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Radatz inspiriert |
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RSS feed - bitte automatisch Erinnerung an meine Mailadresse bei jedem neuen Beitrag Freundschaft oder Teamerfolg: Das ist keine Frage! 16. August 2010
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Letzte Woche wieder mal erlebt: |
Rahmenbedingungen raschen Jobwechsels zur nachhaltigen Katastrophe werden: Denn die Freunde, die einen verantwortungsvollen Job erhalten haben, mögen zwar die Zusammenarbeit erleichtern, aber eben nur dann, wenn alle Beteiligten noch im gleichen Unternehmen arbeiten. Genau das kann aber in der aktuellen Situation nicht gewährleistet werden, mehr noch: Ich habe in der jüngsten Vergangenheit zu oft erlebt, dass Software in Betrieb ging, bei der die Besteller schon knapp nach Beauftragung gar nicht mehr im Unternehmen waren. Was bedeutet: Sie haben etwas bestellt, das zwar für sie passt, für die nach ihnen Kommenden aber nicht. Und: Sie sind nicht mal dabei, um wenigstens den erfolgreichen Start des Programms zu sichern. Das ist bitter für die verbliebenen Kollegen und noch bitterer für das Funktionieren des Systems. Und immer wieder tauchen bei mir die Fragen auf: Wäre dies vermeidbar gewesen? Und: Wie kann gewährleistet werden, dass Entscheidungen zu dem passen, was das Team bzw. Unternehmen braucht – und nicht zu dem, was ein Einzelner braucht; schon gar nicht, wenn dieser schon „im Gehen begriffen“ ist und die Entscheidung „Freundschaft vor Team/ Unternehmen“ vielleicht als „letzte gute Tat“ in diesem Unternehmen ansieht?
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Führungs“beziehung“ schaffen – gar nicht so einfach! 02. August 2010
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Manche tun nur das eine. Andere nur das andere. Und viele tun gar nichts von beiden – die schlechteste aller Lösungen. Und ganz selten erlebe ich ein ausgewogenes Gleichgewicht… |
gerade sein lässt, wenn „es sich nicht ausgegangen ist, die Projekt-Deadline einzuhalten“.
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Planen Sie immer noch mit dem 12-Monats-Jahr? 19. Juli 2010
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Zeit ist relativ und von Menschenhand geschaffen. Oder anders gesagt: Eine Woche ist zwar eine Woche und bleibt eine Woche; und ein Jahr ist ein Jahr und bleibt auch ein Jahr: aber dennoch können wir die Zeit flexibel zu unseren Gunsten interpretieren. Das hat nichts mit Management und Führung zu tun, meinen Sie? Nun – mal abwarten. Das Problem, das ich immer wieder orte, spielt sich dort ab, wo Vertrieb, Unternehmensleitung und Führung erfolgreich sein müssen, aber Rahmenbedingungen naturgemäß nicht vorhersagen können. Genau hier entsteht aber ein strategisch hoch wirksames Problem: Denn für gewöhnlich wird weder im strategischen noch im operativen Management und schon gar nicht am Point of Sale unter Einbeziehung dieser potenziell sich verändernden Rahmenbedingungen gedacht und gehandelt. Gerade letzte Woche hatte ich wieder einen solchen Fall: In den Filialen eines internationalen Handelsunternehmens im Norden Deutschlands würde man sicher die Umsatzvorgaben im Geschäftsjahr 2010 erreicht haben, wenn – ja, wenn da nicht der Jahrhundert-Winter doch tatsächlich im Norden Deutschlands Schneestürme ohne Ende beschert hätte. Schneestürme über 2 Monate hinweg, inklusive einer geschlossenen Schneedecke auf den Gehsteigen, derer die Stadtverwaltung gar nicht mehr Herr wurde. Man bedenke: Schnee im Norden! Das war doch nun wirklich nicht voraussehbar. Konnte gar nicht in die Planung mit einbezogen werden, weil doch keiner damit rechnete. Wurde aber leider umsatzwirksam, weil in den bewussten 2 Monaten der Umsatz komplett einbrach. Tant pis, sagen da die Franzosen – das muss man eben wegstecken. Kann man nichts machen. Dummer Weise folgte dem schweren Winter aber nun ein sehr seltsamer Sommer mit Temperaturen über 32 Grad Celsius – und das nicht während weniger Tage, sondern während nun schon 3 Wochen! |
An Shopping ist bei der Hitze nun wahrlich nicht zu denken. Die Kunden bleiben am See, der Umsatz bricht ein. Man ist ja schon daran gewöhnt – und argumentiert im Jahres-Strategiemeeting entsprechend. In solch einer Situation bringe ich gerne mein Beispiel vom Hamburger Eisverkäufer: Wissen Sie, wie lange das Jahr für den Hamburger Eisverkäufer dauert? Sehr einfach: Etwa 6 Wochen. Es kann natürlich auch länger sein, aber er sollte zumindest nicht mit einem längeren Sommer rechnen. Oder anders formuliert: Wenn er plant, seinen Jahresumsatz binnen 6 Wochen zu erzielen, dann ist jede weitere Sommerwoche, die da kommen mag, ein freundliches Angebot des Universums, seinen geplanten Umsatz zu überschreiten. Um auf unsere aktuell geschilderte Situation des Handelsunternehmens zurück zu kommen: Es erscheint mir angesichts der unendlich vielen Möglichkeiten der Ausprägungen von Rahmenbedingungen fast schon als verwegen, in der Umsatzplanung von 12 Monaten auszugehen. Vielleicht ist eine solche Planung noch im ersten Jahr des Bestehens zulässig; aber spätestens nach einem Jahr wie dem aktuellen muss unserem Handelsunternehmen klar sein: Das kommende Geschäftsjahr hat nicht 12, sondern nur noch 9 Monate. Was bedeutet: Die Umsatzvorgaben müssen in nur 9 Monaten erzielt werden; während der restlichen 3 Monate kann davon ausgegangen werden, dass irgendetwas Unvorhergesehenes passiert: Der Regenmonat im Frühling, die Baustelle links und rechts neben den Filialen, der Schnee im Sommer, die Promotion-Aktion des Konzerns just im Oktober, in dem man sich dem Premium-Verkauf widmen wollte. Auf den ersten Blick mag diese Überlegung banal klingen, bei unseren Kunden sichert sie auf operativer Ebene den Unternehmenserfolg. Selbst wenn es Katzen und Hunde regnet.
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Verantwortung käme von "antworten"… 05. Juli 2010
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Tatsächlich soeben erlebt: |
Die Begründung? „Dieses Unternehmen ist noch nicht reif für den Ansatz, den der Vorstand für gut heißt.“ Was hier noch zu sagen bleibt? „Quod erat demonstrandum“ – genau das beweist er mit seiner Aussage.
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"Wenn ich Zeit habe…", und: Was wirklich wesentlich ist 21. Juni 2010
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Ich komme nicht umhin, angesichts des Verhaltens vieler Führungskräfte immer wieder an jenen Menschen aus einer kleinen Geschichte zu denken, der am Rand eines Sees sitzt und mit bloßen Händen versucht, Fische zu fangen. Gefragt, ob man ihm nicht eine Angel leihen sollte, antwortet er: „Dazu habe ich keine Zeit. Ich muss jetzt Fische fangen.“ |
Was bedeutet: Das, was für die Führungskraft weder wichtig, noch dringend, aber dafür strategisch wesentlich ist, steht nicht im Eisenhower-Modell, weil es niemand nachfragt – niemand nachfragen kann! Weil solche Fragen bislang ungefragt waren. Weil es einzig und allein die Aufgabe der Führungskraft ist, solche Fragen zu stellen und damit das eigene Aufgabenfeld für die kommende Zeit – etwa die kommende Woche – festzulegen.
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"Wenn die Mitarbeiter nicht mitgehen…" 07. Juni 2010
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Letzte Woche von einer Führungskraft gehört: „Natürlich müssen wir mit dieser Neuerung konsequent sein – bis zu einem gewissen Grad: Wenn die Mitarbeiter nicht mitgehen, dann sind ohnehin natürliche Grenzen gegeben.“ |
Denn letztlich liegt es in der Hand der Führungskraft, zu entscheiden welche Themen unerbittlich gesetzt werden und bei welchen es den Mitarbeitern freigestellt wird, „dafür“ oder „dagegen“ zu sein. Diese Aufgabe ist meines Erachtens nicht delegierbar an die Mitarbeiter!
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"Zeit für Neues!?!" 24. Mai 2010
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Der Frühling macht es möglich: Wir werden in unserem Denken beflügelt. Wir gehen über vor neuen Ideen. Wir verspüren unbändige Kraft, plötzlich alles anzupacken und umzumodeln. |
Nun können Sie sagen: Alles schön und recht, aber zunächst zählt ja erst einmal der gute Wille…
Leider kann ich Ihnen hierzu nicht beipflichten. Denn unter der Fahne des guten Willens sind schon zu viele Unternehmen zugrunde gegangen. Nicht dass das gleich bei Ihnen passieren muss – aber jede neue, glanzvolle, undurchdachte Idee hinterlässt bei sofortiger Umsetzung einen sofortigen Riss im Unternehmen, der oft Jahre noch spürbar ist. Und das sollte uns doch zu denken geben.
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Konsequent führen: Ja! Aber wann damit beginnen? 10. Mai 2010
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Konsequenzenmanagement: Das Hit-Thema dieses Jahres. Jeder hätte es gerne. Jeder würde es gerne „konsequent“ leben. Aber nur zu wenige tun es. Und viele, viele Führungskräfte fangen meines Erachtens weit zu spät damit an. |
Letzte Woche gefragt, wann der beste Zeitpunkt wäre, um Konsequenzenmanagement zu starten, konnte ich aus meiner Erfahrung heraus nur die folgende Antwort geben: bei der Erstellung der Job-Anzeige.
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"Was aber, wenn der andere so gar nicht will?" 26. April 2010
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… wurde ich letzte Woche gleich zwei Mal von Führungskräften gefragt. Grund genug, mich intensiver damit auseinander zu setzen. |
Und wenn Sie sich nun zerknirscht im Spiegel betrachten, besteht weiter die Frage: Was dann? Was, wenn Sie tunlichst den betreffenden Mitarbeiter „behalten sollten“, keine Lust haben das Feld zu räumen und Sie nun ganz willens sind, keinesfalls fünfe gerade sein zu lassen?
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Über das Versprechen, "alles diskutieren zu können" 12. April 2010
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Wie oft hört ein Mitarbeiter in einem durchschnittlichen Arbeitsleben von 45 Jahren den Satz: „Das werden wir natürlich noch ausführlich diskutieren“? Oft. Meines Erachtens zu oft. Viel zu oft. |
Und selbst wenn wir sie nur beobachten, ohne mit ihnen darüber zu sprechen, werden die Aussagen deshalb nicht verlässlicher: Denn wir machen dann – und das wäre Punkt Vier – eine doppelte Aussage über uns selbst; einerseits, indem wir eine bestimmte Frage wählen, die subjektiv von uns gewählt wurde und daher nur für uns der Hoffnung, endlich gehört zu werden)! Täten Sie genau das, so würde dies ja letztlich bedeuten, man hätte Idioten als Mitarbeiter angeheuert. Und das haben Sie doch nicht, oder?
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"… und jetzt noch ein bisschen Teambuilding." 29. März 2010
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Gut. „Teambuilding“ ist also angesagt. Die Strategie ist soweit festgelegt. Nein, das Team zieht leider noch nicht so richtig mit und man könnte durchaus Wetten abschließen, ob die Strategie jemals umgesetzt wird. Aber um darüber nachzudenken, ist jetzt wirklich keine Zeit, denn dafür steht noch zu viel an. Dieses Teambuilding beispielsweise. So ein bisschen Emotionales sollte die Sache nun schon noch abrunden. Gesagt, getan – irgendein Team Development-Anbieter wird sich damit schon beauftragen lassen. Mit oder ohne Outdoor-Elementen; nur einen Halbtag oder mehrere Tage; irgendwo im Grünen oder mitten in der Stadt; aber etwas Emotionales sollte, bitte schön, schon noch drin sein. |
Ist schwierig, meinen Sie? In der Praxis nicht wirklich. Ich erlebe jeden Tag in unseren Strategieentwicklungen mit dem Relationalen Management-Ansatz, dass während der Strategieentwicklung selbst ein hervorragendes Miteinander und eine tragfähige Teamkultur entstehen.
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"Es ist so." 15. März 2010
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Wissenschaftliche Studien, Ergebnisse von Umfragen, Erkenntnisse in allen Lebensbereichen: Sie reduzieren elegant unsere Komplexität und erleichtern unser Leben. Wenn wir wissen, was Mitarbeiter "brauchen", wenn wir wissen, was das Unternehmen erfolgreich macht, wenn wir wissen, dass Frauen so und Männer so ticken, dass diese eine Lernerkenntnis aus den 50er Jahren zu einem passablen Ergebnis geführt hat – dann sind wir schnell dabei, dem zu folgen. Und auf den ersten Blick macht es ja auch Sinn: Wir verlassen uns darauf, dass die Erkenntnis fundiert ist. Und wir wenden an oder wiederholen, was erfolgreich zu sein scheint. |
Und selbst wenn wir sie nur beobachten, ohne mit ihnen darüber zu sprechen, werden die Aussagen deshalb nicht verlässlicher: Denn wir machen dann – und das wäre Punkt Vier – eine doppelte Aussage über uns selbst; einerseits, indem wir eine bestimmte Frage wählen, die subjektiv von uns gewählt wurde und daher nur für uns sinnvolle Ergebnisse liefert; und andererseits, weil wir nur beobachten können, was wir beobachten und uns vorstellen können – und dabei können wir vermutlich nicht über unseren Erfahrungshintergrund hinaus denken.
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Projekte bis zur Besinnungslosigkeit – oder die Besinnung auf die Kernkompetenzen? 01. März 2010
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Komplett zu ist der Kalender – da geht gar nichts mehr: Montag bis Mittwoch steht das Projekt zur Erarbeitung eines Prämiensystems für den Key Account Bereich an; das braucht noch eine Menge Vorbereitung, denn eigentlich ist es so gar nicht das fachliche Thema des Vertriebsleiters; aber weil ihn der Vorstand so sehr gebeten hat, das Projekt zu übernehmen, sind die letzten Wochen hauptsächlich mit Verhandlungen mit dem Betriebsrat, Abstimmungen mit Kollegen, Anfragen an die Personalabteilung und weiteren Tages füllenden Themen belegt. Wenn es bloß das einzige Projekt wäre… aber es ist eines unter vielen; und all den Projekten ist gemeinsam, dass er sich erst mühsam einlesen muss und ungeheuer viel Zeit in die Projekte investiert; und letztlich dafür verantwortlich ist, seinen Kollegen ein gutes Ergebnis zu präsentieren. Führungs- und Management-Verantwortung? Das war einmal. Natürlich ist er weiterhin von seiner Funktion her Vertriebsleiter – aber die eigentliche Aufgabe ist in den letzten Jahren komplett auf der Strecke geblieben. Keine Zeit für Führung, keine Zeit für die längerfristige Neustrukturierung seines Bereichs, keine Zeit für ein ordentliches Management, wie er es noch vor ein paar Jahren gewährleisten konnte. |
Einerseits entsteht in diesem Zusammenhang bei mir die wohl durchaus berechtigte Frage, warum um alles in der Welt ein Vertriebsleiter Prämiensysteme entwickeln sollte, wenn es dafür doch die Experten in der Personalabteilung gibt (oder beauftragbare externe Dienstleistungsunternehmen), die mit einem ordentlichen Briefing und unter Angabe klarer quantitativer, qualitativer und zeitlicher Rahmenbedingungen sicher willens und fähig sind, ein Prämiensystem in Mindestzeit aus dem Hut zu zaubern, das bei „Lieferung“ auch bereits mit dem Betriebsrat abgestimmt ist und ganz sicher den gesetzlichen Vorgaben entspricht.
