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COVER STORY
Cover (Nr. 10/
2002)
Unternehmensführung im Lichte
des Viable System-Modells
Stafford Beer
Stafford Beer, Begründer der Management-Kybernetik
und des Viable System-Modells, Professor an mehreren Universitäten
und Autor von elf Büchern, ist tot.
Er hinterlässt ein reiches Erbe seines Denkens, das uns erhalten
bleibt. Dieser Artikel ist wohl eine seiner letzten Publikationen
und widmet sich dem Viable System-Modell (VSM), mit dem er sich
viele Jahre intensiv auseinandergesetzt hat - einem Instrument,
das dazu verwendet werden kann, um die "Identität"
eines Unternehmens zu erforschen oder zu verändern.
Dabei geht Stafford Beer davon aus, dass jedes Unternehmen und darin
enthaltene viable (also zu einer unabhängigen Existenz fähige)
System über bestimmte Funktionen verfügt, die als Muster
miteinander in Beziehung stehen. Wendet man diese Funktionen auf
das eigene Unternehmen bzw. Team an, so lässt sich rasch überprüfen,
inwieweit dieses funktioniert bzw. welche Ansatzpunkte es für
Veränderungen geben sollte.
FORSCHUNG UND ERGEBNISSE
Reflection Pieces
(Nr. 10/ 2002)
... und wie lernen Organisationen?
Sonja Radatz
Lernende Organisationen, soweit das Auge reicht.
Lernen jetzt tatsächlich Organisationen das, wozu Individuen
bislang nicht fähig waren? Oder wird versucht, mit dem Begriff
der lernenden Organisation davon abzulenken, dass beim Begriff Lernen
bislang nur wenig an die Menschen gedacht wurde, die im Unternehmen
arbeiten? Sonja Radatz wirft in ihrem Artikel Thesen auf, welche
die landläufige Verwendung des Begriffs "Lernende Organisation"
in Frage stellen und neue Antworten propagieren.
Forschung unter
der Lupe (Nr. 10/ 2002)
Perspektiven fraktaler Beratung - das
Große im Kleinen
Bernd Schmid und Joachim Hipp
In diesem Artikel von Bernd Schmid und Joachim
Hipp geht es darum, verschiedene Perspektiven wie z.B. die der Fraktale
oder des Hologramms mit systemischer Beratung sowie Personal- und
Organisationsentwicklung zu verknüpfen und so für eine
lernende Organisation fruchtbar zu machen. In den Weisheitslehren
gibt es einen Spruch: Wie im Großen so im Kleinen. Er enthält
die Idee, dass sich wesentliche Konstruktionsprinzipien und Ausdrucksformen
im Großen genauso zeigen wie im Kleinen.
Special Comment
(Nr. 10/ 2002)
Zum Tode des Heinz von Foerster
Rudi Sander
Heinz von Foerster ist am 03. Oktober 2002 gestorben
- nicht überraschend zwar, aber dieser wundervolle Mensch und
gleichzeitig höchst angesehene Erfinder der Kybernetik zweiter
Ordnung hinterlässt eine große Leere.
Seine Gedanken aber leben weiter, tragen Früchte und rufen
auf, alle verfügbare Kreativität zu nutzen, um die Handlungsalternativen
auf allen Ebenen zu erweitern. Rudi Sander schreibt in seinem Special
Comment über seine Reaktion auf Heinz von Foersters Tod - ein
Special Comment, der seine ganz spezifische Beziehung zu Heinz´
Leben und seiner Arbeit schildert.
Theorie &
Praxis (Nr. 10/ 2002)
Der Lösungsfokus in der Beratung
- Keep it simple!
Mark McKergow
Der lösungsfokussierte Ansatz hat große
Auswirkungen auf die Erarbeitung von Veränderungen im Therapiekontext.
Pioniere wie Steve de Shazer und Insoo Kim Berg haben insbesondere
dazu beigetragen, ihre Theorie und Praxis der Lösungsfokussierung
auf verschiedene Bereiche auszudehnen. In diesem Artikel stellt
Mark McKergow die Schlüsselprinzipien lösungsfokussierter
Arbeit in der Organisationsentwicklung, Beratung und im Management
vor.
Best of Theoretical
Works (Nr. 10/ 2002)
Der Tanz des Verstehens
Graham Andrewartha
Es gibt einen Bereich, der in der Literatur der
lernenden Organisation bislang völlig übersehen wurde
- nämlich die Form der Kommunikation. Kommunikation ist die
Basis für organisationales Lernen, oder mit anderen Worten:
Ohne Kommunikation gibt es kein Systemdenken und kein organisationales
Lernen. Effektive Kommunikation schafft Verstehen. Verstehen erzeugt
Lernen. Und gemeinsames Verständnis ist der Kern einer lernenden
Beziehung. In diesem Artikel schildert Graham Andrewartha aus seiner
als Buch veröffentlichten Dissertation sieben grundlegende
Muster nonverbaler Kommunikation, welche die Bildung einer solchen
lernenden Beziehung unterstützen.
SERIE
Teil
4(Nr. 10/2002)
Multiperspektivisches Management mit
Nasruddin
Matthias Varga von Kibéd
In diesem vierten Teil der Serie erleben wir
den Mullah Nasruddin als meisterhaften Coach in der Vermittlung
der Fähigkeit, gegebene Situationen, Probleme und Aufgaben
aus überraschenden neuen Blickwinkeln zu betrachten. Es geht
bei Matthias Varga von Kibéds Serie diesmal um den "goldenen"
Angelplatz (oder: Kostbare Momente lassen sich nicht festhalten),
um heiße Suppe und um Titel versus Fähigkeiten.
