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COVER STORY
Cover (Nr. 11/
2003)
Zirkuläre Kausalität - Die
Anfänge einer Epistemologie der Verantwortung
Heinz von Foerster
Back to the roots - in diesem Artikel schildert
Heinz von Foerster in Fragmenten, wie es zu einer Epistemologie
der Verantwortung kam. Warren McCulloch steht im Mittelpunkt der
Erzählungen, und doch ist es immer wieder Heinz von Foerster,
der jene Szenen auswählt, die ihm aus dieser Zeit zentral erschienen.
Durch seinen Blick erfahren wir von dem, was Jahr später ein
"Paradigmenwechsel in der Wissenschaft" genannt wurde.
Es ist ein Ausschnitt und doch etwas Ganzes, weil es sich im Denken
Heinz von Foersters immer widerspiegelt. Der Artikel wurde von Monika
Bröcker übersetzt.
FORSCHUNG UND ERGEBNISSE
Forschung unter
der Lupe (Nr. 11/ 2003)
Kybernetik zweiter Ordnung - Die Veränderung
der Wissenschaft
Stuart Umpleby
Wie kommt es, dass die Kybernetik zweiter Ordnung
bislang noch nicht die internationale und inhaltlich breite Zustimmung
und Anwendung gefunden hat, die sich die Erfinder gewünscht
hätten? Dass in vielen Fällen "das Rad neu erfunden
wird", das bereits vor 30 oder 40 Jahren im BCL entwickelt
wurde? Dass so viele Forschungsergebnisse und weiterführende
Gedanken des BCL nach wie vor nicht zum State-of-the-Art der Wissenschaft
gehören? Stuart Umpleby macht sich in diesem Artikel Gedanken
über die Entstehung von Wissenschaft und Paradigmenwechseln,
über die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Paradigmenwechsel
und den Platz der Kybernetik zweiter Ordnung im Reich der Wissenschaften.
Special Comment
(Nr. 11/ 2003)
Beyond Distinctions - oder: ... aber
zuerst muss man schauen
Bernhard Pörksen
Dieses Special Comment gibt die Erinnerung an
ein Gespräch zwischen Bernhard Pörksen und Heinz von Foerster
auf dem Rattlesnake Hill wieder. Es geht darin um George Spencer-Brown
und die Mystik - und gleichzeitig vermittelt der Dialog fast idealtypisch,
wie Heinz von Foerster in der Interaktion gemeinsam mit seinem Gegenüber
Neues, Unvergessliches schuf. Bernhard Pörksen hat diesen Dialog
aufgezeichnet.
Theorie &
Praxis (Nr. 11/ 2003)
Selbstorganisation und Softwareentwicklung
Heinz von Foerster und Christiane Floyd
Was haben Softwareentwicklung und die Organisation
einer Konferenz mit unentscheidbaren
Fragen, Selbstorganisation, Realitätskonstruktion, Ontogenese
und einer neuen Epistemologie zu tun? Im hier aufgezeichneten Dialog
setzen sich Heinz von Foerster und Christiane Floyd mit dieser und
anderen Fragen auseinander. Der Artikel ist eine Übersetzung
des Kapitels "Self-Organization and Software Development"
von Heinz von Foerster und Christiane Floyd aus dem Buch "Software
Development and Reality Construction", das von C. Floyd, H.
Züllighoven, R. Budde und R. Keil-Slawik 1992 im Springer-Verlag
Berlin und Heidelberg herausgegeben wurde.
WISSENSDATENBANK
Lessons
Learned (Nr. 11/ 2003)
Das System in seiner Ganzheit betrachten
und danach handeln
Humberto Maturana
Systemisch denken und systemisch handeln sind
zwei verschiedene Dinge. Systemisch denken hat viel mit Beobachtung
zu tun, aber wer systemisch beobachtet, besitzt noch lange nicht
die Fähigkeit, dieses Wissen um Systeme und die Interaktion
dessen Teile zu nutzen, sodass sich dadurch die Zahl der Handlungsmöglichkeiten
erhöhen. Heinz von Foerster hat dieses Wissen verinnerlicht
und wandte es im Alltag an - in Zauberkunststücken, aber auch
in jeder Handlung, die er setzte; immer in grenzenlosem Vertrauen
auf sein eigenes Wissen. Humberto Maturana schildert in seinen Lessons
Learned, was er von Heinz von Foerster in dieser Hinsicht gelernt
hat.
Best
Practices (Nr. 11/ 2003)
Die Umsetzung der Kybernetik zweiter
Ordnung in der Führungspraxis
Autoren aus der Praxis
Die von Heinz von Foerster begründete Kybernetik
zweiter Ordnung - auf Englisch Second Order Cybernetics - halten
langsam, aber sicher auch in der Führung Einzug; mit dem Effekt,
dass vor allem auf den eigenen Anteil an allen im Team entstehenden
Handlungen stärker fokussiert wird und Veränderungen aus
Sicht der Führungskraft vor allem Veränderungen des eigenen
Handelns betreffen und es nicht darum geht, die Mitarbeiter verändern
bzw. in eine bestimmte Richtung "motivieren" zu wollen.
Die Kybernetik zweiter Ordnung bezieht bewusst den Beobachter in
jede Beobachtung mit ein. Damit fällt die "Objektivität"
auch in der Führung weg; und neue Chancen entstehen, weil an
die Stelle der früheren Objektivität subjektive Sichtweisen
treten, die ganz einfach verändert werden können. Einige
Erfahrungsberichte aus der Praxis.
