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COVER STORY
Warum
Pläne immer wieder scheitern
Humberto Maturana Romésin
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Worauf basieren
unsere Unternehmen? Auf Strukturen, Anweisungen, Durchsetzung
und Kontrolle? Oder auf der
Schaffung eines offenen Raums für Gespräche und die
gemeinsame Koordination von Emotionen, von Wünschen
durch Inspiration, Partizipation, die Schaffung einer Gemeinschaft
koordinieren, in der alle in irgendeiner Weise an
der Koordination aktiv beteiligt sind? Und wie können wir
den Grundstein für funktionierende, erfolgreiche Unternehmen
legen? Sicherlich nicht mit Plänen, die wir von oben nach
unten durchsetzen.
Humberto Maturana befasst sich in diesem Artikel mit seiner
Perspektive der Unternehmensführung. Der Artikel wurde
aus seinem Vortrag im Rahmen des 1. Weltkongresses für
Systemisches Management 2001 des ISCT in Wien gestaltet.
(Bestellung
des Einzelartikels...) |
FORSCHUNG UND ERGEBNISSE
Reflection Pieces
Paradoxien im Management
Josef Oberneder
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Grundparadoxien bestehen in Organisationen – und was muss
bedacht werden, um die Managementaufgabe auch in Zukunft erfolgreich
zu bewältigen? Diese Frage reflektiert Josef Oberneder
in seinem Artikel – und gibt Antworten in Form von leitenden
Thesen, die für ManagerInnen ernstzunehmende Meilensteine
darstellen können (Bestellung
des Einzelartikels...) |
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Forschung
unter der Lupe
Lösungsstrategien in der Selbstorganisation
Georg Ivanovas
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Welche Prinzipien
liegen erfolgreichen Strategien und optimalem Strategiemanagement
zugrunde? Und wie können diese Prinzipien im Unternehmen
möglichst einfach berücksichtigt und integriert werden?
Georg Ivanovas zeigt in seinem Artikel Grundsätze auf,
die erfolgreichen Strategieentwicklungsprozessen und Strategien
zugrunde liegen – und er stellt Werkzeuge vor, um Vorgänge
in einer Organisation zu beschreiben und wendet diese auf die
Gestaltung eines Struktur- und Organisationsrahmens in Unternehmen
an. (Bestellung
des Einzelartikels...) |
Best
of Theoretical Works
Management im Wandel braucht Widerstandsprävention
Arnaldo Cacaci
Unternehmen,
die heute und morgen erfolgreich sein wollen, befinden sich
zwangsweise in einem steten, dynamischen Wandel. Und gerade
am Wandel, genauer gesagt, am Widerstand gegen den Wandel,
scheitert immer noch ein Großteil der Unternehmen.
Wie kann dem Widerstand begegnet werden – und noch besser:
Wie kann fundiert Prävention geleistet werden, sodass
Widerstand gar nicht erst auftritt? Dies
untersuchte Arnaldo Cacaci in seiner Dissertation –
und kam zu konkret umsetzbaren Ergebnissen. (Bestellung
des Einzelartikels...)
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Theorie
und Praxis
General Management aus evolutionärer Sicht
Sonja Radatz
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Das General Management steckt in einer Krise; denn was einmal
gut war, funktioniert heute nicht mehr; und für das, was
heute Not tut, scheinen noch keine Instrumente im Umlauf zu
sein. Nun, es könnte sein, dass in dieser Situation evolutionäres
General Management eine echte Alternative darstellt –
und Chancen bietet, wo das lineare Management längst abgedankt
hat. Eine Beschreibung von Sonja Radatz. (Bestellung
des Einzelartikels...) |
SERIE
Organisation als triviale Maschine
Franz Friczewski
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Es kann bereichernd sein, wenn wir lernen, die Organisationen,
mit denen wir es zu tun haben, als etwas zu betrachten, was
wir selber täglich neu erschaffen – einfach durch
die Art, wie wir hören und sprechen. Diese Sichtweise
konsequent durchzuhalten, bedeutet allerdings, unsere gewohnten
Denk-Muster kräftig gegen den Strich zu bürsten.
Wer sich dieser Mühe unterzieht, der kann mit überraschenden,
spannenden, aber auch mit nachdenklich machenden Einsichten
rechnen.
