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COVER STORY
Cover (Nr. 17/
2003)
Whole-Scale™-Change: Die Beschleunigung
strategischen Wandels
Albert B. Blixt und Sylvia L. James
„Das einzige, was konstant ist,
ist die Veränderung“ – nach diesem Prinzip werden
im Moment sehr viele Veränderungsprojekte in Unternehmen vom
Zaun gebrochen. Viele von ihnen scheitern; und noch mehr drohen
– langwierig und über Jahre projektiert – zu versanden.
Wie kann Veränderung bewusst mit der Strategie im Unternehmen
verknüpft werden, sodass eine strategische Veränderung
entsteht, die nicht nur verhindert, dass der Veränderungsprozess
völlig losgelöst vom Tagesgeschäft stattfindet, sondern
auch von den Betroffenen tatsächlich umgesetzt und gelebt wird?
Mit dieser Frage setzen sich Sylvia L. James und Albert B. Blixt
seit Jahren auseinander. Ihr Artikel basiert auf den Prinzipien
und Abläufen von Whole-Scale™ Change, einer Methodologie
die von den Beratern bei Dannemiller Tyson Associates 1982 begründet
und seither kontinuierlich weiterentwickelt wurde.
FORSCHUNG UND ERGEBNISSE
Reflection Pieces
(Nr. 17/ 2003)
Auf der Suche nach Corporate Identity
– Ein Märchen aus der Wirklichkeit
Klaus Peter Harmening
Was, wenn die Corporate Identity plötzlich
verschwindet – und sie trotz intensiven Suchens nicht mehr
auftaucht? Wer kann dafür verantwortlich gemacht werden? Wer
kann sie wieder finden? Nun, es spricht ja schon für die Corporate
Identity, dass ihr Verschwinden überhaupt aufgefallen ist.
Aber das tröstet nicht darüber hinweg, dass sie dem Unternehmen
nicht mehr zur Verfügung steht. Was tun? Etwa eine neue Corporate
Identity rekrutieren? Klaus Peter Harmening macht sich in seinem
Artikel mit einem Augenzwinkern Gedanken über ein sehr ernstes
Thema – und regt damit unwillkürlich zum Nachdenken an.
Forschung unter
der Lupe (Nr. 17/ 2003)
Die Faktor 10-Geschichte
Friedrich Schmidt-Bleek
Aus Sicht eines erweiterten systemischen Kontexts
haben wir in den vergangenen zwanzig Jahren vorrangig auf technischer
Seite viele Anstrengungen unternommen, um ressourcenschonend zu
arbeiten und ökologische Verbesserungen bei unseren Produkten
und Dienstleistungen zu erzielen.
Diese rein technische Ausrichtung ökologischen Denkens stellt
sich jedoch als Sisiphus-Arbeit heraus, wie Friedrich Schmidt-Bleek
in seinem Artikel darstellt. Er entwickelte mit dem Faktor 10/ MIPS-Konzept
vor einigen Jahren eine sinnvolle wie auch einfach anwendbare Alternative,
die uns in der Produktion wie in der Prozessgestaltung zu denken
geben sollte.
Best of Theoretical
Works (Nr. 17/ 2003)
10 Gebote als Anleitung zum Unglücklichsein
in der virtuellen Kommunikation
Angelica Marte, Ursula Schneider und Helmut Schauer
Du sollst Dir kein Bildnis (...) machen, weder
von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden,
noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist (2. Mose 20,4).
Es scheint als ob das zweite Gebot auch heute noch weitgehend erfüllt
wäre – zumindest was die virtuelle Kommunikation betrifft,
die weitgehend unter Bedingungen fehlender Bildangebote stattfindet.
Gerade deshalb stimuliert sie jedoch die Phantasie.
Oder anders ausgedrückt: Wer sich in der virtuellen Kommunikation
keine Bilder macht, ist schnell auf verlorenem Boden. Wie Sie sich
hinsichtlich diesem und anderen Punkten in der virtuellen Kommunikation
rasch, nachhaltig und hochgradig unglücklich machen können,
schildert dieser Artikel.
SERIE
Serie
(Nr. 17/ 2004)
Krisenphasen diagnostizieren –
und damit umgehen
Bernd Schmid und Arnold Messmer
Stabile Entwicklungen von Organisationen zeichnen
sich durch Gefügtheit (Integration) und Stimmigkeit der Prozesse
(Integrität) aus. In krisenhaften Situationen verändern
sich Integration und Integrität typischerweise in einem Verlauf,
in dem wir 4 Phasen unterscheiden können. Das Modell dient
Managementverantwortlichen, Fachleuten aus dem Bereich Human Resources
sowie internen und externen BeraterInnen, die Situation einschätzen
und eigene Beiträge zum konstruktiven Bewältigen dieser
Prozesse überprüfen zu können. Es gibt Antworten
auf die Frage, welche Dienstleistungen in den verschiedenen Phasen
anschlussfähig sind und hilft, sich vor unnötigem Verschleiß
zu schützen.