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Haben Sie auch 480 Mitarbeiter? 15. Februar 2010
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Eine interessante Aussage, die ich letzte Woche gehört habe: Eine Führungskraft erzählt mir doch tatsächlich, sie hätte 480 Mitarbeitern. Nicht dass ich es nicht geglaubt hätte: Ich erlebe jeden Tag, dass kreuz und quer geführt wird, immer wieder mal auch über 2 und mehr Hierarchien hinweg und natürlich immer mit vollem Elan und mit bestem Wissen und Gewissen. |
Um es gleich vorweg zu sagen: Ich habe nichts gegen Wertschätzung. Ich halte sogar eine Menge davon. Aber dem Mitarbeiter meines Mitarbeiters meines Mitarbeiters Wertschätzung geben? Halleluja. Woher wollen Sie denn wissen, ob der Mitarbeiter Ihres Mitarbeiters dem Betreffenden für die anstehende Leistung überhaupt Wertschätzung zugestehen würde? Und noch schlimmer: Was, wenn Sie mit Ihrer Einschätzung auseinander liegen? Allein bei dieser Vorstellung des Beziehungsdreiecks, dominiert von der Aussage, „Also Ihr Chef ist da nicht ganz Ihrer Meinung. Der findet das, was ich hier tue, richtig toll“, werde ich leicht nervös. Was, wenn es dann zu einer Gegenüberstellung kommt? Wenn Sie ins Dreiergespräch geholt werden und sich entscheiden müssen, ob sie auf immer und ewig Ihr Image als jovialer Chef loswerden wollen, oder lieber doch Ihren direkten Mitarbeiter das Gesicht verlieren lassen? Da wird aus Spaß Ernst und das gut Gemeinte verliert an allem, was gut war.
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Die Sache mit dem Teamevent 01. Februar 2010
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Letzte Woche: 3 Anfragen zu Teamevents. Das Team würde nicht mehr so richtig funktionieren. Konflikte kämen auf. Die Planzahlen würden nicht mehr erreicht. Alle gingen in unterschiedliche Richtungen; einigen wäre wahrscheinlich gar nicht klar, wohin die Reise überhaupt ginge. |
die er eben kraft seiner Funktion fordern muss. Und wenn ein Team ein tolles Menü kocht, dann ist das wunderbar, aber es sagt nichts darüber aus, ob das Team morgen in der Schnittstellenproblematik eine hervorragende Lösung findet. Oder umgekehrt: Selbst wenn man die Bürokollegen noch so toll findet und richtig gut mit ihnen zusammen arbeitet, heiratet man sie dennoch in der Regel nicht (und schon gar nicht alle).
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Das Wichtigste zuerst! 18. Januar 2010
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Konzentration auf das Wesentliche. Priorisieren. Dem Wichtigen den Weg ebnen, das Unwichtige verschieben, liegenlassen, delegieren, anderen überlassen. Endlich pointiert arbeiten anstatt ewig im Operativen waten. Wir erfahren jeden Tag gebetsmühlenartig, was wirklich wichtig wäre. Aber tun wir das auch schon? |
Allerdings ist dafür auch notwendig, das „wirklich Wichtige“ entsprechend zu kommunizieren. Was nicht bedeutet, dass es deshalb in Stein gemeißelt wäre, sondern lediglich, dass dieses Thema zentral für das Handeln aller ist.
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Neujahrsvorsätze? Alles eine Frage der Fokussierung. 28. Dezember 2009
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Weihnachtsfriede überall. |
Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf jene Themen lenken, die uns gut tun, die uns Behaglichkeit, Ruhe und Gelassenheit bescheren, müssen wir in erster Linie die Geschichten verändern, die wir uns und unserer Umwelt erzählen: Wir erzählen dann von jenen Momenten, die lebenswert und erfüllend sind.
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Alles Arbeit oder was? 14. Dezember 2009
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Unvereinbarkeit von Arbeit und sozialer Aktivität. Unvereinbarkeit von Arbeit und Familie. Unvereinbarkeit von Arbeit und Elternschaft. Unvereinbarkeit von Arbeit und Freizeit. Unvereinbarkeit von Arbeit und Leben. |
Absitzens von Stunden im Unternehmen beibehalten.
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Von der Unmenschlichkeit, Veränderung zu verlangen 30. November 2009
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Heute: Meine erste Buchpräsentation für „Veränderung verändern“. Zentrales Thema: Veränderung in 2 Tagen etablieren; und das Neue sofort leben. Die Wogen gingen enorm hoch. Zentrales Thema: Es sei unmenschlich und unmöglich, von den Führungskräften und Mitarbeitern in einer derart kurzen Zeit Veränderung in solchem Ausmaß abzufordern. Denn die würden nun mal auf einem anderen Stern leben; Selbstverantwortung und unternehmerisches Denken würde zwar hin und wieder diskutiert, aber keinesfalls gelebt werden; und Kompetenz für den Umgang mit den neuen Herausforderungen wäre schlicht nicht vorhanden. Zusammengefasst: Die Mitarbeiter kommen da nicht mit. Und daher wäre es unsozial, unmenschlich und unmöglich, von den Mitarbeitern Change in dieser Form abzuverlangen. |
Denn in jedem Change-Prozess eines Teams bzw. Unternehmens schweben keinesfalls „nur“ die Mitarbeiter in akuter Gefahr, sondern auch die Familien, die hinter diesen Mitarbeitern stehen. So gesehen ist unsere „Personal-Verantwortung“ durchaus 3- oder 4 mal höher als im ersten Augenblick angenommen.
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Performance steigern? 16. November 2009
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Diese Woche dreimal gehört: Wir müssen die Performance unserer Mitarbeiter steigern. |
Welche Einflussfaktoren können wir hier unterscheiden? Die aktuellen Fähigkeiten des Mitarbeiters; das Wollen des Mitarbeiters; die Rahmenbedingungen, die im Unternehmen und nochmals gesondert im Team gesetzt werden; der Umgang der Führungskraft mit dem Mitarbeiter; Entlohnungsfaktoren; Fringe Benefits; Zusammenhalt im Team; die Ziele des einzelnen Mitarbeiters; das Interesse des Mitarbeiters an der aktuell geforderten Aufgabe; der Informationsstand des Mitarbeiters über Situation, aktuelle Zahlen und Zusammenhänge zwischen Zahlen und eigener Leistung; die zur Verfügung stehenden oder in Aussicht gestellten Ressourcen… die Liste ließe sich ewig lange fortsetzen. Wo ansetzen? Wie die Komplexität in den Griff bekommen? Wie daraus eine triviale Situation schaffen? Hier ist guter Rat teuer; außer wir gehen vom einzelnen Mitarbeiter weg, bringen das gesamte Team zusammen, vermitteln diesem Team in aller Kürze, dass die Rahmenbedingungen sich hinlänglich geändert haben, inklusive der zur Verfügung stehenden Budgets und Ressourcen, und arbeiten dann mit dem gesamten Team an einer neuen Ausrichtung der gemeinsamen Aufgabe nach außen und an einem neuen Miteinander.
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Gesucht: Überflieger 02. November 2009
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Wie war das, als die Menschen fliegen lernen wollten? Sie stellten sich auf einen Berg und taten so, als wären sie Vögel. Sie breiteten ihre selbst gebastelten Flügel aus und genossen zumindest für kurze Zeit das Gefühl der Vogelperspektive; bis sie sich schließlich mit immer höherer Geschwindigkeit der Erde
wieder näherten und meist recht unsanft landeten. |
Dieses Prinzip findet man meiner Erfahrung nach nicht im „Hamsterrad“ des Tuns; sondern, indem man sich geistig zurückzieht und seine Kraft darauf konzentriert herauszufinden, was das Besondere ist, das man braucht, um abzuheben. Manchmal sind es ganz kleine, im ersten Moment fast lächerlich wirkende Unterschiede, die aus
einem laufenden Unternehmen einen Überflieger machen.
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Lust auf ein WOW-Unternehmen? 21. Oktober 2009
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Ein WOW-Unternehmen. Hätte jeder gern. Hat fast niemand (nach Einschätzung der CEOs). Wagt man auch nicht jemals zu bekommen. Aber: Erscheint auf den ersten Blick äußerst attraktiv. |
Woran Ihre Produkte, wenn sie sprechen könnten? Woran würden die Mauern des Büros, wenn sie sprechen könnten, sofort erkennen, dass sie ab sofort ein WOW-Unternehmen beherbergen? Was macht Ihr WOW-Unternehmen, was das alte Unternehmen (noch) nicht macht? Wo engagiert es sich, worauf achtet es? Worauf schaut es gar nicht? Was kann es? Was tut es bewusst nicht (mehr)?
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Jo, wir schaffen das! 05. Oktober 2009
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Stress pur. |
Menschen, die in jedem Punkt abwägen, ob es wirklich Sinn macht, JETZT bzw. ÜBERHAUPT das Betreffende zu tun, werden seltener mit Aufgaben „zugemüllt“ als andere, die einfach mal so vor sich hin arbeiten.
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Was die Mitarbeiter „wirklich“ brauchen 07. September 2009
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Der Urlaub ist vorbei. Zeit für den Start in einen erfolgreichen Herbst. Viel hat man sich vorgenommen – vor allem die Mitarbeiter sollten endlich die Aufmerksamkeit bekommen, die sie sich verdient haben (bzw. die sie brauchen, damit sie die ambitionierten Pläne für die angehende Saison erfolgreich umsetzen können. Schließlich will man das Geschäftsjahr gut zu Ende bringen und die Zielvorgaben erfüllen). |
Sie brauchen klare Anweisungen, aber bitte immer so formuliert, dass die p. t. Mitarbeiter „zumindest das Gefühl haben“, sie wären von selbst draufgekommen. Man kann sie ja „hinführen“, nicht zu auffällig, aber dennoch stetig.
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Wenn nur... 24. August 2009
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Diese Woche, Management Team Meeting, erste Führungsebene. Die Wogen gehen hoch: „Nun hat uns das Headquarter schon wieder ein Ei gelegt.“ „Wie sollen wir das alles neben unserer Arbeit noch schaffen?“ „Warum muss uns das Headquarter immer stören?“ Wenn nur das Headquarter nicht wäre – dann könnten wir erfolgreich unsere Projekte betreiben und müssten nicht pausenlos irgendwelche operativen Forderungen erfüllen.“ Wenn nur… |
Ich habe aber auch noch eine zweite Beobachtung gemacht: Unternehmen, die ein klares Konzept haben, können alles operative Unvermeidliche von Seiten des Headquarters viel einfacher und somit „schmerzloser“ in das bestehende Tun integrieren, weil sie von einem, ihrem bestehenden „Grundplan“ ausgehen und für jede neue Idee von oben überlegen, wo diese nun hineinpasst, wie sie zu nehmen ist und wie erfolgreich reportet werden kann, dass das vorgeschlagene Neue schon auf dem Weg ist, bereits getan wurde oder in Zukunft gut integriert werden kann.
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Haben wir die richtigen Mitarbeiter? 10. August 2009
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Letzte Woche wieder einmal erlebt: Ein Produktionsvorstand, der mir sein Leid klagte. „Ich habe einfach nicht die richtigen Mitarbeiter für das, was hier vonnöten ist.“ Das bewegte mich dazu, darüber nachzudenken, aus welchen Variablen wohl die mathematische Funktion von „richtigen Mitarbeitern am richtigen Platz“ bestehen würde. Das Ergebnis war sehr einfach: |
War es eindeutig unterscheidbar von den Bildern, die in anderen Unternehmen für ähnliche Positionen gestaltet wurden? Inwiefern haben Sie dieses Bild deutlich und verständlich gemacht und geklärt, dass es keinen Zweck hätte, so zu tun, als ob man all dem entspräche, weil sich der andere sonst nur täglich unglücklich machen würde?
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Warum tut sich hier nichts? 27. Juli 2009
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Letzte Woche, Meeting mit dem CEO eines weltweiten Produktionskonzerns. Ein Wutanfall – einer von vielen, wie sich der Sales Vorstand beeilt zu erklären. „Ich kann das nicht verstehen: Ich spreche hier täglich vom Selben, erkläre tausend und einmal was ich haben möchte, lasse mich jeden Tag von Ihnen verhökern, werde mit ungezählten Argumenten überschüttet, warum etwas nicht funktioniert und welche Konflikte, Probleme oder Bruchstellen zwischen den Abteilungen im 7. oder 14. Stock aufgetreten sind – und es passiert genau gar nichts!“ |
Das liegt nicht daran, dass die Unternehmensmitglieder böse Absichten hätten oder gar dumm wären – sondern einfach nur daran, dass sie in ihrer Welt leben, die meist über ein grundlegend anderes Informationslevel verfügt als der CEO; dass sie ihre Welt sehen, und die ist meist von einer anderen Erfahrung geprägt als die des CEOs; dass sie eine andere Zeit-/Raum-/Ressourcenwahrnehmung haben (Will er das sofort? Oder in einem Jahr? Kommt das jemals? Betrifft das uns alle – oder nur die anderen? Und das alles soll mit unseren Mitteln machbar sein? Oder gibt es irgendwo versteckte Budgets?); und dass sie eine andere Perspektive einnehmen als der CEO – meist eben nicht die „Vogelperspektive“, sondern eine sehr bodenständige, geprägt vom eigenen Bereich und den eigenen Aufgaben.
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Was will ich wirklich? 13. Juli 2009
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Sommer. |
Tant pis, würde der Franzose sagen.