Franz Friczewski versucht in diesem Artikel, auf diese Weise
den Schaltplan (oder auch „Eigenwert“) von Organisationen
zu rekonstruieren, die sich der Logik trivialer Maschinen
verschrieben haben. Er geht dafür unter anderem zurück
bis zu den Wurzeln von Organisation im „alten Europa“
der Megalith-Kultur vor etwa 7000 Jahren. (Bestellung
des Einzelartikels...)
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WISSENSDATENBANK
Lessons
learned
Die gefährliche Idee einer „besseren“ Zukunft
Petr Parma
Jeder
Prozess des Wandels charakterisiert sich dadurch, dass sowohl
die Betroffenen als auch die Berater lernen – und beim
nächsten Mal im Idealfall bereits mehr Know-how in das
Projekt einbringen können.
Petr Parma schildert in seinem Artikel persönliche zentrale
Erfahrungen in Form von Best und Worst Practices aus seiner
reichhaltigen Praxis in strategischen Transformationsprozessen
– mit dem Ziel, dass einige Fettnäpfchen elegant
umgangen werden können. (Bestellung
des Einzelartikels...) |
SERVICE
Bücher-Tipps
der LO 23 – Jänner/ Februar 2005
rezensiert von Sonja Radatz
Die
Selbstorganisation komplexer Systeme
Ergebnisse aus der Werkstatt der Chaostheorie
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Hermann Haken
Die Selbstorganisation komplexer Systeme
Ergebnisse aus der Werkstatt der Chaostheorie
45 Seiten
Picus Verlag
ISBN 3-85452-503-6
EUR 7,90
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Hermann Haken entdeckte
als theoretischer Physiker Gesetzmäßigkeiten
beim Laser, die einen wesentlich größeren
Gültigkeitsbereich als den der Physik haben. Um
diesen Gültigkeitsbereich auszuloten, gründete
er 1969 ein interdisziplinäres Gebiet, das er „Synergetik“
(die Lehre vom Zusammenwirken) mit der grundlegenden
Fragestellung „Gibt es allgemeine Prinzipien unabhängig
von der Natur der Teile?“ nannte. In seinem Buch
beschreibt er – ausgehend von der Frage, wie Ordnungszustände
entstehen können, obwohl doch mit dem Anwachsen
der Entropie auf dieser Welt alle Ordnungszustände
entfallen sollten, seine Untersuchungen von Systemen,
die aus sehr vielen einzelnen Teilen bestehen, die miteinander
wiederum in Wechselwirkung stehen und dann auch makroskopischer
Ebene Strukturen oder Funktionen hervorbringen.
Und seine Antwort besteht darin, dass das Entropiegesetz
ja nur für abgeschlossene Systeme gilt. Offene
Systeme – wie etwa Organisationen – werden
durch einen ständigen Ein- und Ausstrom von Energie
und/ oder Materie aufrechterhalten.
Das Büchlein ist sehr kurz und knapp gehalten und
stellt eine Zusammenfassung von Hakens Vortrag 2003
im Rahmen der Wiener Vorlesungen dar. Es ist in einer
sehr gut verständlichen Sprache geschrieben und
regt auf einer abstrakten Ebene zum Weiterdenken an:
Was bedeutet die Synergetik für Organsationen?
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Den Sprung gewagt!
Live-Interviews mit Führungspersonen aus Wirtschaft,
Politik und Kultur
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Marie-Louise Neubeiser
Den Sprung gewagt!
Live-Interviews mit Führungspersonen aus Wirtschaft, Politik und Kultur
2004, 157 Seiten, 13 Abbildungen
gebunden
29,80 , 48,90 SFR
ISBN 3-931085-45-7
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Das Buch besteht aus zwei Teilen – und es ist
schon interessant, dass im Titel ausschließlich
der erste Teil angesprochen wird. Zu Recht, würde
ich sagen. Denn im ersten Teil werden Führungspersonen
zwar die gleichen Fragen gestellt, aber ganz unterschiedliche
Antworten gegeben; Antworten, die wir unseren eigenen
potentiellen Antworten gegenüber stellen können
und unser eigenes Verhalten in kritischen, bisher
erlebten Situationen hinterfragen können.
