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COVER STORY
Cover
(Nr. 15/ 2003)
Systemisches Coaching als Führungskraft
Sonja Radatz
Können Führungskräfte
überhaupt coachen? In der letzten Zeit wird dies – vor
allem von externen Coaches – immer wieder angezweifelt. Abgesehen
davon, dass es vielleicht zu Umsatzeinbußen bei den externen
Coaches führt: Es fehle den Führungskräften an „Objektivität“
und „Unvoreingenommenheit“ – so heißt es.
Bleibt man bei den traditionellen Denkmustern, so mag dieser Meinung
durchaus etwas abzugewinnen sein. Gehen wir allerdings davon aus,
dass es niemanden – weder eine Führungskraft noch einen
externen Coach – gibt, der „objektiv“ und „unvoreingenommen“
ein Coaching durchführt, dann stehen wir vor einer neuen Situation:
Coaching wird dann zu einem zukunftsorientierten, erfolgversprechenden
Werkzeug – g e r a d e für Führungskräfte.
Warum sie zu dieser Erkenntnis kommt, welche Voraussetzungen bei
der Haltung der Führungskraft erforderlich sind, damit systemisches
Coaching den gewünschten Erfolg bringt und wie dieses als Führungskraft
professionell gestaltet werden kann, schildert Sonja Radatz in diesem
Artikel.
FORSCHUNG UND ERGEBNISSE
Reflection Pieces
(Nr. 15/ 2003)
Die Bedeutung der Bedeutungskonstruktion
für unser (Arbeits-)Leben
Georg Ivanovas
„Nicht was du sagst, ist´s
was dich ehrt, sondern wie du´s sagst, bestimmt den Wert.“
Was wir früher in unseren Poesiealben lesen konnten, bestimmt
im Prinzip unser ganzes Leben – oft ohne dass wir es weiter
bemerken. Gehen wir von der Kommunikationstheorie Batesons und Watzlawicks
aus, so gerät unsere heile Welt der sachlichen Information
und der eindeutigen Statistiken ganz schön ins Wanken.
Georg Ivanovas wirft in seinen Reflection Pieces einen kecken Blick
auf die Bedeutungskonstruktion und die Kreise, welche diese auch
in unseren Unternehmen zu ziehen vermag.
Forschung unter
der Lupe (Nr. 15/ 2003)
Gegenwart und Zukunft der Beratung
Bernd Schmid
Die Markteinbrüche in der Beratung und
Weiterbildung werden jeden Tag in den Zeitungen breitgetreten –
und die Zeichen stehen hier durchaus auf „Sturm“. Allerdings
– wenn der Wind weht, können wir uns entweder zurückziehen;
oder wir stellen Windmühlen auf: Es könnte nämlich
sein, dass sich das, was hinter dem Begriff der Beratung steht,
und die Bereiche, in denen Beratung heute und morgen aus Sicht der
Unternehmen sinnvoll eingesetzt werden kann, in der Zwischenzeit
merklich geändert haben, ohne dass es uns weiter aufgefallen
ist. Bernd Schmid macht in diesem Artikel eine kritische Nahaufnahme
der Veränderung der Unternehmensbedürfnisse aus seiner
Sicht – und gibt Anregungen zur Veränderung bei den Veränderern
und deren Angeboten.
Der Artikel wurde aus seiner Rede anlässlich des Symposions
„Am Markt bestehen – vor sich selbst bestehen! Erfolgsfaktoren
in heutigen Zeiten“ des Instituts für systemische Beratung
Wiesloch transkribiert, die er im April 2003 hielt.
Special Comment
(Nr. 15/ 2003)
Neue Strategien für die Strategieentwicklung
Christine Amon
Gehört Strategieentwicklung als Entscheidungsmonopol
ausschließlich in die Hände des obersten Managements
oder gibt es noch andere, eventuell alternative Formen des Entscheidungsprozesse
für die gemeinsame Zukunftsgestaltung eines Unternehmens? Oder
einfach formuliert: Wem gehört die gemeinsame Zukunft im Unternehmen?
In diesem Artikel beleuchtet Christine Amon die Zwickmühle,
in der sich die Leitenden heute befinden – zwischen der alleinigen
Verantwortung für die Strategiegestaltung und der erlebten
Regungslosigkeit der Organisation in der Umsetzung – und bietet
Alternativen an, welche die Leitenden aus dieser misslichen Lage
befreien können.
Theorie und Praxis
(Nr. 15/ 2003)
Mit Semantic Mapping effektive (Organisations-)Veränderungen
gestalten
Alexander Schieffer und Angel Rodriguez Muñoz
Jedes Individuum interpretiert die Wirklichkeit
anders. Diese Differenzen sind das Ergebnis von unterschiedlichen
Erfahrungen, Sozialisation, kulturellem Hintergrund etc. Sie manifestieren
sich in den Begriffen, die zur Beschreibung von Wirklichkeit verwendet
werden und in den Bedeutungsräumen (Semantik), die hinter diesen
Begriffen liegen.
Semantic Mapping verwendet semantische Landkarten, um die Deutungsräume
der Akteure innerhalb einer Organisation sichtbar zu machen. Diese
Landkarten dienen als Grundlage für die Entwicklung einer gemeinsamen
Landkarte für die Gesamtorganisation und schaffen die Voraussetzung
für gemeinsames Handeln.
