Datenbanken und technische
Applikationen in den Sinn, die darauf gerichtet sind, Wissen
aus den Köpfen der Mitarbeiter zu ziehen und für das
Unternehmen nutzbar zu machen. Marco Bettoni stellt diese Ansicht
in seinem Artikel auf den Kopf: Er geht davon aus, dass Wissen
von den Mitarbeitern gemeinschaftlich konstruiert wird. Dies
erfordert ein gänzliches Umdenken im Wissensmanagement
– geht es nun doch darum, die Menschen zusammenzubringen,
etwa in den von ihm propagierten „Business Learning Communities“.
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FORSCHUNG UND ERGEBNISSE
REFLECTION PIECES
Vom Lernen zum selbstorganisierten Lernen – zwölf
Thesen
Bernhard Pörksen
Vom
Lehr-Paradigma zum Lernparadigma; vom Erzeugen von Lernen zum
Ermöglichen von Lernen; und von der Ruhebank festen Wissens
zur Gewissheit einer Notwendigkeit ständigen Umkonditionierens
– diese und noch viel mehr Punkte, die in Bezug auf „Wissensmanagement“
und „Lernen“ in Zukunft zentrale Bedeutung erlangen
werden, beschreibt Bernhard Pörksen in seinem Artikel auf
knappste Art und Weise: In zwölf Thesen, die eine Wende
im Lernen einleiten.
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FORSCHUNG
UNTER DER LUPE
Lernen und Wissensmanagement in Empowermentprozessen
Martin Schaurhofer und Franz-Markus Peschl
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Empowermentprozesse sind all jene Prozesse, die Menschen durchleben,
wenn sie sich gemeinsam mit anderen zusammenschließen,
um mehr Einfluss im eigenen Leben zu erhalten. Selbsthilfegruppen
und Wissensgemeinschaften sind typische Beispiele dafür.
Das hier vorgestellte Konzept der „wissensorientierten
Empowermentbegleitung“ will individuelle und gruppenbezogene
Empowermentprozesse unterstützen. Dadurch können Menschen
ihre Lebenssituationen ebenso wie ihre eigenen Kompetenzen aus
bisher ungewohnten Perspektiven wahrnehmen. Sie können
neue Ideen für den Zusammenschluss mit anderen und für
das Agieren in Öffentlichkeiten gewinnen.
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SPECIAL
COMMENT
Systemisches Wissensmanagement – die nächsten
Schritte
Helmut Willke
Oft genug wurde prophezeit, dass Wissensmanagement nach einigen
Jahren der hohen Wogen der vollkommenen Bedeutungslosigkeit
zum Opfer fallen würde. Allein, das ist nicht geschehen:
Denn Wissensmanagement ist für die Sicherung des Erfolgs
in der Unsicherheit von morgen unverzichtbar – in allen
Unternehmen. Welche – teils neuen – Herausforderungen
auf die Disziplin möglicher Weise morgen warten und wie
diesen erfolgreich begegnet werden kann, beleuchtet Helmut
Willke in seinem Artikel.
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THEORIE
UND PRAXIS
Wie Management Development gelingt
Rainer Schmid
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Nicht selten sind Management Development-Programme geprägt
durch die Vermittlung von Tools und Rezepten. Dies führt
jedoch nicht zu zufrieden stellenden Ergebnissen, wie die Praxis
täglich beweist und Rainer Schmid in seinem Artikel darstellt.
Seiner Ansicht nach müssen sich Unternehmen – um
Management-Probleme von morgen zu verhindern – professioneller
mit der Förderung und Entwicklung ihrer Führungskräfte
als bereits heute auseinandersetzen und ihre Vorgehensweise
im Management Development grundlegend verändern.
Der Artikel basiert auf seiner im Jahr 2004 im Rahmen des universitären
Lehrganges Master of Sciene (MSc) in Organisational Development
verfassten Masterthesis.