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Keine Angst vor „Innovationskillern“! 29. Juni 2009
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Zuerst Begeisterung: „Das klingt alles sehr spannend!“ Dann ein kaum merkliches Zögern: „Was meinen Sie bloß, wenn Sie von „Rahmen setzen“ sprechen?“ Dann der große Schreck, als ich mein Gegenüber, CEO eines großen Handelsunternehmen, frank und frei auffordere, mir den Rahmen zu nennen, den er im Unternehmen setzt. „Rahmen?“ meint er, „wie meinen Sie das? Bei uns gibt es keinen Rahmen. Wir sind ein hoch innovatives, kreatives Unternehmen, das von der Eigenständigkeit und dem unternehmerischen Denken jedes einzelnen Mitarbeiters profitiert.“ |
Wenn wir also davon ausgehen, dass jeder Mensch aufgrund seiner Erfahrungen bestimmte Rahmen setzt, die ganz einfach einzuhalten sind: Welche Auswirkungen haben diese auf die gelebte Kreativität, auf das Innovationspotenzial im Unternehmen? Meine Erfahrung sagt mir: Jeder Rahmen schränkt zwar ein – aber er hilft uns, Spreu von Weizen zu trennen und fokussierter zu arbeiten. Wir innovieren dann nicht mehr „ins Blaue“, sondern können Vieles schon von Beginn weg ad acta legen. So betrachtet, senkt ein Rahmen nicht die Kreativitäts- und Innovationsrate im Unternehmen, sondern sie steigert sie sogar. Mit aus meiner Sicht zwei Einschränkungen: Erstens kenne ich aus der Praxis Rahmen, die so eng sind, dass darin keine Bewegung mehr möglich ist: Wenn den Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen alles bis ins Kleinste vorgegeben ist, jeder Handgriff im Organisationshandbuch abgebildet ist und es für jedes Kundengespräch einen wörtlichen Gesprächsablauf gibt, dann ist schon von Natur aus keine Innovation mehr möglich – dann fördert der Rahmen nicht die Innovation, sondern er erstickt sie im Keim. Zweitens braucht meines Erachtens ein Rahmen Klarheit im Vorhinein, damit sich sein Potenzial entfalten kann. Damit meine ich, dass jeder Teamleiter und jeder CEO zwar einen klaren Rahmen definiert haben, dieser aber auch allen Mitgliedern bekannt und klar sein sollte, damit er überhaupt eingehalten werden kann. Und hier gilt aus meiner Sicht das Sprichwort: Gesagt ist nicht verstanden! Darüber hinaus bedeutet Klarheit auch, dass der Rahmen nicht nur verkündet, sondern auch gelebt wird: Wer jeden Tag etwas anderes tut, als er seinerzeit proklamiert hat, darf sich nicht wundern, wenn er damit mehr Verwirrung als Innovation erzeugt. Zurück zu meinem CEO im Beratungsgespräch: Nach einer weiteren Stunde standen 11 stattliche Rahmenelemente auf dem Flipchart-Blatt und mir wurde klar, dass auch meinem Gegenüber etwas klar geworden war. Der nächste Schritt besteht nun in der „unmissverständlichen“ Kommunikation der Rahmenelemente.
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Training? Nein, danke. 15. Juni 2009
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Um es gleich vorwegzunehmen: Ja, ich kann durchaus verstehen, dass die Seminarkalender in den diversen Unternehmen rigoros auf 0 gekürzt werden. Und, ja: Ich trauere diesen keine Träne nach. Zuviel hat sich in den vergangenen Jahren an „Seminaren“ angesammelt, die alle bemüht waren, den Mitarbeitern ein bisschen Ausgleich zu geben und der „Work“ eine Balance“ hinzuzufügen. Zu oft wurden Seminare mit Kleinstgruppen abgehalten, weil die „Inhouse-Seminare“ zu wenig gebucht, weil die Führungskräfte und Mitarbeiter längst „extern“ ganz Anderes für sich auserkoren hatten. Und selten, allzu selten wurde daraus die Konsequenz gezogen. Da wurde viel häufiger von undankbaren, übersättigten Unternehmensmitgliedern gesprochen, die lernresistent wären. |
Und inwieweit wurde gemessen, ob die Weiterbildung auch das brachte, was sie bringen sollte – nicht auf individueller Ebene natürlich, sondern auf Unternehmensebene? Damit meine ich, inwiefern hat die Weiterbildung dazu beigetragen, dass der betreffende Teilnehmer sein Denk- und Handlungsrepertoire maßgeblich erweitert hat, sodass er jetzt dem Unternehmen einen gewünschten Mehrwert bietet?
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Haben wir eine Zukunft? 02. Juni 2009 |
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Nein, wir haben keine. Damit wäre schon alles gesagt und wir könnten einfach zur Tagesordnung übergehen. |
Wer noch nie ein Email geschrieben oder den Aktienmarkt nicht einmal noch zumindest indirekt genutzt habe, werfe den ersten Stein. Was wir im Moment und an jedem Tag der Zukunft erleben, ist meiner Erfahrung nach eine Antwort auf unser gemeinsames Handeln, oder anders ausgedrückt:
4. Gestalter der eigenen Zukunft sein - anstatt in fremden Gebieten zu wildern:
5. Schnelligkeit und Flexibilität als Schlüsselfaktoren:
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Abgehobenes Management? Ja, bitte unbedingt! 04. Mai 2009 |
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"Unser Management ist mittlerweile komplett abgehoben. Die Vorstände haben keine Ahnung mehr, womit wir uns den ganzen Tag herumschlagen müssen. Die legen irgendetwas ganz grundsätzlich fest, und wir müssen dann zusehen, wie wir mit dem Neuen leben können", beklagte sich letztens eine Führungskraft mittlerer Ebene bei mir. "Oh wie gut!" freute ich mich - und stieß bei meinem Gegenüber auf pures Unverständnis. |
gerecht ist: Er zieht sich bewusst aus dem Tagesgeschehen zurück; er arbeitet nicht im Unternehmen, sondern sieht seine zentrale Aufgabe darin, täglich am Unternehmen zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass das Unternehmen auch morgen und übermorgen (oder endlich morgen und übermorgen, wenn schon nicht heute) gut läuft.
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10 triftige Gründe aus der Praxis, um strategische Arbeit zu vermeiden 20. April 2009 |
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Subjektive Momentaufnahme im Management: Operative Tätigkeit, soweit das Auge reicht. Und dieses Erleben ist nicht einmal neu, sondern gilt meiner Wahrnehmung nach seit Jahren unveränderlich. Dafür gibt es gute Gründe, wie ich in den vergangenen Jahren in zahlreichen Gesprächen in der Vorstandsetage erfahren durfte. Hier die Top Ten Statements, allesamt hoch kreativ und rasch nachahmbar!
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Dafür haben wir nicht die richtigen Mitarbeiter. Richtig, für strategische Arbeit im Top Management braucht es die richtigen Mitarbeiter in den Ebenen darunter. Und die fallen entweder vom Himmel oder man hat eben Pech gehabt. In solch einem Fall finde ich es durchaus verständlich, dass jemand eher ganz auf die strategische Arbeit verzichtet, als zu riskieren, dass die Mitarbeiter sich auf Neues einstellen müssten. Denn das können sie nur im privaten Umfeld - dafür dort umso besser!
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Karriereplanung. Wann, wenn nicht jetzt? 06. April 2009 |
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Etwas Positives hat die aktuelle Situation: Sie lädt uns geradezu ein, über die persönliche Karriere nachzudenken. Der Begriff „Karriere“ wird heute vielfach für die Beschreibung einer bedeutenden, erfolgreichen Laufbahn verwendet. Im ursprünglichen römisch-gallischen Wort beschreibt es die Renn- bzw. Laufbahn und in einer anderen Bedeutung die schnellste Gangart des Pferdes. Das klingt auch im Zusammenhang sinnvoll: Wenn die Laufbahn klar definiert ist, lässt es sich leicht laufen.
Das gilt mit einiger Wahrscheinlichkeit auch für unsere persönliche Laufbahn. Allerdings erscheint uns diese häufig weit weniger klar definiert als oben beschrieben: Rundherum werden aktuell Stellen abgebaut, Abteilungen und Unternehmen umstrukturiert, Märkte neu definiert, Ausrichtungen verändert. Wo bleibt da die Klarheit? In der Tat scheint es, als könnte uns im Moment keiner sagen, wo es lang geht, wie lange es geht und wie wir laufen sollen. Oder zumindest fällt uns die „mangelnde Orientierung“ derzeit stärker auf als bisher: Jeder ist sehr gut mit sich selbst beschäftigt und versucht, die eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen oder zunächst erst mal „eine trockene Stelle zu finden“. Was ja an sich kein Problem sein muss: Denn aus meiner Sicht besteht genau hier der größte Unterschied zwischen der Pferdelaufbahn und der menschlichen Laufbahn: in der Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Bahnen. Anders formuliert: Wir haben selbst die Verantwortung für die Wahl der Laufbahn und für die Orientierung auf der Bahn.
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Diana Whitney hat dazu den Begriff „positiver Kern“ geprägt, ich spreche meist von der optimalen Selbstbeschreibung: Letztlich geht es um die Frage, „Was macht mich aus?“ Gut, damit sind Sie schon ein paar Tage beschäftigt. Denn darüber denkt man nicht jeden Tag nach. Aber wie schon ein chinesisches Sprichwort sagt, „Wenn Du es eilig hast, gehe langsam.“ In diesem Sinne ist auch der nächste Schritt zu verstehen – in der Suche nach Antwort auf die Frage, „Was brauche ich unbedingt?“: Was ist Ihnen tatsächlich an Rahmenbedingungen in der Arbeit wichtig, was sind absolute No-No´s und was ermöglicht und fördert bei Ihnen High Speed? Ich gehe fest davon aus, dass es für jeden Teilnehmer am Arbeitsmarkt Unternehmen und Teams gibt, die zu ihm passen bzw. nicht passen. Da aktuell viel an den Grundfesten im Unternehmen geändert wird, lohnt es sich durchaus, den aktuellen Arbeitgeber bzw. das Unternehmens- und Marktumfeld nochmals genau unter die Lupe nehmen. Nicht unbedingt, weil Sie so wählerisch wären, sondern einfach deshalb, weil Sie in der passenden Laufbahn letztlich besser vorankommen – und das ist für alle Beteiligten von Vorteil.
Genau aus diesem Grund ist es meines Erachtens auch erlaubt, einen Blick um die Ecke zu wagen: Andere Teams und andere Unternehmen bieten auch interessante Aufgaben. Aber selbst im angestammten Arbeitsbereich macht es durchaus Sinn, laut zu formulieren, was man aktuell braucht, um Höchstleistung erbringen zu können. Viele formulierte „Notwendigkeiten“ können vergleichsweise einfach hergestellt werden. Sie müssen dafür aber jedenfalls formuliert sein!
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Stellen Sie die passenden Fragen? 23. März 2009 |
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Schauplatz international tätiges Unternehmen und die Überlegung, ein marodes Unternehmen aus einem der EU-Staaten aufzukaufen. Der Business Development Manager sollte die Entscheidung vorbereiten und stellte sich zunächst typische Fragen der Marke "business as usual" - bis er innehielt: Natürlich würde es im Gespräch in erster Linie um Kennzahlen gehen wie potenzieller Umsatz, ROI, voraussichtliche Dauer der Integration etc. Aber war er mit diesen Fragen überhaupt in den Gewässern unterwegs, um die es "wirklich" ging?
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Was können wir uns darunter vorstellen?
Nicht (nur) die Bewertung von Kriterien ist entscheidend für unsere Entscheidung (also z.B. "Ist dieses Unternehmen überlebensfähig?", "Wird dieses Unternehmen mittelfristig genug Gewinnzuwachs für das Stammunternehmen erbringen?", "Passen die Leistungen des Unternehmens zum Portfolio des Stammunternehmens?" etc.), sondern auch und nach George-Spencer Brown vielmehr die Wahl der Kriterien, die später unserer Bewertung unterliegen werden.
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Von der trügerischen Idee, in der Krise Probleme lösen zu wollen 09. März 2009 |
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Diese Woche in Gesprächen mit Kunden: "Wir müssen die Umsätze wieder auf den Stand Ende 2008 bringen", "Wir müssen unsere wichtigsten Kunden zurückholen", "Wir müssen Aufträge retten", "Wir müssen rasch wieder zur Normalität zurückkehren."
Das klingt logisch und nachvollziehbar: Wenn wir uns in einer verzweifelten Situation befinden, versuchen wir instinktiv, den Ausgangszustand wieder herzustellen, die Situation zu retten, das Problem zu lösen, "wieder" zur schönen guten alten Zeit zurückzukehren.
Ein aus meiner Sicht und bei näherem Hinsehen betrachtet trügerischer Instinkt: Denn die Frage ist: Wird die schöne gute alte Zeit jemals zurückkehren? Um dies zu beantworten, könnten wir überlegen, ob wir jemals ein echtes "Revival" der Vergangenheit erlebt haben. Und vermutlich müssen wir uns eingestehen: Nein, das war noch nie der Fall. Vielleicht haben wir in der Vergangenheit Vergleichbares erlebt, Ähnliches. Aber selbst in der Mode wird der Trend der 80 er Jahre im Jahr 2009 ganz neu interpretiert. Das würde bedeuten, dass unser Drang, jetzt Probleme zu lösen und zum damals noch Positiven zurückkehren zu wollen, jeglicher Sinnhaftigkeit entbehrt. Oder könnte er sich sogar kontraproduktiv auswirken?
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Wir sollten nicht versuchen, Kunden zurückzuholen, die bereits abgedankt haben; nicht versuchen, das immer gleiche Produkt zu verkaufen, das bereits auf Kundenseite der Inventur zum Opfer gefallen ist; wir sollten Prozesse gnadenlos neu gestalten, die nicht den Erfolg bringen, den wir uns gewünscht hätten… die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
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Was ist Ihnen wirklich etwas Wert? 23. Februar 2009 |
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"Jetzt besinnen sich die Menschen auf die Dinge, die ihnen wirklich wichtig sind", titelte eine Tageszeitung diese Woche. Das wird schon so sein. Und ich stellte mir die Frage: Ist das auch in Unternehmen so? Was passiert mit den "Werten" im Unternehmen, wenn wir gefühlt den Gürtel enger schnallen müssen? Schon länger nicht mehr im Unternehmen darüber diskutiert? Vielleicht sprechen wir auch von unterschiedlichen Begriffen: ich spreche nicht von den Spielregeln des "Liebseins" untereinander, die wir gerne erarbeiten, wenn die Sonne scheint und die Vöglein zwitschern. Sondern davon, was uns etwas Wert ist - dem zentralen Unternehmenswert oder dem Abteilungswert, vielleicht auch dem Wert Ihrer persönlichen Arbeit, wenn Sie so wollen. Die Frage, "Was ist wirklich wichtig?", müsste dort eigentlich ersetzt werden durch die Frage, "Was ist im Augenblick wirklich etwas Wert?" Also: Was braucht jemand von mir, welche Leistung wird tatsächlich nachgefragt, wofür werde ich bezahlt? Wofür wird das Unternehmen am Markt bezahlt und welche Leistung wird tatsächlich nachgefragt? Was ist dem Kunden in Ihrem Unternehmen heute etwas Wert? Und was morgen? Häufig fahren wir Sparprogramme, in denen wir dort den Rotstift ansetzen, wo wir entweder am einfachsten Einsparungen treffen können oder wo wir die Kosten am drastischsten senken können. Aber: Sind das vielleicht genau jene Bereiche, die uns morgen die Existenzgrundlage nehmen könnten? Der Erfolgsfaktor Nr. 1 ist aus meiner Sicht die Ordnung des Unternehmens rund um den zentralen Wert des Unternehmens herum: Was erwarten sich die Kunden, die wir auch morgen gerne bedienen wollen (die also für den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens von morgen sorgen sollten und voraussichtlich auch werden), jedenfalls von unserem Unternehmen? Was sind für diese "kritische" Werte, die letztlich zu einer Entscheidung zwischen dem eigenen Unternehmen und anderen Anbietern führen? welche Produktmerkmale, welche Imagemerkmale, welche Prozesse? |
Und: Was ist den Kunden etwas Wert, also wofür zahlen sie tatsächlich - für welche Leistung?