Wie Semantic Mapping eingesetzt werden kann, um ein gemeinsames
Handeln aller Akteure zu erreichen, wird von Alexander Schieffer
und Angel Rodriguez Muñoz in diesem Artikel beschrieben und
anhand eines konkreten Falls demonstriert.
SERIE
Serie
(Nr. 15/ 2003)
Dialogische Kommunikation – die
Ausbalancierung von Sach- und Beziehungsorientierung im Unternehmen
Bernd Schmid und Arnold Messmer
Bei der Gestaltung von Innovationsprozessen
in Organisationen besteht ein zentrales Spannungsfeld zwischen absichtsvoller
Konstruktion (Strukturen, Prozesse, Systeme etc.) und oft unbewusst
wirksamen Kräften der Selbstorganisation. Die Kunst besteht
darin, diese Kräfte auszubalancieren und zu integrieren –
und damit auch maßgeblich zur Kulturentwicklung im Unternehmen
beizutragen.
In diesem Artikel suchen Bernd Schmid und Arnold Messmer genau auf
diese Herausforderung der Ausbalancierung eine Antwort – und
finden sie vor allem in ritualisierten vs. moderierten Dialogformen,
die sie auch auf die Kulturentwicklung im Unternehmen anwenden.
WISSENSDATENBANk
Best
Practices (Nr. 15/ 2003)
Herausforderungen annehmen –
ein neues Teamverständnis entwickeln
Teamarbeit gibt es seit vielen Jahren –
aber meist sind Teams in traditionelle Hierarchien eingegliedert
und auf diese Weise oft den Herausforderungen von morgen nicht mehr
gewachsen. Teams von morgen bedürfen einer hohen Flexibilität;
sie befinden sich idealer Weise in einem unablässigen Fluss
des Lernens und schaffen es in hohem Maße, mit den ständig
sich verändernden Rahmenbedingungen gut zurecht zu kommen.
Wie dies in der Praxis erreicht werden kann, schildern hier zwei
Führungskräfte, die die Herausforderung angenommen haben
und nun die Früchte des Erfolgs ernten – gleichzeitig
aber wissen, dass die Weiterentwicklung des eigenen Teams eine „never
ending story“ ist.
Business
Trends (Nr. 15/ 2003)
Die Coaching-Haltung in der Führung
Coaching kann ausschließlich als Werkzeug
betrachtet werden – und aus jeder Haltung heraus angewendet
werden – oder es wird als Haltung gesehen, die ein verändertes
Verhalten in bezug auf die Mitarbeiter mit sich bringt. Die Coaching-Haltung
erfordert ein Umdenken von Seiten der Führungskraft; und sie
erfordert mit Sicherheit viel Geduld.
Aber sie kann täglich in vielen Ausprägungen und immer
wieder aufs Neue praktiziert werden; mit Aussicht auf langfristigen
Erfolg für beide Seiten.
UNTERNEHMENSPRAXIS
Know
How (Nr. 15/ 2003)
Das Familienmodell: Chancen und Risiken
für Unternehmen
Frank E.P. Dievernich
Es ist beliebt, das Familienmodell als Beschreibungsvorlage
für Unternehmen zu verwenden. Gegenwärtig hat es wieder
Hochkonjunktur. Das zeigten auch die Anfang April abgehaltenen „Benediktbeuern
Management-Gespräche“, bei denen Vertreter des Top-Managements
von Profit- und Non-Profit-Organisationen vertreten waren. Was macht
den Charme des Familienmodells aus? Wie kommt es dazu, dass Unternehmen
wie die Siemens AG, die Deutsche Bahn AG, die Lindenmaier AG, Lodenfrey
sowie der Caritasverband, um nur einige zu nennen, sich mit diesem
Thema auseinandersetzen?
Readers´
Pages (Nr. 15/ 2003)
Blinde Flecken im Customer Relationship
Management
Manuela Thurm und Karl Georg Leutschaft
Kundenbeziehungsmanagement (CRM) ist derzeit
ein prominentes Thema. Allein die Wichtigkeit von Kundenbeziehungen
zu betonen hat keinen Neuigkeitswert. Die Konjunktur dieses Themas
verdankt sich jedoch der Suggestion, dass ein bisher höchst
unsicheres Phänomen nunmehr mittels neuer Informationstechnologien
steuerbar wäre. Durch Zählen, Messen und Wiegen –
das scheinbare Paradigma des Beziehungsmanagements – soll
das Unternehmen etwas über seine Kunden lernen. Dieses Paradigma
reflektieren die Autoren von einem radikal-konstruktivistischen
Standpunkt aus und werfen anschließend neue und weiterführende
Fragen auf.
SERVICE
Bücher-Tipps
(Nr. 15/ 2003)
rezensiert von Sonja Radatz
• Kasper, H.; Scheer, P.J.:
Managen und Lieben (Redline Wirtschaft Ueberreuter)
• Mahr, A.:
Konfliktfelder – Wissende Felder (Carl-Auer-Systeme Verlag)
• Mayer, B.M.:
Systemische Managementtrainings (Carl-Auer-Systeme Verlag)
• Maywald, F.:
Phantasie im Management (Gerling Akademie Verlag)
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