WISSENSDATENBANK
Lessons
Learned (Nr. 17/ 2003)
Als Blinder Blinde führen –
wie Projektarbeit gelingt
David A. Schmaltz
Meist treffen in Projekten sehr unterschiedliche
Menschen aufeinander – jeder Experte auf seinem Gebiet, aber
auch gleichzeitig sehr überzeugt von der „Wahrheit“
der eigenen Sichtweise. Nicht selten wird einander nicht einmal
zugehört, geschweige denn die Argumente der unterschiedlichen
Beteiligten verwendet, um gemeinsam die Projektziele (besser) zu
erreichen. Und allzu oft geht es schon bald nicht mehr um das Projekt
selbst, sondern um Glaubenskriege, die auf Kosten der Projektziele
ausgetragen werden und letztlich dazu führen, dass viele erfolgsversprechende
Projekte scheitern.
David Schmaltz beschreibt in seinem Artikel anhand einer alten Fabel,
wie die Unterschiedlichkeit der Projektteilnehmer effektiv und auf
eine positive Weise genutzt werden kann.
Best
Practices (Nr. 17/ 2003)
Erfolgreiches Veränderungsmanagement
Autorenteam
Veränderungsmanagement in Unternehmen richtet
sich in erster Linie auf das Unternehmen selbst: Es sollte gelingen,
dieses wettbewerbsfähiger, aktueller in seinen Handlungen und
effizienter im Vergleich zu seinem Mitbewerb machen.
Allerdings bringt jeder Wandel auch höchst subjektiv erlebte
Veränderungen auf persönlicher Ebene mit sich –
egal auf welcher Hierarchiestufe und in welchem Bereich. Private
Schicksale entscheiden letztlich, wie viel Vertrauen die Betroffenen
dem Unternehmen während und nach einem Veränderungsprozess
entgegenbringen. Und Vertrauen entscheidet darüber, ob, in
welcher Form und in welcher Intensität das Unternehmen nach
dem Veränderungsprozess noch Leistung von seinen MitarbeiterInnen
erwarten kann.
Zwei aus der persönlichen Perspektive geschilderten Best Practices
sind hier stellvertretend für viele, viele andere angeführt,
denen im Unternehmen vielleicht eine höhere Bedeutung zukommen
sollte.
UNTERNEHMENSPRAXIS
Tools
(Nr. 17/ 2003)
Das Kegelorganigramm – ein Instrument
(strategischer) Reflexion
Sonja Radatz
Organigramme werden meist als das Herzstück
der Organisation angesehen: Sie vermitteln dem Interessierten auf
objektive Art und Weise den Aufbau des Unternehmens, dessen Struktur,
wer in welchen Bereichen das Sagen hat und wer welche Aufgaben im
Unternehmen hat. Scheinbar.
Die Unternehmen, mit denen wir es täglich zu tun haben –
sei es aus interner oder aus externer Sicht – strafen die
meisten Organigramme Lügen. Denn „in der Wirklichkeit
der Beteiligten“ funktionieren die Informations- und Entscheidungswege
viel mehr ums Eck anstatt linear, spielt der Abteilungsleiter oft
eine wesentlich wichtigere informelle Rolle als der Vorstand und
haben organigrammbezogen gleichrangige Mitglieder oft einen völlig
unterschiedlichen Einflussspielraum.
Hat das altbekannte Organigramm ausgedient? Und wenn ja, welche
Alternative könnte an seine Stelle treten?
Know
How (Nr. 17/ 2003)
Die Einführung der Dialogkultur
in der Praxis
Christine Amon und Josef Gundinger
Oft erfordern strategische Entscheidungen im
Unternehmen Veränderungen auf der Ebene der Unternehmenskultur
oder bedeuten die Entstehung neuer Bereiche bzw. Einheiten und damit
verbunden die Formierung neuer Teams. Eingebettet in Prozesse der
Organisationsentwicklung bzw. der Teamentwicklung kann die Dialogmethode
als wertvolles Gestaltungselement eingesetzt werden. Dabei liegt
die Betonung auf dem Wort Gestaltung, denn wenn Dialog mehr ist,
als nur miteinander zu reden, bedarf es einer bestimmten Struktur
und der Überlegung, wie die Vorbereitung und der konkrete Einsatz
der Dialogmethode sowie die Realisierung der Ergebnisse ablaufen
sollen. In diesem Artikel schildern Christine Amon und Josef Gundinger
konkrete Erfahrungen in der Prozessbegleitung und im Einsatz des
Dialoges als Methode anhand von drei Beispielen.
SERVICE
Bücher-Tipps
(Nr. 17/ 2003)
rezensiert von Sonja Radatz
• Schmaltz, D.A.: The Blind Men
and the Elephant (Berrett-Koehler Verlag)
• Rachow, A. (Hrsg.): Spielbar
I und II (manager seminare Verlag)
• Pias, C. (Hrsg.): Cybernetics
– Kybernetik (diaphanes Verlag)
• Uecker, H.D.: Sozialberatung
im Lichte der soziologischen Systemtheorie (Carl-Auer-Systeme
Verlag)
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