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COVER STORY
Cover (Nr. 13/
2003)
Organisationsentwicklung als konstruktivistische
Beratung
Heinz J. Kersting
Eine Organisationsentwicklung ist eine Organisationsentwicklung
ist eine Organisationsentwicklung... oder doch nicht? Offensichtlich
gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Formen der Organisationsentwicklung
- und die Haltung der BeraterInnen spielt dabei zweifellos eine
tragende Rolle, vor allem wenn es um die Unterscheidung zwischen
der klassischen und der konstruktivistischen Organisationsentwicklung
geht: Denn vor allem letztere versteht sich als ein Kontrastprogramm
zur bislang üblichen Entmündigung der Mitglieder durch interne oder
externe Experten. Sie will ein Programm zur Rückbesinnung auf die
eigenen Kräfte der Organisationsmitglieder darstellen. Heinz J.
Kersting hat sich umfassend mit diesem Paradigmenwechsel und seiner
praktischen Anwendung auseinandergesetzt.
FORSCHUNG UND ERGEBNISSE
Reflection Pieces
(Nr. 13/ 2003)
Lernen - nein danke!
Christian Michelsen
Selten stellen wir
Organisationen im allgemeinen und unterstützende Organisationen
so grundsätzlich in Frage, wie dies Christian Michelsen in diesem
Artikel über die 77 Thesen zu nicht lernenden Organisationen tut.
Selbstverständlich ist jede Affinität zu Beratungsorganisationen
oder jeglichen Produktions- und Dienstleistungsunternehmen vollkommen
zufällig und ungewollt; letztendlich soll der Artikel natürlich
ausschließlich dazu anhalten, in jenem Kontext zu bleiben, für den
er geschrieben ist. Wie gut, dass alle anderen nicht-lernenden Organisationen
davon nicht betroffen sind! Oder doch?
Forschung
unter der Lupe (Nr. 13/ 2003)
Wie man Konstruktivist wird und doch
Realist bleibt
Andrea Christopher-Gaugusch
Wie oft stellen sich Konstruktivisten und Realisten
in erbitterter Verteidigung ihrer Weltsicht gegenüber und suchen
nach Argumenten, warum wir "uns ganz einfach eine andere Realität
erfinden sollten" oder "endlich anerkennen sollten, dass die Realität
eben so ist, wie sie ist." Andrea Gaugusch liefert mit ihrem Artikel
eine kurze, amüsante Anleitung zu einem Zauberkunststück des mittleren
Weges, das seinesgleichen sucht.
Special Comment
(Nr. 13/ 2003)
Ein Versuch, die Etikettierungen über
Bord zu werfen
Bernhard Pörksen und Heinz von Foerster
Der im Oktober 2002 verstorbene Heinz von Foerster
war ein Meister des Dialogs. Zusammen mit Bernhard Pörksen schrieb
er das Buch "Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners". Das hier
abgedruckte Interview entstammt noch unveröffentlichten Gesprächspassagen
und ist als Hommage an einen großen Dialogiker zu verstehen. Es
geht um die Schaffung von Möglichkeiten des Entrinnens aus den vielzitierten
Schubladen und um die Aufrechterhaltung des Dialogs: Ein Gespräch
über das Gespräch mit dem Physiker und Philosophen Heinz von Foerster.
SERIE
Serie
(Nr. 13/ 2003)
Perspektiven der Teamentwicklung
Bernd Schmid und Arnold Messmer
Teamentwicklung genießt als Beratungsprodukt
und zunehmend auch in der Führungsarbeit hohe Aufmerksamkeit. Dafür
wurde von den Autoren gemeinsam mit Lehrtrainerinnen ihres Instituts
ein Perspektivenmodell entwickelt, welches sich eignet, traditionelle
Vorstellungen von Teamentwicklung zu überprüfen und Teams als Systeme,
resp. Teilsysteme in ihren unterschiedlichen Dimensionen zu verstehen
und daraus in der Praxis Entwicklungsprozesse zu steuern. Im vorliegenden
Artikel wird Teamentwicklung aus Sicht der Autoren in einen historischen
Entwicklungskontext gestellt und drei Grundperspektiven der Teamentwicklung
mit ihren wechselseitigen Zusammenhängen erläutert.
WISSENSDATENBANK
Lessons
Learned (Nr. 13/ 2003)
Planungseuphorie und Planungsversagen
- eine unendliche Geschichte?
Günter Küppers
Planung ist meist
das halbe Leben in Organisationen - wenn sie nicht sogar eine zentrale
Rolle einnimmt. Wer plant, gilt als zukunftsorientiert, risikominimierend
und ergebnisfokussiert. Allein - Planungen führen in komplexen Systemen
können weder die Zukunft voraussagen, noch führen sie zwingend zum
gewünschten Ergebnis, oder schalten das Risiko des Scheiterns aus;
sondern sie beruhigen uns nur und geben uns Sicherheit. Wie wir
die Planung trotz dieser Ent-Täuschung in der Form organisierten
Lernens sinnvoll nutzen können und das Risiko damit zumindest minimieren
können, schildert Günter Küppers in seinem Artikel.