Business
Trends (Nr. 11/ 2003)
Heinz von Foerster
zusammengestellt von Sonja Radatz
Heinz von Foerster hatte die Gabe, wichtige
Erkenntnisse in sehr einfacher Sprache auszudrücken; oft so
einfach, dass die Aussagen fast schon banal zu wirken schienen.
Aber eben nur so schienen; denn bei näherem Hinsehen, bei näherer
Beschäftigung damit fällt auf, welch großes Wissen,
welches theoretische Grundlagengerüst dahinter steht - und
welch intensives Nachdenken und Reflektieren sie erfordern, um sie
für sich nutzbar zu machen. In den Business Trends hat diesmal
Sonja Radatz einige auch sehr "unbequeme" Zitate Heinz
von Foersters zusammengestellt, die eben genau zum Nachdenken anregen
sollen.
UNTERNEHMENSPRAXIS
Tools
(Nr. 11/ 2003)
Kybernetik zweiter Ordnung
Sonja Radatz
Kann die Kybernetik zweiter Ordnung praktiziert
werden? Und noch dazu als Werkzeug im Management, in der Unternehmensführung,
in der Leadership-Entwicklung oder auch in Veränderungsprozessen?
Sonja Radatz hat das von Heinz von Foerster entwickelte Konzept
der Kybernetik zweiter Ordnung auf den Unternehmenskontext übertragen
und wendet diesen für die Selbstreflexion, in Coachings, in
Teamentwicklungen und in Organisationsentwicklungs- sowie Change-Prozessen
konsequent an.
Readers´
Pages (Nr. 11/ 2003)
Die Umkehr der Evolution
Bernard Scott
Wie können wir anderen etwas mitteilen,
ohne es direkt ansprechen zu müssen? Wie können wir ihnen
unsere Denkweisen vermitteln, sodass diese für sie unmittelbar
erfahrbar werden, aber in einer ihnen entsprechenden Weise? Heinz
von Foerster beherrschte diese Kunst wie selten jemand vor ihm:
Was er sagte, konnte von den Betreffenden, an die seine Worte gerichtet
waren, immer und immer wieder neu interpretiert werden - und letztlich
lag es stets an diesen, eine jeweils passende Konstruktion zu bilden.
Bernard Scott schildert in seinem Artikel eine für Heinz von
Foerster typische Begebenheit.
Seminar
Review (Nr. 11/ 2003)
Zen im Management
Elfriede Denk
Wir beginnen mit dieser LO-Ausgabe eine neue
Rubrik - die Rubrik Seminar Review. Darin stellen wir jeweils eine
ganz subjektive Sichtweise zu einem Seminar- oder Kongressbesuch
dar: Die Autoren schildern ihre persönlichen Eindrücke,
stellen diese aber auch in einen Gesamtzusammenhang betreffend ihre
Arbeit als Führungskraft, BeraterIn oder PersonalentwicklerIn
und/ oder in bezug auf den systemisch-konstruktivistischen Theoriehintergrund.
In diesem Artikel schildert Elfriede Denk ihre Erfahrungen in einem
ZEN-Seminar. ZEN scheint auf den ersten Blick mit Konstruktivismus
und Systemtheorie nur peripher zu tun zu haben. Erst auf den zweiten
Blick werden Parallelen und Zusammenhänge zwischen diesen beiden
Denkweisen deutlich.
PORTRAIT
Expertenprofil
(Nr. 11/ 2003)
Im Portrait: Heinz von Foerster
Nachrufe u.a. von Ernst von Glasersfeld, Paul Watzlawick, Monika
Bröcker, etc.
Oft fehlen uns die Worte, wenn wir Heinz von
Foerster beschreiben, mit wenigen Worten erfassen möchten.
Er entstand stets durch die Beziehung, die er zu den Menschen aufbaute.
Diese Beziehungen, so unterschiedlich sie sind, so unterschiedlichen
Bereichen sie zugerechnet werden können, so unterschiedliche
Beweggründe zu ihnen geführt haben - sie haben doch alle
etwas gemeinsam: Die unendlich wertschätzende Haltung, die
jeder Interaktion und jeder Kommunikation Heinz von Foersters innewohnte.
Seine Art und Weise, mit den Menschen umzugehen, schuf stets die
Grundlage dafür, wachsen zu können - und dennoch war sie
immer wieder einzigartig. Diese Einzigartigkeit, gleichzeitig aber
auch der Grundtenor von Wärme, Liebe, Wertschätzung und
Heinz´s Haltung findet sich in den hier aufgeschriebenen Exklusiv-Nachrufen
wieder, für deren liebevolle Sammlung wir Monika Bröcker
ganz besonders herzlich danken.
SERVICE
www.tipps
(Nr. 11/ 2003)
Heinz von Foerster
zusammengestellt von Sonja Radatz
Heinz von Foersters Tätigkeitsbereich bewegte
sich im weiten interdisziplinären Feld - und
entsprechend weitreichend waren auch seine Ergebnisse. In diesen
www.tipps versuchen wir, einen Ausschnitt aus seinem Leben, seinem
Werk und vor allem seinem Denken zu präsentieren - wissend,
dass wer immer mit einem Ausschnitt Heinz von Foersters in Berührung
kommt, auch die Details kennen lernen möchte.
Bücher-Tipps
zusammengestellt von Sonja Radatz
- Zeig, J.K.:
Einzelunterricht bei Erickson (Carl Auer-Verlag)
- Haley, J.:
Die Jesus-Strategie (Carl Auer-Verlag)
- Maturana, H.R. und Pörksen, B.:
Vom Sein zum Tun (Carl Auer-Verlag)
- Tomenendal, M.:
Virtuelle Organisation am Rand des Chaos (Rainer Hampp Verlag)
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