Leider hat die Autorin im zweiten Teil eine Analyse
der Interviewpartner vorgenommen, auf die hier nicht
näher eingegangen werden soll.
Im ersten Teil – über 61 Seiten –
ein durchaus unterhaltsames, interessantes Buch, das
die Unterschiedlichkeiten der Handlungen jedes einzelnen
Interviewpartners großartig zum Ausdruck bringt.
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Topisches
Sozialsystem
Die Einführung der japanischen Lehre vom Ort
in die Systemtheorie und deren Konsequenzen für
eine Theorie sozialer Systeme
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| Thomas Latka
Topisches Sozialsystem
Die Einführung der japanischen Lehre
vom Ort in die Systemtheorie und deren Konsequenzen
für eine Theorie sozialer Systeme
308 Seiten
Carl-Auer Systeme Verlag
ISBN 3-89670-321-8
EUR 24,90, sFr 44,--
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Sowohl
in der japanischen Philosophie im Allgemeinen, als auch
in der japanischen Sozialpsychologie hat der Begriff
des Feldes und des Ortes (japanisch ba/ basho) von jeher
eine zentrale Rolle inne. Das Wort ist dabei im Deutschen
nur ungenügend zu übersetzen: Denn Ort ist
für uns mit der Präposition „an“
verbunden – und folgt damit dem Gedanken der Ankopplung,
während mit ba bzw. basho die Präposition
„in“ verbunden wird, sodass die Begriffe
dem Gedanken der Inklusion folgen.
Thomas Latka setzt sich mit seinem Buch zum Ziel, die
japanische Lehre vom Ort in die Systemtheorie einzuführen
und so den Grundstein für ein topisches Sozialsystem
zu legen, das den Bogen zwischen universeller Systemtheorie
und kulturspezifischer Lehre spannen kann und zugleich
das Verhalten in japanischen Kleingruppen verständlicher
machen soll.
Er beschreibt darin zunächst die japanische Lehre
vom Ort, führt sie in die systemtheoretische Diskussion
ein und stellt darauf aufbauend das Modell eines topischen
Sozialsystems vor, das sowohl Plausibilität für
die japanische Sozio-Kultur hat, als auch Anschlussfähigkeit
an die Diskussion der soziologischen Systemtheorie beweist.
Ein sehr gelungenes, intensives Buch, das in eine grundsätzlich
neue Richtung führt und gerade im strategischen
Organisationskontext zu einem zentralen Thema werden
kann.
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Management
für die Zukunft
Spirit in Business – Anders denken und führen
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Siglinda Oppelt
Management für die Zukunft
Spirit in Business – Anders denken und
führen
352 Seiten
Kösel Verlag
EUR 29,95 |
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In einer
Zeit, die ein Denken in sehr viel größeren
Zusammenhängen und von den ManagerInnen im Besonderen
eine umfassende Veränderung des Verhaltens erfordert,
kommt dieses Buch gerade recht: Denn es beschreibt ein
Management, das „mit allen Sinnen denkt“;
das alle Intelligenzen nutzt, um sinnvollere Lebens-
und Arbeitswelten zu gestalten. Denn die Stars unter
den Unternehmen von morgen werden laut Oppelt jene sein,
die in mehr als einer rein ökonomischen Dimension
erfolgreich sind.
Siglinde Oppelt setzt diesen Gedanken in ihrem Buch
konsequent und sehr locker geschrieben um: Sie schreibt
vom doppelten Paradoxon der Anerkennung und vom Paradoxon
der Göttlichkeit und der Unfehlbarkeit, setzt sich
mit Absurditäten in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik,
der Gesellschaft und der Sozialpolitik sowie der Bildung
auseinander und beschreibt dann den Aufbruch in ein
neues Bewusstsein.
Aber auch die Praxis kommt nicht zu kurz; denn die Autorin
verwendet immerhin ein Drittel des Buches für die
Umsetzung dieses von ihr beschriebenen Denkens in die
Praxis.
Ein Buch, das bei allen Führungskräften und
ManagerInnen nicht nur unter dem Kopfkissen liegen,
sondern auch gern und oft zur Hand genommen werden sollte!
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