Und sinngemäß gilt das natürlich auch für jeden Bereich, jede Abteilung, jedes Projekt, jedes Team, ja sogar jede einzelne Person.
Wir alle sind - auch wenn wir nicht ständig davon sprechen - ständiger Teil eines Leistungsmarkts bzw. eines Arbeitsmarkts: Jemand kauft unsere Leistung, und auch unsere persönliche Arbeit hat jeden Tag einen bestimmten Wert, den wir selbst beeinflussen und gestalten können. Aber dafür müssen wir zunächst wissen, was denn für die "Einkäufer" unserer Leistungen einen "Wert" darstellt. Und dieser könnte sich gerade in den letzten Monaten nochmals um 180° verändert haben.
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Gedanken zum aktuellen Weiterbildungsboom 09. Februar 2009 |
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Krise, Krise, Krise. Kaum einer traut sich noch die Zeitungen aufzuschlagen. Diese Woche verkündeten einige anerkannte deutsche und österreichische Blätter bereits reale Effekte der Krise am Arbeitsmarkt. Und gleichzeitig erleben wir einen Weiterbildungsboom wie niemals zuvor. Wer nun glaubt, der Schwerpunkt der Seminar- und Lehrgangsbuchungen würde in Richtung Seelenheil gehen - "Denken Sie mal an sich" oder "Entspannungstechniken für vielgeprüfte Manager" - liegt schwer daneben: Die Wahl geht eindeutig in Richtung Vertiefung oder Erweiterung des Berufsumfelds. Und das gilt nicht nur für die Weiterbildung an unserem Institut, sondern auch für einige unserer Kollegen. Was passiert? Vielleicht rüsten sich die Menschen für den Ernstfall. In Zeiten der gefühlten oder beschriebenen Krise stecken sie keineswegs den Kopf in den Sand, und sie sitzen auch nicht Tag und Nacht im Büro, um ihr Unternehmen "zu retten", sondern sie denken erst mal an sich - im positiven Sinne. Das ist zum ersten erstaunlich, kann ich mich doch an ein solches Verhalten in der Vergangenheit beim besten Willen nicht erinnern. Zum zweiten ist es beeindruckend, denn ganz offensichtlich wird diese Krise als strukturelle Krise auch ernst genommen. Und zum dritten birgt dieses Verhalten gleichzeitig eine Chance und auch eine Gefahr für das Unternehmen, in dem der betreffende Mitarbeiter seine Brötchen verdient: eine Chance, wenn es dem Unternehmen gelingt, die Wissenserweiterung bzw. -vertiefung adäquat im eigenen Unternehmen zu nutzen. Eine Gefahr allerdings, wenn sich der Mitarbeiter "am Unternehmen vorbei" weiter entwickelt, sodass das Unternehmen zwar die Rolle des Sämanns übernimmt, die Früchte aber jemand anders erntet. Hier trennt sich der Spreu vom Weizen - oder besser, jetzt sollte der Spreu vom Weizen getrennt werden. Gespräche stehen an: Gespräche mit den eigenen Mitarbeitern, um heraus zu finden, welche Zukunftspläne die Mitarbeiter haben; welche Ziele sie im Unternehmen haben; welche Aufgaben ihrem Wissen am besten entsprechen; wo das Unternehmen |
und der Mitarbeiter noch besser Hand in Hand arbeiten können, um auch in Zukunft beiden Seiten Erfolg zu sichern. "Prüfung der Passung" ist das Stichwort: Passen wir noch zusammen? Passt die geplante Zukunft des Mitarbeiters zur geplanten Zukunft des Bereichs, des Unternehmens? Wo braucht es eine Sicherung des Arbeitswerts für den Mitarbeiter, indem etwa eine Weiterbildung angeboten wird (Stichwort Emploiability), wo braucht das Unternehmen eine Sicherheit, dass der Mitarbeiter mit aller gebotenen Loyalität an Bord bleibt? Wer aktuell nicht mit der Gießkanne, sondern mit Bedacht und entsprechend der Unternehmensausrichtung Weiterbildung verteilt, diese vernetzt und im Unternehmen verdichtet, leistet einen immensen Beitrag zur Stabilität der Zukunft im Unternehmen. Die Fragen, "Was genau kann wer bei uns im Unternehmen?" und "Was wird wer aufgrund der angebotenen Weiterbildung in einem Jahr bei uns können?" sollte stets tagesaktuell, aber jedenfalls in der aktuellen Situation ohne Umschweife beantwortet werden können. Gut, ich gebe zu: Das erlebe ich nur zu selten. Denn entweder es wird derzeit im Unternehmen ein kompletter Weiterbildungsstopp verhängt - Glückwunsch, dann verlagern die Mitarbeiter mit Sicherheit ihre Weiterbildung ins Private und werden das Gelernte Ihrem Unternehmen tendenziell vorbehalten. Oder Weiterbildung wird unkoordiniert genehmigt, etwa um besonders wichtige Mitarbeiter zu halten - auch dann Glückwunsch, denn das passiert meist auf der Ebene direkter Vorgesetzter - Mitarbeiter; das Wissen wird dann strukturell nicht oder nur unzureichend abgerufen; der Mitarbeiter wird tendenziell mit seinem Aufgabenfeld unzufriedener werden; er wird sich Alternativen suchen; und das was Sie vermeiden wollten, bekommen Sie dann frei Haus serviert. Ich merke schon beim Schreiben: Einfach ist es nicht, das Beste aus der Situation zu machen. Aber wie wir wissen, beginnt alles mit einem ersten Schritt. Dem Gespräch!
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Yes, we can! But: We always could. 26. Januar 2009 |
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"Natürlich schaffen wir das, was auf uns zukommt", meinte vorige Woche eine PR-Expertin im Gespräch zu mir. "Aber eines muss klar sein: Wir schaffen es nicht nur, sondern wir haben es schon immer geschafft!". Diese Aussage, das "… but we always could!", regte mich zum Nachdenken an. Es erinnert mich an Maturanas Aussage, "Allein schon dadurch, dass wir heute hier sind, erkennen wir, dass wir bislang überlebensfähig waren." Es gibt uns - immer noch. Wir haben es geschafft, uns bis hierher "ko-kreativ anzupassen"; wir haben also unser Umfeld mit gestaltet und uns gleichzeitig immer wieder an das dadurch neu Entstandene angepasst. Der unendliche Wechselwirkungsprozess. Das sagt aber noch nichts über unsere Zukunft aus: Schon morgen könnten wir der Erfolgswelt Lebewohl sagen und als Unternehmen die ewigen Jagdgründe aufsuchen. Dann sind wir eben nicht mehr lebensfähig, weil… ja, warum? Warum könnten wir als Unternehmen morgen schon nicht mehr lebensfähig sein? Meine Antwort erscheint auf den ersten Blick trivial: Weil wir den Gestaltungsspielraum im Markt nicht ausreichend nutzen, und: weil wir die Anpassung verpassen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe nicht gerade den Eindruck, dass alle Unternehmen ihren Gestaltungs- und Anpassungsspielraum auf das Äußerste ausnutzen. Manchmal ist geradezu das Gegenteil der Fall: Da wird von "der Marktsituation" gesprochen, "die eben keinen Handlungsspielraum lässt", da wird davon gesprochen, dass "jetzt richtig gearbeitet werden muss. Innovation können wir uns jetzt nicht leisten." Da wird erwähnt, dass "im Augenblick eben die Budgets für zentrale Veränderungen nicht vorhanden sind". Um es wiederum vorweg zu nehmen: Es muss ja auch nicht sein. Niemand kann verlangen, dass ein Unternehmen ewig weiter existiert. Es bleibt den Handelnden unbenommen, auf ein erfülltes und erfolgreiches Leben zurückzublicken, den Wettlauf um Erfolg anderen zu überlassen und friedlich und verdient zu sterben. Wer das nicht will, dem sei zum Trost gesagt: Vieles von dem, was Sie bisher getan haben, hat letztlich dazu geführt, dass Sie bis jetzt überlebt haben. Sie müssen also gestaltet und Sie müssen sich gleichzeitig angepasst haben, um bis |
jetzt überlebt zu haben. Also gibt es in Ihrem Unternehmen spezifische Gestaltungs- und Anpassungs-"Gene". Bleibt nur noch die Frage: Welche sind das? Das ist eine Frage nach dem "WIE": Wie haben Sie es bisher geschafft, zu gestalten? Wie haben Sie es bisher geschafft, sich anzupassen? Wer den kurzen Zeitraum zwischen der einen und der nächsten kleinen Aufgabe im Arbeitsalltag nutzt, um die Erfolgsmuster zu ergründen, die zu Gestaltung und Anpassung genau in diesem Unternehmen geführt haben, setzt damit auf einfache Weise den überlegten Grundstein für den nächsten Tag. Denn aller Voraussicht nach lässt sich das Erfolgsmuster auch morgen wieder einsetzen - und übermorgen werden wir wissen, ob es aufs Neue funktioniert hat. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir morgen dasselbe tun, was wir gestern getan haben, nein! Es bedeutet zu überlegen, wie das Unternehmen erfolgreich vorgegangen ist, wenn es Innovationen gesetzt hat; wenn es erfolgreich gestaltend tätig war; wenn es sich "in time" angepasst hat. Das bedeutet: Morgen können wir etwas grundlegend anderes tun als gestern, um Gestaltung und Anpassung zu sichern. Aber wir sollten es jedenfalls tun! Gut, all diese Gedanken muten sehr philosophisch an. Vielleicht haben Sie dafür keine Zeit, weil Sie "jetzt einfach nur arbeiten müssen". Aber selbst in der täglichen kleinen Aufgabe können Sie meine philosophischen Gedanken pragmatisch mit einbeziehen: Dient das, an dem Sie gerade arbeiten, der aktiven Gestaltung des Marktes, des Umfelds? Oder zumindest der Anpassung des Unternehmens an neue Rahmenbedingungen? Und falls nicht: Arbeiten Sie ruhig weiter. Irgendjemand anders - wer auch immer! - wird hoffentlich schon dafür sorgen, dass etwas wirklich Wichtiges im Unternehmen passiert. Etwas, das das Unternehmen sicher ins Morgen bringt. Es muss ja auch noch die "ganz normale Arbeit" geben. Fragt sich nur, wofür die getan wird. Oder anders formuliert: "Rödeln" Sie noch oder tragen Sie schon zum Erfolg des Unternehmens bei?
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Gedanken zum aktuellen Weiterbildungsboom 09. Februar 2009 |
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Krise, Krise, Krise. Kaum einer traut sich noch die Zeitungen aufzuschlagen. Diese Woche verkündeten einige anerkannte deutsche und österreichische Blätter bereits reale Effekte der Krise am Arbeitsmarkt. Und gleichzeitig erleben wir einen Weiterbildungsboom wie niemals zuvor. Wer nun glaubt, der Schwerpunkt der Seminar- und Lehrgangsbuchungen würde in Richtung Seelenheil gehen - "Denken Sie mal an sich" oder "Entspannungstechniken für vielgeprüfte Manager" - liegt schwer daneben: Die Wahl geht eindeutig in Richtung Vertiefung oder Erweiterung des Berufsumfelds. Und das gilt nicht nur für die Weiterbildung an unserem Institut, sondern auch für einige unserer Kollegen. Was passiert? Vielleicht rüsten sich die Menschen für den Ernstfall. In Zeiten der gefühlten oder beschriebenen Krise stecken sie keineswegs den Kopf in den Sand, und sie sitzen auch nicht Tag und Nacht im Büro, um ihr Unternehmen "zu retten", sondern sie denken erst mal an sich - im positiven Sinne. Das ist zum ersten erstaunlich, kann ich mich doch an ein solches Verhalten in der Vergangenheit beim besten Willen nicht erinnern. Zum zweiten ist es beeindruckend, denn ganz offensichtlich wird diese Krise als strukturelle Krise auch ernst genommen. Und zum dritten birgt dieses Verhalten gleichzeitig eine Chance und auch eine Gefahr für das Unternehmen, in dem der betreffende Mitarbeiter seine Brötchen verdient: eine Chance, wenn es dem Unternehmen gelingt, die Wissenserweiterung bzw. -vertiefung adäquat im eigenen Unternehmen zu nutzen. Eine Gefahr allerdings, wenn sich der Mitarbeiter "am Unternehmen vorbei" weiter entwickelt, sodass das Unternehmen zwar die Rolle des Sämanns übernimmt, die Früchte aber jemand anders erntet. Hier trennt sich der Spreu vom Weizen - oder besser, jetzt sollte der Spreu vom Weizen getrennt werden. Gespräche stehen an: Gespräche mit den eigenen Mitarbeitern, um heraus zu finden, welche Zukunftspläne die Mitarbeiter haben; welche Ziele sie im Unternehmen haben; welche Aufgaben ihrem Wissen am besten entsprechen; wo das Unternehmen |
und der Mitarbeiter noch besser Hand in Hand arbeiten können, um auch in Zukunft beiden Seiten Erfolg zu sichern. "Prüfung der Passung" ist das Stichwort: Passen wir noch zusammen? Passt die geplante Zukunft des Mitarbeiters zur geplanten Zukunft des Bereichs, des Unternehmens? Wo braucht es eine Sicherung des Arbeitswerts für den Mitarbeiter, indem etwa eine Weiterbildung angeboten wird (Stichwort Emploiability), wo braucht das Unternehmen eine Sicherheit, dass der Mitarbeiter mit aller gebotenen Loyalität an Bord bleibt? Wer aktuell nicht mit der Gießkanne, sondern mit Bedacht und entsprechend der Unternehmensausrichtung Weiterbildung verteilt, diese vernetzt und im Unternehmen verdichtet, leistet einen immensen Beitrag zur Stabilität der Zukunft im Unternehmen. Die Fragen, "Was genau kann wer bei uns im Unternehmen?" und "Was wird wer aufgrund der angebotenen Weiterbildung in einem Jahr bei uns können?" sollte stets tagesaktuell, aber jedenfalls in der aktuellen Situation ohne Umschweife beantwortet werden können. Gut, ich gebe zu: Das erlebe ich nur zu selten. Denn entweder es wird derzeit im Unternehmen ein kompletter Weiterbildungsstopp verhängt - Glückwunsch, dann verlagern die Mitarbeiter mit Sicherheit ihre Weiterbildung ins Private und werden das Gelernte Ihrem Unternehmen tendenziell vorbehalten. Oder Weiterbildung wird unkoordiniert genehmigt, etwa um besonders wichtige Mitarbeiter zu halten - auch dann Glückwunsch, denn das passiert meist auf der Ebene direkter Vorgesetzter - Mitarbeiter; das Wissen wird dann strukturell nicht oder nur unzureichend abgerufen; der Mitarbeiter wird tendenziell mit seinem Aufgabenfeld unzufriedener werden; er wird sich Alternativen suchen; und das was Sie vermeiden wollten, bekommen Sie dann frei Haus serviert. Ich merke schon beim Schreiben: Einfach ist es nicht, das Beste aus der Situation zu machen. Aber wie wir wissen, beginnt alles mit einem ersten Schritt. Dem Gespräch!