Business
Trends (Nr. 13/ 2003)
Konstruktivistische Beratung
zusammengestellt von Sonja Radatz
Da auch konstruktivistische
Beratung nicht mehr als ein Konstrukt ist, gibt es natürlich auch
hier mehrere Perspektiven auf diesen Begriff, die dann ihrerseits
wieder in ganz unterschiedliche Handlungen münden. Die Business
Trends wollen diesmal ganz bewusst diese ganz unterschiedlichen
Perspektiven beleuchten, um zu verdeutlichen, dass unsere Handlungen
auch in der Beratung am allermeisten über uns selbst etwas aussagen.
Dennoch gibt es so etwas wie einen gemeinsamen Kern in allen Aussagen:
Die demütige Ansicht, dass auch Beratung eben ein Konstrukt des
Beraters ist.
UNTERNEHMENSPRAXIS
Tools
(Nr. 13/ 2003)
Das Kompetenzen-Modell: Gestaltungsalternativen
im Projektmanagement
Christine Amon
In ihrem Artikel beschreibt
Christine Amon das von ihr entwickelte Kompetenzen-Modell zur Unterstützung
effektiven Projektmanagements. Dieses Modell unterstützt in verschiedenen
Stufen die Definition von Kompetenzen und ermöglicht den Blick von
"oben", die Betrachtung von Außen- und Innensicht sowie die Gewichtung
von Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Ressourcen. Mit den Fragen
nach Unterschieden ermöglicht das Modell auch, verschiedenen Sichtweisen
einzubringen und damit zusätzliche Perspektiven zu gewinnen.
Know
How (Nr. 13/ 2003)
Seminare und Beratungen: Eintagsfliegen
oder nachhaltige Veränderung?
Kerstin Kowanitsch
Wieder so ein Seminar - und wieder steht in den
Sternen, ob, wann und wie die dort zu erlernenden Inhalte erfolgbringend
in die Praxis übertragen werden (können). Zudem nimmt man sich doch
immer viel mehr vor, als der randvoll mit Arbeit gefüllte Alltag
in der Umsetzung zulässt! Und - last but not least: Wenn nur einer
oder wenige im Team auf Seminar sind, dann prallt deren Begeisterung
und Überschwall an neuen Ideen nur allzu oft an der tristen "Realität"
ab.
Kerstin Kowanitsch beschreibt in ihrem Artikel, wie dieses Problem
gezielt gelöst werden kann - mit einem professionellen Ziel- und
Auftragsgespräch und einem Praxisdesign zwischen Seminar und Entwicklung.
... (EUR 5,45) - weiter...
Readers
Pages (Nr. 13/ 2003)
Vom Change Management zum Change Meaning
Alexander Schieffer und Angel Rodriguez Muñoz
Veränderungen stehen an. Viele Unternehmen müssen
sich grundlegend verändern, wollen sie in der Zukunft erfolgreich
sein. Und viele Unternehmen wissen dies und führen umfangreiche
Veränderungsprogramme durch. Doch viele dieser Anstrengungen scheitern.
Warum?
Die These, die in diesem Artikel vertreten wird, lautet: Individuen
und Organisationen können sich nicht wirksam verändern, solange
die zentralen Begriffe zur Beschreibung der Organisation von morgen
mit Bedeutungsinhalten von gestern gefüllt sind. Das Problem ist
eine überholte Semantik, die quasi wie eine "Veränderungsfessel"
für Organisation und Individuen wirkt. Diese semantischen Fesseln
sind ein Hauptgrund, warum das Neue nicht gedacht und entsprechend
nicht getan werden kann.
PORTRAIT
Im
Portrait: Insoo Kim Berg
Das Interview führte Monika Bröcker
Sie prägt
gemeinsam mit Steve de Shazer den Begriff der lösungsfokussierten
Kurzzeitberatung und ist unermüdlich im Einsatz, um vor allem in
der Therapie, aber auch im Management den Paradigmenwechsel vom
"Problem Talking" (creates problems) zum "Solution Talking" (creates
solutions) zu vollziehen. Dabei geht es Insoo Kim Berg - Therapeutin,
lösungsfokussierte Beraterin und international gefragte Vortragende
- stets um eines: Einen Beitrag zu leisten, um die Welt in einem
besseren Zustand zu verlassen, als sie sie vorgefunden hat.
SERVICE
Bücher-Tipps
(Nr. 13/ 2003)
rezensiert
von Sonja Radatz
- Gaugusch, A.:
Über die Beziehung zur Welt (Carl Auer-Systeme Verlag)
- Klein, L.:
Corporate Consulting (Carl Auer-Systeme Verlag)
- Luhmann, N.:
Einführung in die Systemtheorie (Carl Auer-Systeme Verlag)
- Kersting, H. J. und Neumann-Wirsig, H.:
In Arbeit (ibs Verlag)
Wir würden uns freuen, Sie als LeserIn der Zeitschrift
begrüßen zu dürfen!
Nutzen Sie die neue Zeitschrift aber auch als Plattform für Ihre
Meinung - und als Ideengeber für Ihre aktiven Beiträge zum zukünftigen
Erfolg von Management & Unternehmen!
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