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SERIE
Stimmig
führen
Franz Friczewski
„88 % der Mitarbeiter verspüren keine echte Verpflichtung
ihrer Arbeit gegenüber.“ Dieses Ergebnis der deutschen
Gallup-Studie 2003 ist im Grunde paradox: Schließlich
gibt es nichts, was sich Organisationen heute weniger leisten
könnten als Gleichgültigkeit ihrer Mitarbeiter.
Um überleben zu können, müssen sie mehr denn
je lernen, kundennäher, prozessorientierter, lernfähiger,
kurz: vitaler / lebendiger zu werden und Selbstblockaden zu
überwinden. Führung erweist sich daher erst in dem
Moment als stimmig, wenn es ihr gelingt, Menschen zu inspirieren
– und zwar auch und gerade jene Menschen, die sich in
den Käfig einer inneren Kündigung zurückgezogen
haben.
Was braucht es, um Führung in diesem Sinne stimmig zu
gestalten? Wir alle haben in uns, so meint Franz Friczewski
in diesem Artikel, die natürliche Anlage für Kohärenzgefühl,
das heißt für einen „Kompass“, der
uns anzeigt, was stimmt.
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UNTERNEHMENSPRAXIS
WERKZEUGE
Knowledge Flow Meetings (KFM®) – Die neue Logik des Lernens
Josef Oberneder
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kann in Organisationen sinnvoll gelernt werden? Und wie kann
dieses Lernen so organisiert werden, dass sinnvolles Wissen
generiert wird? Mit dem von ihm entwickelten Konzept der Knowledge
Flow Meetings (KFM), die er im Zuge seines Wissensmanagementstudiums
als Master These vorgelegt hat, schafft Josef Oberneder ein
Instrument, das in Unternehmen einfach umgesetzt werden kann
– und hohe Wirkung erzielt. (Bestellung
des Einzelartikels...)
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SERVICE
Bücher-Tipps
der LO 25– Mai/ Juni 2005
rezensiert von Sonja Radatz
Fragekompetenz für
Führungskräfte
Handbuch für wirksame Gespräche mit Mitarbeitern
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Andreas Patrzek
Fragekompetenz für
Führungskräfte
363 Seiten
Rosenberger Fachverlag
ISBN 3-931085-41-4
EUR 44,80 (sfr 74) |
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Dies ist ein Toolbuch für
Führungskräfte. Und wer bislang sich selbst
eher als Antwortgeber denn als Fragesteller erlebt hat
und in Zukunft mehr auf die Seite des Frage Stellens
und in Frage Stellens wechseln möchte, für
den ist dieses Buch mit Sicherheit ein wertvoller Begleiter.
Fragetechniken für alle Gesprächssituationen
von Führungskräften sind darin enthalten –
für Mitarbeitergespräche, Einstellungsgespräche,
Gespräche in Konflikten und zur Bearbeitung von
konkreten Lösungen.
Der Autor setzt dabei exakt an jener Situation an, welche
die Führungskräfte täglich erleben –
oder von der wir ausgehen, dass sie sie täglich
erleben müssten. Das ist einerseits sehr konsequent
und zielgruppenorientiert, geht aber leider nicht auf
die Frage ein, ob denn Führungskräfte diese
Situationen überhaupt erleben müssen –
etwa Abmahnungsgespräche oder „Coaching-Gespräche“,
wie er diese beschreibt. Aber das war vermutlich auch
gar nicht das Ziel des Autors und soll daher nur am
Rande angemerkt werden.
Vielleicht entsteht ja bereits dann, wenn Führungskräfte
aufhören zu antworten und beginnen, Fragen zu stellen,
eine veränderte Situation, die neue Möglichkeiten
der Führung erzeugt.
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Wissen und Wirklichkeit
Beiträge zum Konstruktivismus
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Gebhard Rusch (Hrsg.)