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Yes, we can! But: We always could. 26. Januar 2009 |
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"Natürlich schaffen wir das, was auf uns zukommt", meinte vorige Woche eine PR-Expertin im Gespräch zu mir. "Aber eines muss klar sein: Wir schaffen es nicht nur, sondern wir haben es schon immer geschafft!". Diese Aussage, das "… but we always could!", regte mich zum Nachdenken an. Es erinnert mich an Maturanas Aussage, "Allein schon dadurch, dass wir heute hier sind, erkennen wir, dass wir bislang überlebensfähig waren." Es gibt uns - immer noch. Wir haben es geschafft, uns bis hierher "ko-kreativ anzupassen"; wir haben also unser Umfeld mit gestaltet und uns gleichzeitig immer wieder an das dadurch neu Entstandene angepasst. Der unendliche Wechselwirkungsprozess. Das sagt aber noch nichts über unsere Zukunft aus: Schon morgen könnten wir der Erfolgswelt Lebewohl sagen und als Unternehmen die ewigen Jagdgründe aufsuchen. Dann sind wir eben nicht mehr lebensfähig, weil… ja, warum? Warum könnten wir als Unternehmen morgen schon nicht mehr lebensfähig sein? Meine Antwort erscheint auf den ersten Blick trivial: Weil wir den Gestaltungsspielraum im Markt nicht ausreichend nutzen, und: weil wir die Anpassung verpassen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe nicht gerade den Eindruck, dass alle Unternehmen ihren Gestaltungs- und Anpassungsspielraum auf das Äußerste ausnutzen. Manchmal ist geradezu das Gegenteil der Fall: Da wird von "der Marktsituation" gesprochen, "die eben keinen Handlungsspielraum lässt", da wird davon gesprochen, dass "jetzt richtig gearbeitet werden muss. Innovation können wir uns jetzt nicht leisten." Da wird erwähnt, dass "im Augenblick eben die Budgets für zentrale Veränderungen nicht vorhanden sind". Um es wiederum vorweg zu nehmen: Es muss ja auch nicht sein. Niemand kann verlangen, dass ein Unternehmen ewig weiter existiert. Es bleibt den Handelnden unbenommen, auf ein erfülltes und erfolgreiches Leben zurückzublicken, den Wettlauf um Erfolg anderen zu überlassen und friedlich und verdient zu sterben. Wer das nicht will, dem sei zum Trost gesagt: Vieles von dem, was Sie bisher getan haben, hat letztlich dazu geführt, dass Sie bis jetzt überlebt haben. Sie müssen also gestaltet und Sie müssen sich gleichzeitig angepasst haben, um bis |
jetzt überlebt zu haben. Also gibt es in Ihrem Unternehmen spezifische Gestaltungs- und Anpassungs-"Gene". Bleibt nur noch die Frage: Welche sind das? Das ist eine Frage nach dem "WIE": Wie haben Sie es bisher geschafft, zu gestalten? Wie haben Sie es bisher geschafft, sich anzupassen? Wer den kurzen Zeitraum zwischen der einen und der nächsten kleinen Aufgabe im Arbeitsalltag nutzt, um die Erfolgsmuster zu ergründen, die zu Gestaltung und Anpassung genau in diesem Unternehmen geführt haben, setzt damit auf einfache Weise den überlegten Grundstein für den nächsten Tag. Denn aller Voraussicht nach lässt sich das Erfolgsmuster auch morgen wieder einsetzen - und übermorgen werden wir wissen, ob es aufs Neue funktioniert hat. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir morgen dasselbe tun, was wir gestern getan haben, nein! Es bedeutet zu überlegen, wie das Unternehmen erfolgreich vorgegangen ist, wenn es Innovationen gesetzt hat; wenn es erfolgreich gestaltend tätig war; wenn es sich "in time" angepasst hat. Das bedeutet: Morgen können wir etwas grundlegend anderes tun als gestern, um Gestaltung und Anpassung zu sichern. Aber wir sollten es jedenfalls tun! Gut, all diese Gedanken muten sehr philosophisch an. Vielleicht haben Sie dafür keine Zeit, weil Sie "jetzt einfach nur arbeiten müssen". Aber selbst in der täglichen kleinen Aufgabe können Sie meine philosophischen Gedanken pragmatisch mit einbeziehen: Dient das, an dem Sie gerade arbeiten, der aktiven Gestaltung des Marktes, des Umfelds? Oder zumindest der Anpassung des Unternehmens an neue Rahmenbedingungen? Und falls nicht: Arbeiten Sie ruhig weiter. Irgendjemand anders - wer auch immer! - wird hoffentlich schon dafür sorgen, dass etwas wirklich Wichtiges im Unternehmen passiert. Etwas, das das Unternehmen sicher ins Morgen bringt. Es muss ja auch noch die "ganz normale Arbeit" geben. Fragt sich nur, wofür die getan wird. Oder anders formuliert: "Rödeln" Sie noch oder tragen Sie schon zum Erfolg des Unternehmens bei?
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Der Obama-Faktor, oder: Wo ist das Charisma geblieben? 12. Januar 2009 |
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Alle Augen sind dieser Tage wie gebannt auf die USA gerichtet: Von dort erhofft man sich die Wende, das Neue, das Positive, den Ruck heraus aus der Starrheit. Und die Welt traut dem designierten Präsidenten durchaus zu, das Ruder herumzureißen. Der Obama-Faktor: Wenn wir eine Formel dazu entwerfen würden, wäre es vermutlich so etwas wie "Obama-Erfolg = Vertrauen vermitteln x Rückgrat x positiv denken x Transparenz x Begeisterung vermitteln". Vielleicht steht aus Ihrer Sicht noch mehr dahinter? Das sei Ihnen unbenommen. Wichtig erscheint mir die Multiplikation der Faktoren in der Formel, oder anders formuliert: Sinkt eines der Kriterien auf 0, so beträgt der gesamte Erfolg in Summe 0. Aus meiner Sicht fordert der Obama-Faktor den Erfolg auf allen Ebenen gleichzeitig und nicht in einem Hintereinander ("Jetzt erst mal Handeln. Dann Wertschätzung. Dann Kontrolle. Dann Vertrauen aufbauen"). Warum ich mich damit so eingehend beschäftige? Weil ich glaube, dass wir alle eine große Portion Obama-Faktor in den Unternehmen brauchen könnten. Wer möchte schon gerne darauf verzichten, als echte Führungspersönlichkeit mit natürlicher Autorität erlebt zu werden, die es schafft, höchste Loyalität und die verdiente Aufbruchstimmung in einer Krise zu erzeugen? Wenn Sie diese Zeilen lesen, werden Sie vermutlich zuallererst denken, "Wie sollte ich Vertrauen vermitteln, wenn es nichts gibt, worauf man in unserem Unternehmen vertrauen könnte?" Nun ja, das ist eine Frage der Sichtweise. In den USA gäbe es schließlich aktuell auch sehr wenig, worauf man vertrauen könnte… Oder Sie fragen sich, "Positiv denken? In der aktuellen Situation? Ich würde mich vor der gesamten Belegschaft lächerlich machen!" Ja, und wenn Sie sich wiederum die Situation in den USA vor Augen halten… Oder das Thema "Begeisterung vermitteln": Es gibt wenig, das die US-Bürger im Moment begeistert, aber Obama hat es dennoch geschafft… |
Vielleicht sollten wir alle uns in einer ruhigen Minute die durchaus unbescheidene Frage stellen, was wir konkret tun würden, wenn wir in der Person von Obama (also ausgestattet mit dem "Obama-Faktor") unsere aktuelle Position lebten. Eine geradezu absurde Frage vielleicht, aber vielleicht ist sie ja doch hilfreich! Und wir könnten sogar weiter in die Details gehen: Welche Botschaften würden Sie nach außen und gegenüber Ihrer Belegschaft vermitteln, wenn Sie Obama in Ihrem Unternehmen wären? Worin und wie können Sie Vertrauen vermitteln? Wie können Sie die Transparenz und damit die Loyalität sichern? Wie können Sie Rückgrat zeigen? Wie können Sie positives Denken auf allen Ebenen Ihres Unternehmens und von dort nach außen schaffen und etablieren? Womit und wie können Sie - hart auf dem Boden Ihrer "Realität" bleibend - Ihre Kunden und Mitarbeiter geradezu begeistern und damit Ihren zukünftigen gemeinsamen Erfolg sichern? Vermutlich fragen wir uns zu oft, ob denn nicht zuerst der Erfolg da sein muss, um dann Vertrauen zu stiften, positiv zu denken oder Begeisterung zu vermitteln. Ich erdenke mir die Welt genau umgekehrt: Wir setzen bewusst den Obama-Faktor ein, um Erfolg zu erzeugen: Denn ein Vertrauensvorschuss gibt erfahrungsgemäß Vertrauen zurück, eigenes positives Denken verstärkt das positive Denken aller anderen um ein Vielfaches und Begeisterung schafft wieder Begeisterung. Ich habe in den letzten Wochen mit einigen CEOs an der Ausarbeitung des "persönlichen Obama-Faktors" gearbeitet und in jedem Fall erlebt, dass die Idee "Erst säen - dann ernten!" in allen Fällen sensationell funktioniert. Und dabei ganz einfach ist. Denn oft sind es die kleinen Dinge, die den großen Unterschied machen. In diesem Sinne: Yes, we can!
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Die „Krise“ am Wendepunkt 29. Dezember 2008
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Wie gut, dass wir in der stillen Zeit des Jahres Zeit haben. So kam es, dass ich dieser Tage das Fremdwörterbuch zur Hand nahm und unter dem Begriff „Krise“ nachblätterte. Ich wollte wissen, ob das Wort „Krise“ aus dem Griechischen oder aus dem Lateinischen käme. Gut, ich weiß nun, dass es aus dem Lateinischen kommt. Aber etwas überraschte mich: Die Definition für den Begriff. „Krise“, stand da: „Entscheidungssituation, Wendepunkt.“ Klingt spannend und wesentlich weniger einschüchternd als das Wort „Krise“, das derzeit nicht nur die börsenotierten Unternehmen weltweit zu lähmen scheint. Grund genug, mich damit näher auseinander zu setzen und mir verschiedene Fragen zu stellen: Welche Entscheidungssituation haben wir vor uns? Wie bezeichnen wir den Wendepunkt? Wie schreiben wir die Geschichte fort?
Entscheidung bedeutet, dass wir mindestens zwei Alternativen haben müssen. Das sehen die meisten Menschen im Moment nicht unbedingt. Sie fühlen sich eher vom Krisenungeheuer in die Enge getrieben. Aber falls doch – zwischen welchen Alternativen können wir dann entscheiden? Fest steht: Weitermachen wie bisher kann keine ernst zu nehmende Alternative sein; nicht umsonst bemerkte Steve de Shazer schon vor 50 Jahren sehr praktikabel und nachvollziehbar, „Wenn etwas nicht funktioniert, sollten wir etwas anderes tun“. Eine Entscheidung stünde also dringend an, aber im Moment stecken wir lieber den Kopf in den Sand und warten darauf, dass der Sturm sich legt und danach hoffentlich alles wieder so ist wie vorher (aus unserer Kindheit wissen wir, dass alle Märchen gut ausgehen); dass irgendwoher ein Lichtlein kommt – in Form einer staatlichen Unterstützung, in Form von Gesetzen, die eine solche Krise ganz einfach verbieten, vielleicht in Form eines Finanzwunders, das unsere bereits mit einem enormen Finanzüberschuss ausgestattete Welt noch ein wenig aufspritzt? (Die Folgen der Inflation treffen uns dann erfahrungsgemäß erst einige Zeit später und – siehe oben – Märchen gehen immer gut aus); dass wir alles nur geträumt haben und erleichtert bemerken, dass unsere heile Welt immer noch auf festen Füßen steht… Nach monatelangem Kopf-in-den-Sand-stecken ist der Jahreswechsel vielleicht eine gute Gelegenheit, um den Wendepunkt als solchen zum ersten Mal zu sehen: Nein, wir haben nicht geträumt; nein, es taucht kein Lichtlein am |
Horizont auf (hoffentlich nicht! Es wäre geradezu absurd, die Titanic im Untergehen noch rasch zu reparieren!); nein, das Finanzwunder kommt bestimmt nicht (es reicht schon zu wissen, dass jeder von uns die Welt täglich drei mal konsumiert und dem gesamten Welt-Finanzvolumen im Wert nur halb so viele aktuell bestehenden Güter und Ressourcen gegenüberstehen).
Also: Wendepunkt. Und: Entscheidungssituation! Die eine Alternative ist simpel und grausam: Es gibt Sie nicht mehr; Ihr Team nicht mehr; Ihr Unternehmen nicht mehr. Eine Alternative, die uns in unserem Mikrokosmos zunächst aufs Äußerste schockiert. Aber in Evolutionszeiträumen gedacht… lassen wir das. Die andere Entscheidungsalternative kennen wir noch nicht; sie ist ganz offensichtlich neu für uns. Wir können diese auch in engem Zusammenhang mit dem „Wendepunkt“ sehen. Das würde von uns erfordern: Vorsichtig den Kopf aus dem Sand zu ziehen (nein, das tut nicht weh, es verschafft nur einen gewissen Überblick und versorgt unser Gehirn mit Sauerstoff) und zu überlegen, welche Entscheidungsalternativen wir für die Zukunft gestalten könnten. Wir müssen dazu gewissermaßen schon ein bisschen neu denken, sonst verfallen wir wieder in unser geliebtes „business as usual“. Nein, lassen Sie es mich brutal im Klartext sagen: Wir müssen natürlich radikal neu denken, so radikal wie möglich. Am besten nicht allein, holen Sie sich alle klugen Köpfe in Ihrer Umgebung zusammen und erleben Sie bei der Gelegenheit, dass Ihre Kollegen und Mitarbeiter, wenn´s drauf ankommt, nicht nur einfach funktionieren, sondern sogar richtig innovativ denken können! Denken Sie das bisher Ungedachte; denken Sie das Undenkbare; erarbeiten Sie Szenarien, die Sie bisher nicht einmal zu denken gewagt haben – immer unter der Prämisse: „Die Rahmenbedingungen könnten noch schlimmer werden“. Stellen Sie sich die Frage, „Welche Produkte, welche Leistungen von uns braucht es in Zukunft wirklich – und welche haben bisher vor allem dazu beigetragen, unseren Blick für das Wesentliche zu verschleiern?“ Lassen Sie sich dafür nicht allzu viel Zeit. Zu viele Unternehmen der Immobilien- und in der Bankenbranche haben in der Vergangenheit vorgezeigt, wohin das Warten führt!