WISSENSDATENBANK
Lessons
Learned (Nr. 10/ 2002)
Unternehmenskultur lässt sich
nicht küssen
Martina Berghuber
Unternehmenskultur gilt schon seit längerer
Zeit als DER Erfolgsfaktor für Unternehmen - eine Bedeutung,
die allgemein anerkannt ist. Dennoch fristet die aktive Arbeit an
der gemeinsamen Unternehmenskultur noch ein stiefkindartiges Dasein
in Unternehmen. Das mag daran liegen, dass Unternehmenskultur nicht
richtig fassbar und schwer zu greifen ist - doch das soll die aktive
Arbeit daran nicht erschweren oder gar verhindern. Martina Berghuber
über ihre Erfahrungen in der Arbeit mit Unternehmenskulturen.
Business
Trends (Nr. 10/ 2002)
Kybernetik zweiter Ordnung
Sonja Radatz
Kybernetik zweiter Ordnung (Second Order Cybernetics)
zwingt uns, immer wieder auf uns selbst zu schauen - von Sonja Radatz
aus Originalzitaten zusammengestellt.
Tools
(Nr. 10/ 2002)
Mit interaktivem UnternehmensTheater
Veränderungsprozesse gestalten
Markus Berg, Tiziana Bruno, Peter Flume und Elisabeth Ostermann
Unternehmen sind heute mehr denn je darauf angewiesen,
dass Veränderungen schnell und erfolgreich umgesetzt und am
Leben erhalten werden. Zentraler Erfolgsfaktor hierbei ist, inwieweit
das Kernteam im Veränderungsprozess die restlichen Mitarbeiter
für die Notwendigkeit der Veränderung sensibilisieren
und eine entsprechende Dringlichkeit vermitteln kann. Für diese
Aufgabenstellung hat sich seit einigen Jahren das interaktive UnternehmensTheater
als Interventionsmethode etabliert. vitaminT schildert Einzelheiten
zu diesem neuen Tool im Veränderungsmanagement.
UNTERNEHMENSPRAXIS
Know
How (Nr.10/ 2002)
Den Traum vom gelungenen Führen
mit reteaming© realisieren
Ernst Aumüller
In seinem Artikel schreibt Ernst Aumüller
über seine Erfahrungen mit der praktischen Anwendung von reteaming©
in der Führung. Er wendet dafür ein Sechsstufen-Modell
an, das mit der Wertschätzung beginnt und über die Entwicklung
von Zielen und Visionen, die Betrachtung von Erfolgen und Gewinnen
und die Umsetzung in sogenannten - Baby-Steps - bis hin zum Controlling
und dem Feiern von Erfolgen ein rundes, umfassendes Schatzkästlein
für die sofortige Umsetzung im Führungs- und Management-
Alltag bietet.
Readers´
Pages (Nr. 10/ 2002)
Die Balanced Scorecard
Anton Würzl
Strategieentwicklung ist seit Jahren ein durchaus
einträgliches Geschäft für Unternehmensberater. Wenn
man den Stimmen aus den Unternehmen glaubt, sind entsprechende Umsetzungserfolge
wesentlich seltener zu beobachten. Die Balanced Scorecard als Instrument
für systemisches Management zur Sicherung nachhaltiger Lebensfähigkeit
könnte das ändern - Anton Würzl beschreibt, warum
das so sein könnte.
PORTRAIT
Expertenprofil
(Nr. 10/ 2002)
Im Portrait: Alan Stewart
Interview
Alan Stewart, Australier, professioneller Gesprächsführer,
begeisterter Kybernetiker und Open Space Technology-Anhänger
will vor allem eines: Menschen dabei begleiten, dass sie mehr Wertschätzung,
Respekt und Wohlwollen für einander entwickeln und so besser
zusammenarbeiten. Seine bisherigen Tätigkeiten umfassen sowohl
als universitäre Forschung als auch die Begleitung von Unternehmen
- und seine Passion gilt der Kommunikation.
SERVICE
www.tipps (Nr. 10/ 2002)
Autopoiesis
zusammengestellt von Sonja Radatz
Autopoiesis ist ein Begriff, der Anfang der siebziger
Jahre von Maturana und Varela geprägt
wurde. Was dahinter steht und wie das Konzept in Unternehmen anwendbar
ist, vermitteln die hier dargestellten Links.
- Eine Einführung in die Autopoiesis
- Die Enzyklopädie der Autopoiesis
- ... und noch eine kurze und prägnante
Einführung
- Autopoiesis und seine Grundlagen sowie Hintergründe
- Die Theorie der Autopoiesis im Zusammenhang
mit Unternehmen
- Autopoiesis versus Allopoiesis
Bücher-Tipps
zusammengestellt
von Sonja Radatz
- Linder-Hofmann, B. und Zink, M:
Die innere Form. Zen im Management (Gellius Verlag)
- Zawadzky-Krasnopolsky, G.H.:
Leadership ohne Vorurteile (Gerling Akademie Verlag)
- Dievernich, F.E.:
Das Ende der Betriebsblindheit? (Rainer Hampp Verlag)
- Becker, H.:
Gebündelte Kraft in Organisationen (Gebündelte Kraft
in Organisationen )
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Zeitschrift begrüßen zu dürfen!
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