Wissen und Wirklichkeit
265 Seiten
Carl-Auer-Systeme Verlag
ISBN 3-89670-126-6
EUR 19,90 |
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Ernst von Glasersfeld hat mit dem von ihm auf den
Weg gebrachten Radikalen Konstruktivismus ein überaus
wichtiges transdisziplinäres wissenschaftliches
Programm zur Erklärung des Begriffs „Wirklichkeit“
auf den Weg gebracht. Ihm zu Ehren erschien nun der
interdisziplinäre Band, der zu zentralen Themen
des konstruktivistischen Programms Stellung nimmt:
Wissenschaft und Rationalität, Kognition und
Sozialität sowie Sprache und Verstehen. Mehrere
Autoren kommen hier zu Wort: Etwa Fritz Simon mit
seinem Artikel über das Ent-Lernen, Hans Rudi
Fischer über Rationalität, Logik und Wirklichkeit
oder Gebhard Rusch über Konstruktivistische Theorien
des Verstehens.
Natürlich ist dieses Buch sehr allgemein gehalten
und dadurch auch auf viele verschiedene Bereiche anwendbar;
aber gerade im Wirtschaftskontext vermag es unser
„business as usual“ hervorragend in Frage
zu stellen und bezüglich unserer Handlungen,
unserer Weltanschauung, unserer Haltung neue Themen
aufzuwerfen.
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und uns die Welt
um uns herum neu definieren lässt.
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Konstruktivistisches
Wissensmanagement
Wie Wissensarbeiter ihre Arbeit organisieren
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| Stefan Meinsen
Konstruktivistisches Management
234 Seiten
Beltz Wissenschaft
Deutscher Studien-Verlag
ISBN 3-407-32044-2
EUR 29,90
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Nach
wie vor wird Wissensmanagement eher mit einem abstrakten
Managementkonzept oder EDV-technischen Lösungen
in Verbindung gebracht – und im Zentrum der Thematik
stehen Datenbanken sowie die Frage, wie Wissen „verwaltet“
und „verteilt“ werden kann. Im Zentrum der
konstruktivistischen Wissenstheorie hingegen steht der
Mensch, und um diesen – besser, um die Zusammenführung
von Menschen, um Wissen zu konstruieren – dreht
sich dieses Buch, das die Arbeit von Wissensarbeitern
näher beleuchtet.
Der Autor bedient sich dabei der konstruktivistischen
Wissenstheorie nach Ernst von Glasersfeld und leitet
daraus den Ansatz des Konstruktivistischen Wissensmanagements
ab. Verantwortlichen in der internen Beratung sowie
HR-Experten wird dieses Buch ein guter Begleiter sein,
denn er beschreibt, wie an das Projekt Wissensmanagement
aus konstruktivistischer Sicht herangegangen und wie
das Konzept erfolgreich umgesetzt werden kann.
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Einführung
in das systemische Wissensmanagement
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Helmut Willke
Einführung in das systemische
Wissensmanagement
120 Seiten
Carl-Auer Compact Verlag
EUR 12,95 |
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„In
der Kürze liegt die Würze.“ Unter diesem
Aspekt ließe sich das sehr kompakte und kurz,
aber dennoch praxisbezogen gehaltene Buch von Helmut
Willke wohl am besten beschreiben. Er geht darin auf
alle wesentlichen Faktoren des systemischen Wissensmanagements
ein – beginnend bei den Begriffen „systemisch“,
„Management“ und „Wissen“ und
arbeitet sich über theoretische Leitfragen zu den
praktischen Aspekten des systemischen Wissensmanagements
vor.
Leicht verständlich vermittelt er, wie Kulturlösungen
im Wissensmanagement den IT-Lösungen vorzuziehen
sind, propagiert gut platzierte Pilotprojekte anstatt
von Top-Down-Lösungen und zieht eindeutig eine
langsame Stärkung der Wissensbasierung kurzfristigen
Lösungen vor. Darüber hinaus werden als Instrumente
der Wissensbaum, der Mikroartikel und die Wissenslandkarte
vorgestellt und Ideen zu deren Einführung im Unternehmen
geliefert.
Alles in allem ein knapper Begleiter für all jene,
die sich am liebsten auf das Wesentliche konzentrieren.
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