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Neue Wege in unsicheren Zeiten 15. Dezember 2008
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Gut, wir haben es oft genug gehört: Das Alte funktioniert nicht mehr. Viele wollen das "K-Wort" (Krise) gar nicht mehr in den Mund nehmen und sprechen noch ohne Wertung von einer neuen Ära, die wir uns geschaffen haben. Diese verspricht vielleicht Chancen - gleichzeitig verschafft sie uns aber auch eine enorme Unsicherheit: Was, wenn nicht nur unsere Produkte, unsere Managementlösungen, unsere Prozesse, unsere Ressourcen, unser grundlegendes Denken, unsere Strategien, unsere Märkte und unsere Kernkompetenzen in Zukunft nicht mehr erfolgreich sind, sondern einfach alles was wir anfassen dreimal herumgedreht und neu definiert werden muss? Ja, was dann? Wie können wir in einer Situation vollkommener Unsicherheit etwas entwerfen, das flexibel bleibt und damit der äußerst hybriden Situation gerecht wird, auf den Punkt gebracht: Wie kann die neue Gleichung mit zwei Unbekannten elegant gelöst werden - immer unter der Voraussetzung, dass wir es uns (momentan) nicht unbedingt leisten können, grobe "Fehler" zu machen? Das was wir gewohnt sind, in einer solchen Situation zu tun, nämlich eine Analyse/ Diagnose in Auftrag zu geben, entsprechende Pläne zu entwerfen, diese Pläne in allen Bereichen aufeinander abzustimmen, auszuarbeiten und nach ein paar Monaten oder sogar noch viel später erst umzusetzen, ist anlässlich der sich überschlagenden Berichte des Neuen undenkbar geworden: Wer kann es sich noch leisten, ein Jahr Planung zu investieren? Nach dem Pleiteruf unserer Wirtschaft erschiene eine solche Vorgangsweise als geradezu unverantwortlich (wenngleich - oder gerade weil - sie eine hinlänglich lange internationale Tradition in Unternehmen aufweist). Vor ein paar Wochen holte ein Beraterkollege in meinem Team mit seiner auf den Punkt gebrachten Forderung nach Probehandeln jemanden aus der guten alten radikal konstruktivistischen Literatur ins Spiel, von dem Sie mit Sicherheit keinerlei Anmerkungen zum Post Management-Denken des 21. Jahrhunderts vermuten würden: Paul Vaihinger mit seiner Theorie des "Als ob" aus dem Jahre 1918. Bekannt wurde er eigentlich erst durch einen weiteren großen Österreicher, der seine Theorie später in der Praxis der Psychiatrie umfassend nutzte: Paul Watzlawick. Und all das hat garantiert nichts mit Management zu tun. Warum ich es trotzdem hier als genialen Schachzug erwähne? Weil wir Paul Vaihingers Idee auf eine geradezu wunderbare Weise in unsere Gleichung mit zwei |
Unbekannten einsetzen können und die Gleichung damit nicht nur elegant lösen, sondern auch die Ergebnisse zufrieden stellend sind. Was meint Paul Vaihinger mit seiner Theorie? Er fordert uns auf, den Erfolg verschiedener Verhaltensweisen rasch und Ressourcen schonend zu prüfen, indem wir einfach "so tun, als ob" wir schon das Ziel erreicht hätten. Es geht also um Probehandeln. Die Wirkung ist so genial wie einfach: Verhalten wir uns so, als ob wir unser Ziel schon erreicht hätten, dann verhalten sich alle um uns herum "entsprechend" und wir können sofort prüfen, ob dieses "entsprechend" für uns zufrieden stellend ist. Das "so tun als ob"- Verhalten ist damit nichts anderes als ein Ausnahmeverhalten auf Probezeit: Bringt es die gewünschten Ergebnisse, so wird es etabliert und standardisiert. Bringt es diese nicht, wird ein neues Ausnahmeverhalten gesetzt. Kommt Ihnen bekannt vor? Ja, es gibt einen einzigen Prozess im Unternehmen, in dem wir die "Als ob"-Theorie bereits seit Jahrzehnten erfolgreich anwenden: bei der Probezeit mit neuen Mitarbeitern (auch wenn diese Idee in den vergangenen Jahren sehr stark verwässert wurde). Keiner käme auf die Idee, das "Passen" eines Mitarbeiters anders prüfen zu wollen als indem so getan wird, als ob dieser bereits voll und ganz in das System integriert wäre. Und dennoch kann dieses "So tun als ob" jeden Tag in der Probezeit ohne Angabe von Gründen beendet werden. Zurück zum K-Wort: Was können wir aus der Theorie des "Als ob" für die neue Wirtschafts- und Management-Ära lernen? Wir können bewusst Probezeiten für gänzlich neues Verhalten etablieren - verbunden mit einem hohen Freiheitsgrad aller Beteiligten. Wir können z.B. neue Verkaufsstrategien ausprobieren (lassen) - ohne organisatorisch-strukturellen Umbaues, ohne zusätzliche Personalressourcen, ohne langwierige Abstimmung; versehen mit einer kurzen Probezeit, nach der konsequent Kassensturz gemacht wird: Hat das Neue zum Erfolg geführt, wird es großflächig etabliert. War es nicht erfolgreich, wird etwas Neues ausprobiert. Wir können auf diese Weise neue Prozesse, Verantwortlichkeiten, Produkte, Strukturen, Marketingideen ausprobieren - mit einem äußerst geringen Risikofaktor. Wir können natürlich auch ein neues persönliches Verhalten ausprobieren, beobachten und dann evaluieren. Was es mit Sicherheit dafür braucht: Mut. Und Konsequenz. Vielleicht sind das neue Kernkompetenzen in der Ära X?
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1. Dezember 2008
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Letzte Woche, angeregt durch einen Workshop mit Gary Hamel („Das Ende des Managements“), begann ich wieder einmal über das Thema nachzudenken, das im Moment alle Branchen, alle Unternehmen, alle Bereiche, alle Funktionen und Hierarchieebenen zu beschäftigen scheint: Wie können wir einen Ausweg aus der Krise finden? Und an Aktivitäten wird keineswegs gespart: Alle arbeiten auf Hochleistung, jeder versucht sein Bestes. Es herrscht rege Emsigkeit. Nehmen wir aber einmal all die Aktivitäten unter die Lupe und betrachten wir sie hinsichtlich ihres Innovationsfaktors, dann müssen wir zugeben, dass die Ergebnisse unserer Untersuchung sehr bescheiden ausfallen. Klar, werden Sie zu Recht kontern, warum um alles in der Welt sollten denn die Instrumente, die in dieser substanziellen Krise eingesetzt werden, auch noch innovativ sein?
Eben genau das ist der Punkt. Betrachten wir die Krise einmal anders als es in den Medien zumeist kolportiert wird: Als den Beginn von etwas Neuem. (Denn wir können ja kaum annehmen, dass nach den vielerorts besonders ausgedehnten Weihnachtsferien wieder alles in Ordnung ist und wir „weitermachen könnten wie bisher“). Wenn wir mit dem Beginn von etwas Neuem konfrontiert sind, sollten wir zunächst einmal unseren Kopf heben, den wir bislang in akribische, hektische Detailarbeit gesteckt haben, und uns klar darüber werden, was das Neue für uns sein könnte: Was wird von unserer Branche, unserem Unternehmen, meinem Bereich in Zukunft verlangt, damit wir einen „berechtigten“ Platz im Unternehmen, am Markt einnehmen? Was wird tatsächlich von uns „gekauft“ werden (also wofür sind in Zukunft unsere (internen oder externen) Kunden bereit, Geld auszugeben)? Was immer wir uns zur Antwort geben – vermutlich wird es dabei um etwas grundlegend Anderes als in den vergangenen Jahren oder sogar Jahrzehnten gehen. Und sind wir ehrlich zu uns selbst: Ungeachtet der rasanten technischen und damit verbundenen Entwicklung der |
generellen Möglichkeiten haben wir in den letzten 10 Jahren nicht viel grundlegend Neues getan…
Die zentrale Frage aber, um die es unmittelbar danach geht, lautet aus meiner Sicht: Welche Instrumente brauchen wir, um diesen neuen Herausforderungen zu begegnen? Wer meint, dass wir durchaus beim gewohnten „WIE“ bleiben können, um das grundlegend neue „WAS“ zu erfüllen, hat aus meiner Sicht die Pointe verpasst. Denn ich habe noch nie erlebt, dass gänzlich neue Rahmenbedingungen und damit Herausforderungen, denen wir uns unmittelbar stellen müssen, mit alten Instrumenten zu lösen wären. Was ich damit meine, ist: Wir müssen aus meiner Sicht die Art, wie wir an unsere Aufgaben herangehen, überdenken; die Prinzipien unserer Unternehmensführung, Führung, Umgang mit dem Mitarbeiter, Management-Grundsätze, Umgang mit dem Kunden, Umgang mit Nicht-(mehr)-Kunden, mit der Gestaltung und Planung der strategischen, taktischen und operativen Zukunft. Wenn immer Sie Ihren Bereich und/ oder Ihr Unternehmen als von der Krise betroffen erleben, dann können Sie diese Krise „als Chance nutzen“ (ich weiß, es klingt abgedroschen, aber ich wage dennoch, es so zu beschreiben), indem Sie die grundlegenden Prinzipien, die Ihrem Handeln bislang zugrunde gelegen sind, bewusst zur Disposition stellen und verändern. Klingt einfach. Ist äußerst schwierig. Macht sich aber bestimmt bezahlt. Denn zweifelsohne wird es auch „nach der Krise“ noch genügend kaufkräftige Konsumenten geben. Mit Sicherheit wissen diese aber noch besser und genauer, was sie wollen und was nicht. Welchen Produkten und Leistungen, Unternehmen und Marken sie eine konsequente Absage erteilen. Und wer ihre Gunst erhält. Ob Sie das Vertrauen dieser um Lichtjahre mündigeren Konsumenten gewinnen, bestimmen Sie. Vor allem damit, WIE Sie jetzt tun.
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Sind Sie dabei? 17. November 2008
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Die nach oben offene Einverständnis-Einholungsskala erreicht wieder einmal Traumwerte. Dabei wollten wir das gar nicht. Eigentlich wollten wir die Abteilung klar und deutlich darüber informieren, was Sache ist. Wo es hingeht. Und welche Meilensteine den neuen Weg jedenfalls pflastern sollten. Aber dann packte uns der Teufel wieder einmal im Nacken, verzweifelt hörten wir nach der Präsentation eine Stimme fragen, „Und was sagen Sie dazu?“, und entdeckten mit noch größerer Verzweiflung, dass diese Stimme aus unserem Mund zu kommen schien. Natürlich hatte wie immer jeder eine Meinung zu den präsentierten Inhalten, flugs war man in einer Diskussion und noch lange bevor das Meeting um war, war bereits das zerfleddert, „optimiert“, an „die Bedürfnisse angepasst“, was nie und nimmer an die Bedürfnisse hätte angepasst werden dürfen.
Die Frage, die sich mir angesichts einer solchen, gerade letzte Woche in einem Unternehmen wieder erlebten Situation stellt: Wie viel Raum darf man dem Team, den Mitarbeitern geben, ohne Gefahr zu laufen, dass jede Strategie zersägt und das Unternehmen von den Bedürfnissen der Mitarbeiter regiert wird? Dabei werden Sie jetzt die natürlich berechtigte Frage stellen, was denn schlecht daran ist. Meine Antwort darauf lautet: Im Prinzip nichts. Aber der Teufel steckt im Detail. Wären die Mitarbeiter an der Stelle der verantwortlich Leitenden und könnten sie daher deren Blickwinkel einnehmen; hätten sie die Verantwortung und das Risiko der verantwortlich Leitenden zu tragen; und schließlich, hätten sie die Aufgabe der verantwortlich Leitenden (und daher auch Fähigkeiten, die mit dieser Aufgabe verbunden sind): In all diesen Fällen wäre es weder vermessen noch von Nachteil, die Nämlichen zu fragen, ob und wie ihnen die neue Strategie gefällt und wie sie diese noch zu optimieren gedächten. |
Allein: In unserem Fall haben die Mitarbeiter diese Verantwortung und das Risiko nicht. Warum fragen wir sie dann? Erleben wir uns in der Position als Manager, als Führungskraft, als Geschäftsführer, als Vorstand als so einsam, dass wir sie teilen möchten? Glauben wir, dass Mitarbeiter eine Situation jemals aus der gleichen oder zumindest ähnlichen Perspektive betrachten könnten wie wir? Haben wir Angst davor, dass Mitarbeiter das Schiff verlassen könnten – denn das ist ja ihr gutes Recht, wenn wir den Kurs ändern? Der Übergang zwischen „die Mitarbeiter in ihrer Situation abholen“ und „die Mitarbeiter ins Boot holen“ ist ebenso wie der Übergang zwischen „die Mitarbeiter ins Boot holen wollen“ und „die Mitarbeiter ins Boot glauben holen zu müssen“ nur wenige Millimeter breit. Zu rasch besetzen Mitarbeiter einen Raum, der ihnen nicht gehört; dessen Besitz sie nie im Traum verantworten können, den sie im Ernstfall auch nicht verantworten würden. Denn im Ernstfall würden sie ihre Position als Ideengeber, als bloße Mitarbeiter ohne Entscheidungsbefugnis, als interessierte Fragensteller beschreiben.
Am Grad unserer Neigung, die Mitarbeiter um ihre Meinung zu unseren Vorgaben zu fragen, können wir recht gut ermessen, wie ernst es uns mit unseren Vorgaben, mit unserer geplanten Kursänderung, mit unserer Strategie ist: Sind wir tatsächlich voll und ganz davon überzeugt? Haben wir die Auswirkungen ausreichend geprüft? Haben wir die Folgen der Folgen auch im Detail durchdacht? Diese Fragen sollten wir uns meiner Meinung nach stellen, bevor wir die Präsentation des Neuen angehen. Und wir sollten sehr genau überlegen, wer unser Vorhaben unter welchen Aspekten noch in Frage stellen darf, ohne dass wir es später bereuen.
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Die Mär von der Sicherheit, oder: Wer hat mir meinen Käse weggenommen?03. November 2008
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Neu ist sie nicht. Aber vorige Woche kam sie mir wieder in den Sinn, nein, sie drängte sich mir geradezu gedanklich auf: Die alt bekannte, millionenfach gelesene Mäusestory. „Wer hat mir meinen Käse weggenommen?“ fragen sich die zwei kleinen Menschen, die auf Sicherheit gebaut und jeden Tag wie selbstverständlich den Käse genossen hatten, von dem sie irgendwann einmal begannen anzunehmen, dass sie ein Recht darauf hatten, Käse zu bekommen. Oder noch schlimmer: Vielleicht dachten sie nicht einmal darüber nach, ob sie ein Recht darauf hätten, genügend Käse in ihrer Kammer vorzufinden, denn er war nun einmal da, und das verführte sie dazu, das Vorhandensein des Käses früher oder später als selbstverständlich anzunehmen. Darauf ihr Leben aufzubauen. Und mit dem weiteren Fortbestand bzw. Nachlieferung von Käsestücken zu rechnen. Der Käse war so selbstverständlich jeden Tag da, dass die kleinen Menschen nachlässig wurden, ja, nicht einmal wahrnahmen, dass die Käsevorräte – wen wundert´s? – schließlich weniger und weniger wurden und die Zeit immer stärkere Spuren daran hinterließ. Das Ende der Geschichte – auch dieses kennen wir: Eines Tages war der Käse schließlich weg und die beiden kleinen Menschen verbrachten lange Zeit, viel zu lange Zeit damit sich darüber aufzuregen, dass nun der Käse weg war. Auf den sie doch „ein Anrecht hatten“. Angesichts der international herauf beschwörten Finanzsituation kann ich nicht umhin mich zu fragen, wie viel Zeit wir noch gedenken mit dem verschwundenen Käse, pardon, mit der Krise an sich zu verbringen. Mit dem Gedanken an Dow Jones- oder DAX-Höhenflüge, die uns ja zustehen – zumindest sind sie uns in den letzten Jahren so vertraut geworden, dass wir uns ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen können; ja, wir meinen sogar heimlich, ein Anrecht auf einen immerwährenden Höhenflug gepachtet zu haben. „Wer hat uns unsere Aktienkurse weggenommen?“ fragen wir uns, fragen sich die Zeitungen, fragt sich die Politik, fragen sich die Unternehmen. Und sie verbringen wahrlich viel Zeit damit, sich diese Frage immer und immer wieder zu stellen. Gefolgt von den Fragen, „Darf das sein?, „Haben wir uns das verdient?“ und „Wer sind die wirklich Schuldigen?“.
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Aber selbst wenn wir einmal die Finanzkrise beiseitelassen, dann erleben wir täglich in den Unternehmen, dass sich die meisten Mitarbeiter betroffen, unverstanden und unvorbereitet fühlen, wenn ihnen erläutert wird, dass das Unternehmen nicht so rosig steht wie angenommen. Zugegeben, nur die wenigsten unter ihnen haben tatsächlich selbst ein befriedigendes Teilergebnis erwirtschaftet, und das wissen sie auch. Aber: Das hat doch keinen Einfluss auf das Unternehmensergebnis? Da müsste doch irgendjemand irgendetwas tun? Da muss es doch jemanden geben, der „tatsächlich“ für das Unternehmensergebnis zuständig ist, einer, den man verantwortlich machen kann? Zumindest der CEO oder der Unternehmer – letztlich tragen „die da oben“ ja das „Unternehmerrisiko?“
Tja, Pech aber auch, wenn das Unternehmen dadurch zugrunde geht und damit der Arbeitsplatz unwiderruflich weg ist. Das hat sicher nichts mit den einzelnen zu tun, denn „das Unternehmen“ sind ja nicht die einzelnen, die ihre Beiträge liefern müssen, sondern das ist ja – ja, wer? Wer sorgt dafür, dass wir Sicherheit haben? Wann werden wir endlich begreifen, dass ein Ergebnis dadurch entsteht, dass jeder einen entsprechenden Beitrag leistet? Ich plädiere dafür, das Wort Sicherheit, das meines Erachtens immer den Beigeschmack des Passiven enthält, ein für alle Mal aus dem Lexikon der Wirtschaftswelt zu streichen. Wer um alles in der Welt soll uns Sicherheit geben in einer Welt von morgen, von der wir heute gerade einmal wissen, dass wir sie mit erzeugen, nicht ahnend, was wir damit bewirken? Wir können meines Erachtens immer nur nach bestem Wissen und Gewissen handeln – ja: Aber das sollten wir bitte schön jedenfalls auch tun. Dafür haben wir die Verantwortung: Wir haben die Verantwortung, uns die aus unserer Sicht best mögliche Ausgangsposition für morgen zu beschaffen – und die kann jeden Tag anders aussehen. Das ist schwierig zu verstehen. Vielleicht bedeutet es einfach nur, die Laufschuhe in die Hand zu nehmen und sich selbst auf die Suche nach neuem Käse zu machen, anstatt zu warten, dass jemand neuen Käse liefert. Denn es könnte sein, dass er nicht von selbst kommt.
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Wie erzeugt man eine Krise? 20. Oktober 2008
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Seit Wochen, nein eigentlich seit Monaten werden wir in stetig steigendem Maße bombardiert: Mit der Krise. Beginnend, noch harmlos und gleichzeitig so haarsträubend, dass sich vermutlich jeder geschäftsfähige Mensch an den Kopf greifen musste: Die Konjunkturdaten würden sich verschlechtern, so hieß es in allen Medien, nur – und das sei das Erstaunliche daran – die Unternehmen wie auch die Konsumenten und sogar die Arbeitsmärkte „würden auf die Krise noch (immer) nicht reagieren“. Sie „handeln immer noch so, als wäre sie nicht da“. Was ich daraus schloss: Die meisten Unternehmen verhalten sich ungezogen. Wird eine Krise ausgerufen, so haben sie sich streng nach Vorschrift zu verhalten und zu reagieren, reagieren, reagieren! Die Investitionen zurückschrauben, zumindest im Einzelfall Massenpersonalabbau ankündigen, Gewinnwarnung ausgeben, mit belegter Stimme von rückläufigen Umsätzen sprechen. Nichts dergleichen geschah. Die ungehorsamen Unternehmen wirtschafteten weiter, als sei nichts geschehen, als sei die Krise „noch“ gar nicht da. Darf sein, was nicht sein darf? Nein, es darf nicht sein. Offensichtlich musste man offensiver werden, um auch dem 2-Mann-Betrieb in Hintertupfing klar zu machen: Es ist Krise angesagt. Und um sicherzugehen, dass sich die Wirtschaftsforscher auch diesmal mit ihren Prognosen nicht irrten; um sicherzugehen, dass das Feld durchgängig und ganzheitlich bestellt würde, wandte man sich an all jene, die unter der vorausgesagten Finanz- und Wirtschaftskrise leiden würden oder auch nicht leiden würden: sprich an Hinz und Kunz, an den Otto Normalverbraucher, an den Pensionisten irgendwo im Vorort von Berlin, der sich nun plötzlich mit Kapitalmarktzeitschriften eindeckt, um zu wissen, was „auf ihn zukommt“ – und der beginnt, sich zu fürchten, weniger Schinken und Brot einkauft und auch noch mit fünf oder sechs anderen Pensionisten über die verheerende Zukunft spricht. Einmal ganz abgesehen davon, dass die vermehrten Absätze bei Zeitungen, Zeitschriften und einschlägigen Büchern einer Krise wiederum – wenn auch in kleinstem Maße – entgegenwirkt: Man hatte ordentlich, flächendeckend und umfassend gearbeitet. Mehr konnte man wirklich nicht tun.
Ist dieses Ergebnis zu toppen? Ja, es ist, Sie werden es kaum glauben: Dieses Wochenende waren die Zeitungen nämlich voll davon, dass die Mehrzahl der europäischen Bevölkerung tatsächlich – ja, man machte aufwändige Umfragen, man machte es sich nicht leicht, aber die Antworten waren eindeutig! – TATSÄCHLICH eine Krise Wahr nahmen. Halten Sie das für möglich? Ist doch erstaunlich, nicht? Da gibt es doch wirklich Menschen, die jeden Tag mit Horrormeldungen bombardiert werden und sich dann auch noch entsprechend verhalten. Die Zeitungen jubelten natürlich. Und es gab am |
Wochenende Gott sei Dank auch schon ein paar Testimonials unter den Unternehmen – Testimonials ziehen immer in der PR, müssen Sie wissen; allgemeine Aussagen geben lange nicht so viel her wie ganz präzise Fälle, die Sie und mich massiv betreffen könnten – welche die Krise beweisen, also sich tatsächlich „in der Krise befinden“. Ein Erfolg auf der ganzen Linie. Genau das haben wir gebraucht, das dient unserer Wirtschaft, unserem Markt, unserem Absatzvolumen, unseren zukünftigen Gewinnen, der Sicherung von Arbeitsplätzen.
Nicht dass Sie denken, ich wäre so naiv anzunehmen, dass die Folgen der Entwicklungen auf dem Finanzmarkt nur vom Verhalten unserer Medien und unserem Leserverhalten abhängen würden: Natürlich haben wir hier alle gemeinsam – co-kreativ – mit unserem Verhalten der vergangenen Jahre ein Ergebnis auf den Finanzmärkten erzeugt, das in der Absurdität seinesgleichen sucht (und von dem die meisten Finanzexperten bereits seit mehr als 10 Jahren sprechen). Aber ein solches Ergebnis zu einer die Wirtschaft lähmenden und persönlich bedrohenden Krise zu machen, halte ich für eine enorme Leistung. Gratulation.
Was lernen wir daraus? Wenn wir klug sind, lernen wir daraus, dass das System so nicht funktioniert, weder heute noch morgen noch übermorgen: Ein totes Pferd wird nicht lebendiger, bloß weil man es immer noch zu reiten versucht. Jede „Sanierung“ der Situation macht das Pferd nicht lebendig. Wir brauchen ganz offensichtlich ein anderes Fortbewegungsmittel. Aber diesbezüglich bin ich nicht ganz sicher, ob dies tatsächlich „gelernt“ wurde (es scheint im Moment nicht so, und zugegebener Maßen haben wir JETZT keine Zeit, nach neuen Fortbewegungsmitteln zu suchen, wir müssen ja das tote Pferd auferstehen lassen).
Zumindest aber könnten wir aus den Vorgehen von Wirtschaftsforschern, Medien & Co lernen, wie wir im „gesicherten Modus“ auch eine echte Krise im eigenen Unternehmen erzeugen können: Nehmen Sie nur eine Anleihe bei eben diesen Wirtschaftsforschern und Medien. Mittels flächendeckender Kommunikation, viel Freiraum für die Entstehung einschlägiger Geschichten & Mythen und entsprechenden Handlungen bzw. Unterlassungen schaffen Sie das im Handumdrehen. Ist Ihnen erst einmal das Handlungsmuster dahinter klar geworden, liegt es an Ihnen zu entscheiden, ob Sie mit genau diesem Handlungsmuster in die Falle tappen oder – endlich! – azyklisch etwas anderes tun. In Ihrem Bereich, in Ihrem Unternehmen sei Ihnen dies hoffentlich unbenommen.
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Vom Sein zum Tun 06. Oktober 2008
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Diesmal ein auf den ersten Blick triviales Thema – der Unterschied zwischen Sein und Tun. Um die Spannung gleich vorweg zu nehmen: In den meisten Unternehmen herrscht das Denken in „Sein“-Kategorien vor. Das ist an sich noch nichts Schlechtes und Sie befinden sich dabei in bester Gesellschaft: Schon Sokrates baute seine Metaphysik darauf auf und suchte nach den Prinzipien oder „ersten Ursachen“ des Seienden. Aber viel wichtiger: Liefert dieses Denkkonzept „passende“ Antworten auf unsere aktuellen Fragestellungen im Unternehmenskontext?
Sobald wir dem „Sein“ Zugang zu unserem Unternehmensalltag verschaffen, erzeugen und fördern wir eine Trennung zwischen der Person und dem Ergebnis: Alles, was „ist“, hat bereits jede Verbindung zu bestimmten Personen bzw. Personengruppen, die dieses „Sein“ erzeugt haben könnten, abgebrochen. Es besteht keine Möglichkeit mehr, den Pfad rückzuverfolgen, um an irgendeiner Wegbiegung Abweichungen festzustellen und für nächste Vorhaben einen anderen Weg zu wählen. So betrachtet, stellt sich uns alles, was wir als „Ist“ betrachten, als extrem veränderungsfeindlich heraus. Es lässt uns nur noch schwer oder gar nicht Handlungen setzen, die etwas anderes als den derzeitigen, nicht gewünschten Zustand erreichen. Das aristotelische „Sein“ begegnet uns leider überall im Unternehmen: etwa bei Mitarbeitern, die „leider sind, wie sie sind“; bei Strukturen, die „unideal sind“; bei Ergebnissen, die „hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind“. Wie oft haben wir schon „Ist-Situationen“ erhoben? Wenn wir daraufhin Strategien zu deren Veränderung entwerfen, schaffen diese wohl zu Recht bei jenen Widerstand, die sich nun anders verhalten sollten, aber in der Erzeugung des „Zustands“ eine eher untergeordnete Rolle gespielt haben: Die Strategie hat meist nichts mehr mit den Handlungsdynamiken (oder -unterlassungen) zu tun, die zur Erzeugung der Situation beigetragen haben. Ein Beispiel dazu: In einem produzierenden Unternehmen setzt die Unternehmensleitung auf die Markteinführung
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einer neuen Produktfamilie, die leider ein Flop wird. Um aber die hohen Entwicklungs- und Markteinführungskosten zu rechtfertigen (und manchmal auch, weil der Vorstand seine Vertragszeit mit einem Bonus-Image beenden möchte), wird nun hoher Druck auf die Key Accounter und den Vertrieb ausgeübt: Sie müssten mit mehr Vehemenz an die Kunden und an die Outlets herangehen, sich nochmals andere Vorgehensweisen überlegen, mehr arbeiten, intensiver betreuen.
Die Frage, die selten oder fast nie gestellt wird, lautet: „Wie haben wir diese Situation erzeugt?“ Stellen wir erst einmal diese Verbindung zwischen uns und der Situation als Ergebnis her, so wird oftmals rasch klar, dass wir ein totes Pferd reiten. Die Fragen, „Was tun wir hier eigentlich?“, „Wie haben wir dieses Ergebnis erzeugt?“ und „Was sollten wir anders/ anderes tun?“ sind Fragen, die uns auf uns selbst und unsere eigenen Beiträge zu einem bestimmten Ergebnis zurückwerfen. Auch mit dieser Herangehensweise befinden wir uns in bester Gesellschaft: Bereits Sokrates hatte seine „Hebammen-Fragen“ als Grundlage seiner in Frage stellenden Philosophie entwickelt. Aus der Idee heraus, „Ich weiß, dass ich nicht (endgültig) weiß“ fordert uns diesen Denken auf, stets aufs Neue bisherige Wege in Frage zu stellen und die Welt immer in einem unmittelbaren Zusammenhang zu unserem Tun zu betrachten. Die Mitarbeiter „sind“ aus dieser Perspektive nicht schwierig, uneinsichtig oder starr im Denken, sondern wir haben sie dazu gemacht – mit Strukturen, gesetzten Rahmenbedingungen, unseren Vorgaben. Sobald wir vom Sein zum Tun kommen, sind wir gezwungen, unsere Aufmerksamkeit weg von der Beseitigung eines Zustands und auf die Vermeidung der Erzeugung eines Zustands zu richten. Das könnte unsere Unternehmen grundlegend verändern – wenn wir es tun.
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Entscheidungsfreiheit in der Wahl der Veränderungsform 22. September 2008
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Was, wenn es zumindest zwei Formen von Veränderung gäbe? Eine der beiden kennen wir alle: Sie präsentiert sich uns als Entwicklung und im Unternehmenskontext gehen wir fast immer von ihr aus: Der Produktlebenszyklus eines unserer Produkte geht zu Ende; wir bemerken eine steigende Krankenstandsrate, steigende Demotivation bei den Mitarbeitern, sinkende Innovation, eine Verschlechterung der Positionierung im Markt, sinkende Aktienwerte, eine sinkende Rentabilität. Solche Veränderungen legen zunächst nahe, Veränderungsprozesse einzuleiten, wie wir sie traditionell kennen: Wir verkünden, dass Veränderung ansteht, arbeiten oft bis ins Detail die neuen Strukturen aus, lehren die Mitarbeiter dann in zahlreichen Veranstaltungen, wie sie sich „ab Big Bang“ zu verhalten hätten, werden leider aber bereits mitten in der Erarbeitung der neuen Strukturen von neuen Veränderungen überrascht, die wir wieder verkünden…dass dieser Prozess in der von uns erlebten und täglich mit verantworteten Marktdynamik nicht funktionieren kann, ist uns allen klar. Dennoch hechten wir von Veränderungsbaustelle zu Veränderungsbaustelle, immer unter der Annahme, dass Veränderung eben nicht anders funktionieren würde.
Anlass genug, um darüber nachzudenken, ob wir Veränderung nicht auch noch anders definieren könnten, um unsere Handlungsmöglichkeiten mit den aktuell erlebten Rahmenbedingungen zu erhöhen bzw. Veränderung in Unternehmen überhaupt zum Funktionieren zu bringen. Beschäftigen wir uns intensiver mit den Formen der Veränderung, die wir im Unternehmenskontext erleben, so wird rasch klar, dass neben der Veränderungsform „Entwicklung“, die uns eher schleichend begegnet, auch noch zumindest eine weitere Veränderungsform auftritt, die wir zwar als sehr radikal erleben, die uns aber auch eine radikale Veränderungsmethodik eröffnet: Ein wichtiger Lieferant geht in Konkurs; ein Rohstoff ist nicht mehr lieferbar; ein zentraler Key Account-Kunde springt ab; ein Teil des Unternehmens wird von der Konzernmutter |
verkauft; der CEO wird durch einen anderen ersetzt; das Unternehmen wird in einer feindlichen Übernahme gekauft. Was ist all diesen Situationen gemeinsam? Wir müssen das Neue sofort leben, um als Unternehmen zu überleben. Wir haben keine Zeit für die detaillierte Ausarbeitung der Strukturen top down. Im Gegenteil: Wir stärken die einzelnen Bereiche und Ebenen darin, selbst die notwendigen Veränderungen aufgrund der neuen Ist-Situation zu identifizieren und entsprechende Veränderungen sofort umzusetzen. Der Erfolg bzw. manchmal auch das Überleben des Unternehmens hängt in solchen Situationen davon ab, den Mitarbeitern zu verdeutlichen, dass es die alte Situation nicht mehr gibt und dass sie das Neue möglichst ohne „Ehrenrunden“ organisieren und leben sollten. Die Frage, die sich mir angesichts dieser Reflexion aufdrängte, war: Was hindert uns daran, jede Veränderung als „radikale Veränderung“ zu bezeichnen und genau so zu handeln, als gäbe es tatsächlich das „Alte“ ab sofort nicht mehr? Wie viele Kick-offs, Umsetzungsworkshops, Diskussionen über die Neugestaltung der Strukturen top down, wie viel Überzeugungsarbeit würden wir uns ersparen, wenn wir nur Veränderung als radikale Veränderung definierten? Sicherlich, es ist eine „Zu-Mutung“ für die Mitarbeiter. Aber sie könnte den Mitarbeitern Mut vermitteln, das Neue zu leben. Und sie verlangt mit Sicherheit jedem Mitarbeiter ab, sich voll und ganz für das Neue zu entscheiden, denn es besteht keine Wahlmöglichkeit mehr zwischen Neu und Alt; und es braucht auch keine Überzeugungsarbeit für das Neue, denn Sie haben nichts anderes als das Neue anzubieten. Wer von dieser Veränderungsform ausgeht, erzeugt darüber hinaus eine grundlegende Differenzierung in der zeitlichen Dimension von Veränderung: Das Neue wird sofort nach Verkündung gelebt und nicht erst nach 1 – 2 Jahren oder nie. Vielleicht ein Grund mehr, darüber nachzudenken.
„Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erstmal reden.“ Rita Heinecke, Nürtingen
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Die operative Falle 08. September 2008 RSS feed - bitte automatisch Erinnerung an meine Mailadresse bei jedem neuen Beitrag
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Die meisten wissen es „instinktiv“. Die wenigsten wollen es wahrhaben. Manche haben die Ergebnisse schon schwarz auf weiß. Und viele tun angesichts der Ergebnisse immer noch nichts anderes. Wovon die Rede ist? Von der operativen Falle. Dem Mikromanagement. Dem Fachkraft- (und Managerarbeit-) Überhang in unserer Aufgabenverteilung, der jeden Tag zum „Murmeltiertag“ macht und uns den Eindruck vermittelt, wir kämen aus dem Rad nie heraus. Und wenn wir erst einmal die Einstellung vertreten, dass die operative Arbeit in jedem Job nun einmal dazu gehört, „vielleicht nicht in der Intensität, aber es wird bestimmt (bald) anders werden“, dann hat das zumindest etwas Positives: Denn Sie akzeptieren dann Ihre Situation und verbringen wenigstens nicht noch zusätzliche Zeit damit, sich über den Zustand zu beklagen oder gar bei jemand zu beschweren.
Ganz ehrlich: Haben Sie schon jemals überprüft, wie viel von Ihrer täglichen Arbeit operativ ist? Haben Sie sich überhaupt je einmal einen Überblick darüber verschafft, womit Sie Ihre Zeit verbringen? Im Prinzip wäre es ja sehr einfach: Sie legen einen Block auf Ihren Schreibtisch und schreiben minutiös auf, womit Sie Ihre Zeit verbracht haben. Das braucht nicht viel Zeit, auch wenn es Ihnen im ersten Moment als unglaublich großer (zusätzlicher) Aufgabenballast erscheint. Eine interessante Erfahrung von mir ist, dass allein durch das Aufschreiben bereits eine Veränderung entsteht: Ihr Aufmerksamkeitsfokus verschiebt sich vom handlungsgetriebenen Arbeiten hin zu einer unablässigen Reflexion darüber, was Sie hier |
eigentlich tun, warum Sie es tun, ob Sie dieses Tun wirklich notieren wollen oder lieber von vornherein etwas anderes tun; wer etwas davon hat, was die Erledigung dieser Aufgabe für die nächsten aufzuschreibenden Aufgaben bedeutet… Natürlich kenne ich sogar bei dieser Übung Personen, die zugeben, sich selbst zu betrügen. Aber das haben Sie ja nicht notwendig. Gönnen Sie sich doch am Ende des Arbeitstages einen kurzen Blick auf Ihre Aufzeichnungen: Abgesehen von der sehr subjektiven Frage, welche der notierten Aufgaben Sie überhaupt weiter tun „wollen“ (diese Frage stellen sich die meisten gar nicht, weil sie erleben, dass sie in ihrem Handlungsrahmen sehr eingeschränkt sind), können Sie sich die Frage stellen, ob Sie Ihrer gestellten Aufgabe überhaupt gerecht werden. Dafür können Sie neben jede der Aufgaben ein Kürzel schreiben, je nachdem ob Sie darin als Fachkraft (F), als interner Manager (M) oder als Unternehmer (U) gehandelt haben. Fachkräfte erledigen operative Aufgaben. Interne Manager sorgen dafür, dass die Menschen das tun, was im Rahmen vorgegeben ist – sie schreiben vor, kontrollieren, steuern. Unternehmer sorgen dafür, dass die Zukunft des Bereiches gesichert wird, sein Wachstum und Standing nach außen gefördert, die eigene langfristige Weiterentwicklung gesichert und unnütze Procedere, Kosten und Verhaltensweisen sofort und ersatzlos gestrichen werden. Manchmal geben Sie sich für eine Aufgabe vielleicht sogar alle 3 Kürzel gleichzeitig… Ertappt? Macht nichts. Sie befinden sich in bester Gesellschaft. Bedeutet aber nicht, dass Sie morgen noch so weitermachen müssen wie gestern. |
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Vision – Mission – … Values. 25. August 2008
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Was im Unternehmen als „soft facts“ angesehen wird, umschreiben viele mit „Vision – Mission – Values“. Diese werden definiert. Sie gehören einfach zum Unternehmen dazu. Sie runden die Strategie ab. Sie sorgen für Identifikation. Oder zumindest sollten sie das. Und manchmal wird vielleicht nicht einmal darüber nachgedacht, was sie können sollten. Stereotyp werden hier häufig Allerweltssätze festgelegt, die das Papier nicht wert sind, auf denen sie gedruckt sind. Vielleicht erleben Sie in Ihrem Unternehmen etwas anderes und jeder Mitarbeiter könnte bei Ihnen zu Tages- und Nachtzeit die für das Unternehmen festgelegten „VMV“ rezitieren (selbst das würde ihnen natürlich noch kein Leben einhauchen). Wenn nicht, dann erleben Sie die Situation vielleicht ähnlich wie der Filialleiter einer großen Bank, den ich letzte Woche auf die Werte angesprochen habe, die in goldenen Lettern und sichtlich neu hinter ihm verewigt waren: „Ach die“, meinte er leichthin. „Die wurden letzte Woche geliefert. Weiß der Kuckuck, warum wir die jetzt brauchen. Aber die Anweisung lautete, sie bis Montag aufzuhängen. Ist ja ohnehin alles Quatsch.“
Das bewegte mich dazu, wieder einmal über diese Begriffe nachzudenken, insbesondere über den Begriff „Werte“. Mit „Werten“ verbinden wir ganz allgemein etwas, das für uns etwas wert ist. Wenden wir diese Erklärung auf den im Unternehmen verwendeten Begriff „Werte“ an, dann müssten wir uns fragen, was uns die Werte, die wir definiert haben, wert sind.
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Was ist es uns wert, dass Mitarbeiter „mit dem Kunden jederzeit freundlich umgehen“? Was ist uns „Innovation“ wert, „verantwortungsvolle Führung“ (was immer das dann auch sein mag), „Nachhaltigkeit“? Welchen Unterschied erleben die Handelnden, wenn sie die geforderten Werte leben? Oder umgekehrt gefragt: Was passiert, wenn jemand diese Werte nicht lebt? Kann er dann überhaupt noch in diesem Unternehmen arbeiten? Bekommt er dann einen Verweis? Bekommt er trotzdem seine Prämie ausbezahlt, weil seine Leistung – auch wenn sie nicht auf dem „Values-Chart“ vermerkt ist – wichtiger ist als die Werte des Unternehmens?
Was bringt uns die Definition von Werten, die im Unternehmen nichts Wert sind? Und von einer nochmals anderen Perspektive aus gefragt: Was ist in unserem Unternehmen „tatsächlich“ etwas wert, was wird also positiv bewertet? Die Antwort auf meine Frage an den Filialleiter der oben angesprochenen Bank, „Was müsste denn aus Ihrer Sicht auf dieser Tafel stehen, damit Ihnen diese glaubwürdig erscheint?“ ist kurz und klingt ehrlich: „Das kann ich Ihnen sofort sagen: Man muss jedenfalls täglich bis 20.00 in der Filiale sein, einmal in der Woche ein freundliches Email an den Stadtdirektor schreiben und keine Verbesserungsvorschläge einbringen. Und wie würden die Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen antworten? |
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Ergebnisorientierung 11. August 2008
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Letzte Woche im Gespräch mit einem Kunden dessen Meldung: „Aber ich habe dem Mitarbeiter doch ganz klar und deutlich gesagt, was er tun soll. Warum tut er es dann nicht?“ Eine Situation, die sich vermutlich in jedem Büro, in jeder Branche, in jeder Führungsbeziehung abspielt. Wir erwarten, „verlangen“ von Mitarbeitern, dass sie etwas Bestimmtes tun. Und wir sind enttäuscht, wenn sie das nicht tun. Beides zu Recht – auf den ersten Blick. Aber das hilft uns nicht weiter.
Ich unterscheide gerne zwischen Handlungsorientierung und Ergebnisorientierung. Und ich erlebe häufig eine starke Handlungsorientierung in unserem eigenen Tun wie auch in den Anweisungen an andere. Unser gesamtes (Berufs-)Leben ist von Handlungen getrieben; Handlungen, die wir selbst setzen und Handlungen, die wir von anderen einfordern: Wir beantworten Anrufe. Wir antworten auf E-Mails. Wir besuchen Meetings. Wir füllen Templates aus. Wir führen Mitarbeiter-, Potenzial- und Feedbackgespräche. Wir kommen zu einer bestimmten Zeit und gehen um eine bestimmte Zeit. Wir tun Dinge, manchmal auch halbherzig, ohne Hintergrundwissen und ohne Ziel – wie auch in dem Erlebnis oben beschrieben. Das Resultat? Wie selten fragen wir danach. Wie selten formulieren wir es.
Ergebnisorientierung bedeutet aus meiner Sicht, erwartete Ergebnisse möglichst genau zu skizzieren, anstatt den Weg zu definieren. Was soll erreicht werden, was sind die Ziele? Was bringt es allen Beteiligten, wenn die Ziele erreicht werden?
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Wenn wir konsequent ergebnisorientiert arbeiten, dann kann es nicht mehr passieren, dass einfach nur „gearbeitet“ wird. Arbeit muss sich dann an einer Erreichung der Ziele orientieren. Die Zeitkriterien, die wir trotz aller Schönfärberei mit kleinen Prämien und Beteiligungen immer noch anwenden, um Leistung zu bewerten, können dann keine Gültigkeit mehr haben. Warum? Weil Zeitverbrauch und das Setzen bestimmter Handlungen meiner Meinung nach keine adäquaten Mittel sind, um das Erreichen von Ergebnissen zu messen. Mit der Einführung der Ergebnisorientierung müssen wir beginnen, den Wert eines Ergebnisses festzulegen. Sicher werden wir dann häufig erleben, dass Menschen im Handumdrehen ein Ergebnis erzielen und einen Gegenwert dafür erhalten, der uns angesichts der verbrauchten Zeit auf den ersten Blick unangemessen hoch erscheint. Aber Vorsicht: Wir sollten in diesem Fall auch den Wert dieser Erkenntnis mit auf die Waagschale legen; also den Wert dessen, was wir uns in allen zukünftigen Fällen ersparen, weil sie mit der innovativen Herangehensweise einfacher oder effizienter vonstatten gehen.
Ergebnisorientierung schafft Innovation. Nur wenn der Weg des Erreichens offen gelassen wird, können neue Wege beschritten werden. Die Glühbirne wäre nicht erfunden worden, hätte die ewige Aufforderung darin bestanden, Holz anzufeuern. Ergebnisorientierung ermöglicht aber auch Lernen: Denn jedes Ergebnis kann auch anders erreicht werden, als wir es uns vorstellen: Einfacher, effizienter, interessanter, wirtschaftlicher, lukrativer, freudvoller. |
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